Toyota APM: Elektrofahrzeug für Kurzstrecken bei niedriger Geschwindigkeit

Toyota APM: Elektrofahrzeug für Kurzstrecken bei niedriger Geschwindigkeit
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Toyota Motors

Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 2 min

Toyota will sich bei den Spielen 2020 als fortschrittlicher Automobilhersteller präsentieren, der Antworten liefern kann für die größten Mobilitätsprobleme weltweit. Und erstmals in der sehr von Hybridautos geprägten jüngeren Toyota-Historie sollen dabei auch rein elektrische Fahrzeuge eine entscheidende Rolle spielen.

Speziell für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2020 in Tokio hat das Unternehmen ein eigenes Mobilitätsfahrzeug entwickelt. Der „APM“ – Accessible People Mover – soll möglichst viele Menschen auf der letzten Meile zu Veranstaltungen und Spielstätten bringen.

Man hat sich auf die Fahne geschrieben allen Menschen die Freiheit geben, sich zu bewegen oder „Mobility for All“ wie Toyota diesen Ansatz nennt. Dabei erfüllt das eigens entwickelte Elektrofahrzeug dieses Prinzip in höchstem Maße. Mit dem APM möchte man neben Athleten und Offiziellen alle Besucher zu den Spielen bringen – auch jene mit besonderen Bedürfnissen wie ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen, Schwangere und Familien mit kleinen Kindern.

Des Weiteren soll zusätzlich zu Veranstaltungen und Wettbewerben die während der Spiele aus rund 200 Fahrzeugen bestehende APM-Flotte auch das Olympische Dorf und andere nicht-öffentliche Orte ansteuern.

Das batterieelektrische Fahrzeug ist dabei ausschließlich mit niedriger Geschwindigkeit auf kurzen Strecken unterwegs, um Menschen sicher zu befördern. Das Fahrzeug ist von beiden Seiten zugänglich und bietet Platz für bis zu sechs Personen in drei Sitzreihen (1-3-2). Der Fahrersitz vorn ist mittig in leicht erhöhter Position angebracht, damit der Fahrer alle Fahrgäste sehen und ihre individuellen Bedürfnisse beim Ein- und Aussteigen berücksichtigen kann. Für Fahrgäste im Rollstuhl können die drei Sitze in zweiter Sitzreihe hochgeklappt werden. Befestigungsmöglichkeiten im Boden erhöhen die Sicherheit, Rampen vereinfachen den Zugang.

Toyota hat darüber hinaus noch weitergedacht, sodass der APM selbst auch als Hilfs- und Rettungsfahrzeug eingesetzt werden kann. In diesem Fall würde ein Teil der zweiten und die komplette dritte Sitzreihe entfallen, um Platz für eine Trage zu schaffen, auf der hilfsbedürftige Personen sicher transportiert werden. Zwei Einsatzkräfte können dabei direkt neben der Trage sitzen.

Quelle: Toyota – Pressemitteilung vom 18. Juli 2019

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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