VDIK fordert rasche Umsetzung der Nationalen Wasserstoffstrategie

VDIK fordert rasche Umsetzung der Nationalen Wasserstoffstrategie
Copyright:

shutterstock / Lizenzfreie Stockfoto-Nummer: 1539320318

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Wasserstoff spielt für die Mobilität der Zukunft eine zentrale Rolle“, sagt Reinhard Zirpel, Präsident des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) zur laufenden Diskussion über die Wasserstoffstrategie. Neben der Batterie-Elektromobilität seien Brennstoffzellenantriebe „unverzichtbar, um einen klimaneutralen Straßenverkehr zu erreichen. Die internationalen Hersteller setzen daher auf eine rasche Verabschiedung der Nationalen Wasserstoffstrategie der Bundesregierung“.

Bei Wasserstoffantrieben sind die internationalen Hersteller führend. Sie entwickeln bereits seit Jahren Brennstoffzellenfahrzeuge und treiben die Technologie weiter voran. So gibt es serienreife Brennstoffzellenfahrzeuge in Deutschland derzeit nur von zwei internationalen Herstellern zu kaufen, Hyundai und Toyota. Aktuell sind hierzulande noch weniger als 1000 Wasserstoff-Pkw zugelassen. Bei den Neuzulassungen von Fahrzeugen mit dieser Technologie haben VDIK-Mitgliedsunternehmen einen Marktanteil von 99 Prozent (2019).

Zirpel betonte, dass zur Erreichung der Klimaziele im Verkehrssektor ein Kraftakt erforderlich sei: „Deutschland hat mit einer entschlossenen Forcierung von Wasserstoff lange abgewartet. Bei der Beratung und weiteren Umsetzung der Wasserstoffstrategie ist daher jetzt Tempo gefragt.“ Zirpel hob gleichwohl hervor, dass Deutschland frühzeitig mit dem Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur begonnen habe und auf dem richtigen Weg sei. Bis 2021 solle ein H2-Tankstellennetz für 60.000 Brennstoffzellen-Pkw und 500 Nutzfahrzeuge geschaffen werden.

Aus Sicht der internationalen Hersteller ist Wasserstoff für nahezu alle Fahrzeugklassen relevant. Gerade bei Nutzfahrzeugen und im Schwerlastfernverkehr ruhen große Hoffnungen auf der Brennstoffzelle. Denn für den Transport großer Lasten über die Langstrecke stößt die Batterietechnologie an ihre Grenzen. Auch im Pkw-Bereich hat die Brennstoffzelle Potenzial. Sie ist hier für größere Fahrzeuge und hohe tägliche Fahrleistungen sinnvoll, insbesondere aufgrund der kurzen Betankungszeiten und hohen Reichweiten.

Quelle: VDIK — Pressemitteilung vom 07.02.2020

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Automobilindustrie

Schwellenländer ziehen an, USA fallen zurück: 2026 fährt jeder vierte Neuwagen elektrisch

Schwellenländer ziehen an, USA fallen zurück: 2026 fährt jeder vierte Neuwagen elektrisch

Tobias Stahl  —  

Laut BloombergNEF fährt 2026 bereits jeder vierte Neuwagen elektrisch. Bis 2035 soll der Anteil auf über 50 Prozent steigen – doch einzelne Länder könnten zurückfallen.

Automechanika Frankfurt: Aftermarket im Aufbruch

Automechanika Frankfurt: Aftermarket im Aufbruch

Sebastian Henßler  —  

Die Automechanika Frankfurt öffnet im September ihre Tore. 4500 Aussteller, neue KI-Formate und ein Rekord bei den Innovation Awards erwarten die Branche.

Automobiler Mittelstand meldet Standortkrise in Deutschland

Automobiler Mittelstand meldet Standortkrise in Deutschland

Sebastian Henßler  —  

Eine VDA-Umfrage unter 116 Unternehmen zeigt, dass sich die Geschäftslage im automobilen Mittelstand deutlich verschlechtert hat.

EU-Regulierung beschleunigt Chinas Fabrikoffensive in Europa

EU-Regulierung beschleunigt Chinas Fabrikoffensive in Europa

Sebastian Henßler  —  

Chinesische Autobauer sichern sich Produktionsstandorte in Europa, bevor ein neues EU-Gesetz Direktinvestitionen aus China erschwert.

„Made in Europe“: VW, Stellantis und Renault fordern simple EU-Regeln

„Made in Europe“: VW, Stellantis und Renault fordern simple EU-Regeln

Tobias Stahl  —  

Volkswagen, Stellantis und Renault wenden sich in einem gemeinsamen Schreiben an die EU – und fordern möglichst simple Regeln zum Schutz der hiesigen Automobilindustrie.

CATL-Chef dämpft Erwartungen an Festkörperbatterien

CATL-Chef dämpft Erwartungen an Festkörperbatterien

Sebastian Henßler  —  

Nicht Zeitpläne, sondern technische Durchbrüche entscheiden über die Zukunft der Festkörperbatterie. CATL-Chef Zeng erklärt, wo die Technologie heute steht.

Mercedes-Veteran: Warum deutsche Firmen den Mut verloren haben

Mercedes-Veteran: Warum deutsche Firmen den Mut verloren haben

Sebastian Henßler  —  

Harald Schlarb war 36 Jahre bei Mercedes, baute die Tesla-Gigafactory mit auf – und erklärt, warum deutsche Firmen das Risiko wieder lernen müssen.