Ubitricity und Ebee starten Produktpartnerschaft fürs Laternenladen

Ubitricity und Ebee starten Produktpartnerschaft fürs Laternenladen
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Ubitricity

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Ein Laternen-Ladepunkt speziell für den deutschen Markt: Ubitricity, Hersteller und Betreiber von Ladelösungen für Elektroautos und Teil der Shell Gruppe, und Ebee, Hardwareentwickler spezialisiert auf Laternenladen in Deutschland und Teil der Bender Gruppe, entwickeln zusammen eine neue speziell für den deutschen Markt konzipierte Laternenladelösung.

Die beiden Nachbarn des Berliner EUREF Campus Ubitricity und Ebee möchten ihre langjährigen Erfahrungen im Laternenladen in einer bereits laufenden Produktentwicklung zusammenbringen und in Kürze ein Produkt für Smart Cities auf den Markt bringen, das die Probleme des alltäglichen Anwohnerladens in Städten kundenfreundlich, netzverträglich und zukunftssicher lösen soll, so Ubitricity in einer aktuellen Mitteilung.

„Wir konnten viele wertvolle Erfahrungen im Ausbau des größten öffentlichen Ladenetzes in Großbritannien sammeln und wissen wie sich E-Auto-Fahrende verhalten. Einige Best Practice Learnings lassen sich auch auf den jungen deutschen Markt übertragen. Zusammen mit Ebee schaffen wir eine Lösung, die sich den lokalen Bedingungen und Richtlinien ideal anpasst.“ – Lex Hartman, Geschäftsführer von Ubitricity

Der neue Laternen-Ladepunkt ist mit einem Bender Ladecontroller ausgestattet und auf den deutschen Elektromobilitätsmarkt ausgerichtet. Der normkonforme Ladepunkt für Elektroautos erfüllt alle Standardanforderungen des deutschen Eichrechts und der Technischen Anschlussbedingungen (TAB). Diese gemeinsam entwickelte Ladetechnologie soll einen kostengünstigen und schnellen Ausbau von öffentlicher Ladeinfrastruktur ermöglichen, um speziell StadtbewohnerInnen ein offenes, gleichzeitig flächendeckendes und stadtbildfreundliches Netzwerk zu bieten, sowie bequemes Übernachtladen direkt vor der Haustür. Mit standardisierten Aktivierungs- und Nutzungsoptionen können Ladevorgänge einfach über alle gängigen Systeme und mit einem Standardladekabel erfolgen.

„Der Bedarf an öffentlich zugänglichen Ladepunkten steigt täglich und ist nur mit einem schnellen Ausbau und einer großen Anzahl an Ladepunkten durch eine platzsparende clevere Lösung wie Laternen-Ladepunkten zu decken. Die Nutzbarmachung von bereits vorhandenen Laternen – noch dazu genau vor den Haustüren der Nutzenden – ist der Schlüssel zum Erfolg der Elektromobilität in Städten.“ – Robert Weyrauch, Geschäftsführer von Ebee

Laternen-Ladepunkte können Ubitricity zufolge eine bedeutsame Rolle im Lademix spielen: Sie können die große Zielgruppe jener 40 bis 60 Prozent der in Städten lebenden AutofahrerInnen bedienen, welche ohne privaten Pkw-Stellplatz auf das Parken an der Straße angewiesen sind. Laternen-Ladepunkte seien an die langen Parkzeiten angepasst und können diese mit entsprechender Ladedauer optimal nutzen, teilen die beiden Partner mit. Diese Art zu laden sei zudem besonders netzfreundlich. Außerdem können damit zukünftig auch netzdienliche Lösungen realisiert werden, welche die Flexibilität der Fahrzeug-Batteriespeicher berücksichtigen. Dieser Ansatz trägt somit zum erfolgreichen Voranschreiten der integrierten Mobilitäts- und Energiewende bei.

Quelle: Ubitricity – Pressemitteilung vom 02.03.2021

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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