Volvo Cars will Beteiligung an Polestar wieder auf 49,5 Prozent erhöhen

Volvo Cars will Beteiligung an Polestar wieder auf 49,5 Prozent erhöhen
Copyright:

Volvo

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Die Automarke Volvo Cars will zusätzliche Anteile an seinem E-Auto-Ableger Polestar, einer Marke für Elektro-Performance-Fahrzeuge, erwerben. Dies würde zu einer Erhöhung der Beteiligung auf 49,5 Prozent führen. Volvo Cars habe im Anschluss nicht vor, den Anteil weiter zu erhöhen oder Polestar zu konsolidieren. Die Transaktion soll in Kürze abgeschlossen sein, unterliegt jedoch noch bestimmten Bedingungen.

Volvo Cars etablierte Polestar in den vergangenen Jahren als neue Marke für Elektroautos und besaß 50 Prozent von Polestar, bis eine Privatplatzierung per Kapitalerhöhung Anfang dieses Jahres die Beteiligung von Volvo Cars an dem Unternehmen verwässerte. Durch die geplante Transaktion würde der Anteil von Volvo Cars auf sein vorheriges Niveau von fast 50 Prozent zurückkehren. Volvo Cars will seine zusätzliche Beteiligung von PSD Investment erwerben, der privaten Investmentgesellschaft von Eric Li, dem Vorsitzenden von Volvo Cars und seiner Muttergesellschaft Zhejiang Geely Holding Group. PSD Investment soll der zweitgrößte Anteilseigner von Polestar bleiben.

Das Vorhaben spiegelt einer aktuellen Mitteilung von Volvo zufolge die starke Überzeugung über die Positionierung und das aufregende Potenzial von Polestar im Wachstums-Segment für Premium-Elektrofahrzeuge wider. In den nur vier Jahren seit seinem Start als Eigenmarke habe sich Polestar als Pionier auf dem globalen Markt für Hochleistungs-Elektroautos etabliert.

Polestar nutzt für die Produktion seiner Elektroautos die Fertigungskapazitäten von Volvo Cars. Wie erst vor kurzem angekündigt, wird der Polestar 3, der auf der elektrischen Architektur der nächsten Generation der Volvo Car Group basiert, in den USA im Werk von Volvo Cars in Ridgeville, South Carolina, gebaut. Bis Mitte des Jahrzehnts erwartet Volvo zudem die Produktion zukünftiger Polestar-Modelle in Europa.

Erst vor wenigen Tagen meldete Bloomberg unter Berufung auf Insider, dass die Polestar-Verantwortlichen aktuell über einen Börsengang verhandeln. Derzeit sollen Gespräche laufen, die eine mögliche Fusion mit der Mantelgesellschaft Gores Guggenheim vorsehen, die dem Gemeinschaftsunternehmen eine Bewertung von rund 25 Milliarden US-Dollar (etwa 21 Milliarden Euro) einbringen könnte.

Quelle: Volvo – Pressemitteilung vom 12.07.2021

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Automobilindustrie

T&E-Chef Bock: Krise der deutschen Autoindustrie ist hausgemacht

T&E-Chef Bock: Krise der deutschen Autoindustrie ist hausgemacht

Tobias Stahl  —  

Nicht die Belegschaft und auch nicht die EU-Vorgaben sind Schuld an der Misere der europäischen Autoindustrie, meint T&E-Chef Bock – sondern die Chefetagen.

Schaeffler kappt E-Auto-Ziele nach US-Förderstopp

Schaeffler kappt E-Auto-Ziele nach US-Förderstopp

Sebastian Henßler  —  

Schaeffler senkt seine Umsatzziele bis 2028 deutlich, weil der Wegfall der E-Auto-Förderung in den USA das Geschäft rund um Vitesco stärker bremst als erwartet.

Batterieabhängigkeit kostet Europa bis 150 Milliarden Euro

Batterieabhängigkeit kostet Europa bis 150 Milliarden Euro

Sebastian Henßler  —  

Eine neue Deloitte-Studie zeigt, dass Europas Automobilindustrie bis 2030 bis zu 150 Milliarden Euro an Wertschöpfung verlieren könnte.

Hankooks Reifen der Zukunft: luftlos, farbig, abbaubar

Hankooks Reifen der Zukunft: luftlos, farbig, abbaubar

Sebastian Henßler  —  

Luftlos, transparent, biologisch abbaubar: Hankooks Konzeptreifen bricht mit allen Konventionen. Was heute schon geht und was fehlt, bis er serienreif ist.

Automobilindustrie vor Tabubruch: Müssen deutsche Werke bald China-Autos bauen?

Automobilindustrie vor Tabubruch: Müssen deutsche Werke bald China-Autos bauen?

Daniel Krenzer  —  

VDA-Präsidentin Hildegard Müller warnt vor gefährdeten Werken in Deutschland. Kooperationen mit chinesischen Herstellern könnten helfen, Jobs zu sichern.

Bosch-Betriebsrat fordert Taskforce für Autoindustrie

Bosch-Betriebsrat fordert Taskforce für Autoindustrie

Sebastian Henßler  —  

Nach den Protesten bei Mercedes-Benz fordert Bosch eine Taskforce. Auch beim Volkswagen-Konzern sollen laut IG Metall Beschäftigtenaktionen folgen.

Krankenstand bei Automobilzulieferern auf Rekordniveau

Krankenstand bei Automobilzulieferern auf Rekordniveau

Daniel Krenzer  —  

Bei Automobilzulieferern steigt der Krankenstand laut AOK auf 8,94 Prozent. Besonders psychische Fehlzeiten nehmen demnach zu.