Den Haag zieht Schlussstrich: Keine Werbung mehr für Verbrenner

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Daniel Krenzer
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  —  Lesedauer 2 min

Werbeverbote sind in der EU nichts Neues – wie zum Beispiel im Fall von Zigaretten. Erstmals gibt es nun auch ein Verbot von Produkten, die vor allem auf fossile Energieträger setzen – so wie Autos mit Verbrennungsmotor. Die Stadtverwaltung in Den Haag hat dieses Verbot nun als erste Kommune in ganz Europa beschlossen, berichtet die Automobilwoche. Elektroautos dürfen natürlich weiterhin beworben werden.

Ab 1. Januar 2025 sind demnach in der niederländischen Stadt mit einer halben Million Einwohner Werbungen für Produkte und Dienstleistungen mit fossilen Energien untersagt. Dies habe der Stadtrat mehrheitlich entschieden. Bis 2030 will Den Haag CO2-neutral sein, dabei soll offenbar auch dieser Schritt helfen. Politische Werbung sowie das Bewerben einer Marke seien aber weiterhin erlaubt. So darf dann Beispielsweise Volkswagen zwar bewerben, wie toll Autos von Volkswagen sind, dabei aber kein Verbrennermodell explizit nennen.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres hatte bereits im Juni dazu aufgerufen, diesen Schritt zu gehen. Auch er hatte dabei den Vergleich zum schädlichen Tabakkonsum gezogen. Denn auch Autoabgase sind weltweit für viele Krankheiten und Todesfälle zumindest maßgeblich mitverantwortlich. Den Haag ist nun die erste Verwaltung, die diesem Wunsch entspricht.

Weitere Städte dürften folgen

Laut Automobilwoche kam Den Haag dabei mehreren Städten zuvor, die diesen Schritt ebenfalls bereits intensiv diskutieren. Genannt werden Amsterdam, Zwolle und Tilburg, die ebenfalls in den Niederlanden liegen. Doch auch in Graz (Österreich) und Toronto (Kanada) wird ein Werbeverbot für fossile Produkte und Dienstleistungen ernsthaft in Erwägung gezogen. „Den Haag zeigt, dass dies durch lokales Recht möglich ist. Diese Entscheidung könnte weltweit einen Schneeballeffekt haben“, sagte eine der dortigen Initiatorinnen.

Auch in Frankreich gilt bereits seit einiger Zeit eine Einschränkung für Werbung rund um fossile Energieträger. Allerdings weist der Artikel darauf hin, dass dies nur begrenzt funktioniere, weil die Unternehmen sich geschickt anstellen würde, in ihren Formulierungen das Verbot zu umgehen, ohne dass ihre Werbung an Aussagekraft verliere.

Quelle: Automobilwoche – Den Haag verbietet Werbung für Verbrenner

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Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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