US-Verteidigungsministerium testet Batterieplattform von Canoo

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Canoo

Iris Martinz
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Lange Zeit sah es nicht gut aus für den US-amerikanischen E-Nutzfahrzeughersteller Canoo. Nach Rekordverlusten und Problemen bei der Fertigung hat ein weiterer Großauftrag des US-Verteidigungsministeriums aber offensichtlich einen Richtungswechsel eingeleitet. Dieser sieht ein Vertrag zur Lieferung von Batteriemodulen für Analyse- und Demonstrationszwecke vor. Damit sollen skalierbare und flexible Lösungen für taktische Umgebungen gefunden werden.

Canoo baut eine modulare E-Plattform, auf der Fahrzeugformen aller Art aufgebaut werden können, unter anderem auch ein Light Tactical Vehicle (LTV), das von einem Pickup in einen Pritschenwagen, ein Frachtfahrzeug und mehr umgewandelt werden kann. Über den aktuellen Auftrag des Verteidigungsministeriums zeigt sich der Hersteller hoch erfreut: „Wir sind stolz, vom Verteidigungsministerium ausgewählt worden zu sein, zur globalen Führung unseres Landes in der Verteidigungstechnologie beizutragen. Wir haben hart gearbeitet und werden auch weiterhin unsere patentierte Technologie weiterentwickeln, um flexible, individuelle Energielösungen liefern zu können, die in vielfältiger Form den Interessen Amerikas und seiner Verbündeten dienen„, erklärt Tony Aquila, Vorsitzender und CEO von Canoo.

Canoos Batterieplattform kann mit Zellen verschiedener Hersteller mit unterschiedlichen Abmessungen und Materialzusammensetzungen bestückt werden. Damit wächst sie mit dem sich entwickelnden Markt mit und Skalierungseffekte können zu Kostensenkungen führen. Die Bauform ermöglicht eine hohe Energiedichte. Der aktuelle Auftrag ist ein weiterer Meilenstein nach der Beauftragung zur Lieferung des LTV an die U.S. Army, welche im November ergangen ist. Auch die NASA wird mit Transportfahrzeugen für die Crews der Artemis Mondlandemission ausgestattet. Die Mietwagenfirma Kingbee hat 18.600 Elektrotransporter bestellt, der Flottenleasinganbieter Zeeba etwas mehr als 5000 Stück. Es läuft also aktuell bei Canoo.

Die Teams von Canoo sitzen in Kalifornien, Texas, Michigan, Oklahoma und Arkansas. Gerade eben wurde die Übernahme eines Produktionswerkes in Oklahoma City bekannt gegeben. Dort sollen die E-Nutzfahrzeuge gebaut werden. Zusätzlich zur Fahrzeugfertigungsstätte in Oklahoma City kündigte das US-Unternehmen erst vor wenigen Wochen an, eine Produktionsstätte für Batteriemodule in dem gut 200 Kilometer entfernten Pryor aufzubauen.

Quelle: Canoo – Pressemitteilung vom 01. Februar 2023

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Iris Martinz

Iris Martinz

Iris Martinz ist Unternehmens- und E-Mobilitätsberaterin in Österreich, mit langjähriger Erfahrung im Recycling und Second Life von E-Mobilitätsbatterien. Fährt sowohl rein elektrisch, als auch V8, und möchte die beiden Welten etwas näher zusammenbringen. Nachzulesen unter www.mustangsontour.com.

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