Tesla: Weiterer Topmanager verlässt US-Elektroautobauer

Tesla: Weiterer Topmanager verlässt US-Elektroautobauer
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Tobias Stahl
Tobias Stahl
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Ein weiterer Topmanager verlässt Tesla: Emmanuel Lamacchia, der Projektmanager für die überarbeitete Variante des Model Y, gab in der Nacht auf Montag bekannt, den US-Elektroautobauer nach knapp acht Jahren zu verlassen. Lamacchia kündigte seinen Abschied auf dem Berufsnetzwerk LinkedIn an – allerdings ohne zu erklären, was ihn zu dem Schritt bewogen hatte.

„Nach acht unglaublichen Jahren bei Tesla ziehe ich weiter“, schreibt Lamacchia in seinem Post. „Was für eine Reise das gewesen ist … von der Leitung der NPI [Einführung neuer Produkte, Anm. d. Red.] für die Varianten Model 3 und Model Y bis hin zur Position als Fahrzeugprogrammmanager für das Model Y, das meistverkaufte Auto der Welt“, so der Ex-Tesla-Manager weiter.

Stunden vorher hatte ein weiterer Tesla-Manager seinen Abgang angekündigt

Lamacchia ist ein weiterer Eintrag in der Liste hochrangiger Manager und Führungskräfte, die in jüngster Zeit den kriselnden E-Autobauer verlassen haben. Erst wenige Stunden zuvor hatte Siddhant Awasthi, leitender Manager des Cybertruck-Programms, ebenfalls auf LinkedIn angekündigt, Tesla zu verlassen. Es sei eine der „härtesten Entscheidungen meines Lebens“, so Awasthi. „Diese Entscheidung fiel mir nicht leicht, insbesondere angesichts der vielversprechenden Wachstumsaussichten. Tesla-Fahrzeuge sind unglaublich komplexe Systeme, die oft nicht die Anerkennung erhalten, die sie verdienen. Ich konnte jedoch aus erster Hand miterleben, wie sie das Leben unserer Kunden, meiner Freunde und Familie verändert haben – indem sie einen echten Mehrwert geschaffen und vor allem die Sicherheit verbessert haben.“

Im Juni hatte Tesla-Chef Elon Musk den Leiter der Tesla-Geschäfte in Nordamerika und Europa, Omead Afshar, entlassen. Afshar war erst im Oktober 2024 zum Vizepräsidenten aufgestiegen und galt laut Wall Street Journal als „Elon’s Fixer“, also als Mann für besonders schwierige oder problematische Aufgaben. Auch Afshars Abgang blieb ohne Begründung. Seine Entlassung war wenige Tage vor Veröffentlichung der Quartalszahlen erfolgt, nachdem Tesla einräumen musste, dass der Umsatz in Europa zum fünften Mal in Folge zurückgegangen war.

Weitere Topmanager hinter Model 3, S und X haben Tesla bereits verlassen

Zuletzt konzentrierte Tesla sich zunehmend auf die Einführung seiner sogenannten Robotaxis und auf andere KI-basierte Projekte. Seither hat der Autohersteller mehrere wichtige Manager verloren, darunter Daniel Ho, der für die Einführung des Model 3 verantwortlich war, und David Zhang, der ehemalige Projektmanager für das Model S und X.

Zwar hat Tesla in Europa seit geraumer Zeit mit schwächelnden Absatzzahlen zu kämpfen, für das dritte Quartal des laufenden Jahres meldete der Elektroautobauer allerdings ein Absatzplus: Mit 497.099 ausgelieferten Fahrzeugen erzielte das Unternehmen ein Plus von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Allerdings sank der Gewinn um 40 Prozent von 2,7 Milliarden US-Dollar auf 1,6 Milliarden Dollar.

Teslas Absatz in China sank im Oktober indes auf 26.006 Fahrzeuge – der niedrigste Stand seit drei Jahren. Allerdings gilt die Nachfrage auf dem chinesischen Automarkt aktuell insgesamt als vergleichsweise schwach. Die Erfolge im dritten Quartal sind zum Teil auf Vorzieheffekte in den USA zurückzuführen: Am 30. September lief die Steuergutschrift für Käufer von Elektroautos aus, zahlreiche Käufer wollten also noch davon profitieren. Analysten erwarten für das vierte Quartal einen starken Absatzrückgang.

Quellen: Reuters – Tesla’s Model Y program manager announces exit alongside Cybertruck lead / Handelsblatt – Tesla: Weitere Topmanager verlassen US-Konzern ohne Erklärung / Reuters – Tesla’s China sales fall to 3-year low amid tepid demand

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Tobias Stahl

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Tobias Stahl kann sich für alle Formen der Fortbewegung begeistern, aber nachhaltige Mobilität begeistert ihn besonders. Da ist es kein Wunder, dass er schon seit 2019 über E-Autos, erneuerbare Energien und die Verkehrswende berichtet.

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