Französisches Start-Up Tiamat entwickelt Batterie auf Natriumbasis

Französisches Start-Up Tiamat entwickelt Batterie auf Natriumbasis
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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Basierend auf sechs Jahren Forschung, die von RS2E, Forschungsnetzwerk für elektrochemische Energie-Speicher, angetrieben wurde, konnte das französische Start-Up Tiamat eine neue Generation von Batteriespeichern entwickeln. Gegründet wurde das Unternehmen offiziell im September 2017 von Laurent Hubard, CEO, diplomierter Ingenieur, der zuvor in der Industrie bei Renault, L’Oreal und PCAS tätig war. Vor kurzem hat der CEO des in Amiens, Frankreich ansässigen Unternehmens eine Fundraising-Runde mit 3,6 Millionen Euro hinter sich gebracht. Mit diesem Geld kann das junge Unternehmen nun die Entwicklung seiner neuen Generation der Batterie fertigstellen.

Eine Batterie auf Natriumbasis. Im Gegensatz zu herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterien setzen die Batterien auf die Natrium-Ionen-Technologie (Na-Ionen-Technologie), wodurch seltene und kostspielige Materialien nicht zum Einsatz kommen. Teure Ressourcen wie Lithium und Kobalt sucht man daher bei diesem Typ Batterie vergeblich. Diese neue Natrium-Technologie wird von Tiamat produziert. Sie offenbart eigener Aussage nach herausragende Leistungen hinsichtlich Ladung und Entladung. Die sogennante „Sodium“ (französisch für Natrium) Batterie soll mehrere indirekte Vorteile gegenüber den aktuellen, konventionellen Lithium Batterien bieten.

Zum Beispiel eine etwaige gleiche bis höhere Energiedichte, bis zu 10 fach schnellere Ladegeschwindigkeiten (in 5 – 12 Minuten soll sie voll geladen sein mit Strom für 200 km Reichweite), ein viel besseres Energiemanagement-System bieten – sowie eine 100%-tige Recyclebarkeit, sind nur einige der wichtigsten Punkte dieser vermeintlichen„Superbatterie“. Aber auch bei der Zyklenfestigkeit verpricht tiamat-energy mindestens bis zu 4.000 Lade-/ Entlade-Zyklen ohne Memoryeffekt. Die Batterie die in Zusammenhang mit dem französischen CNRS entstanden ist, soll laut Aussagen von tiamat-energy viel billiger zu produzieren sein als konventionelle Lithium Zellen, da sie ohne Kobalt und Lithium auskommt.

„Diese Technologie wird die Nutzung und den Zugang zu elektrischer Energie in vielen Bereichen wie Elektrofahrzeugen revolutionieren, Tragbare Elektrowerkzeuge oder die Speicherung erneuerbarer Energien“, erklärt Laurent Hubard. Für Elektrofahrräder oder Busse, autonome Taxis, industrielle fahrerlose Transportsysteme…. die Na-Ionen-Batterie eignet sich für all diese Einsatzgebiete. Ein Ladezyklus dauert nur wenige Minuten, während es bei den aktuellen Batterien mehrere Stunden dauert.

Mit diesem ersten Fundraising stärkt das Unternehmen die Produktion von Batteriezellen und die Zellqualifizierung. Geplant ist, dass Tiamat die ersten Kunden mit neuen Batterien versorgen wird und sie in Endprodukte integriert, um neue Anwendungen zu schaffen. Dieser Schritt wird in den nächsten 18 Monaten fortgesetzt werden und wird von einem industriellen Schritt gefolgt. „Ziel ist es, ein industrielles Unternehmen zu gründen. Der Beweis der Serienreife soll im Jahr 2020, idealerweise in Hauts-de-France erfolgen, um eine erste Serie von Batterien herzustellen.“

Quelle: Tiamat – Pressemitteilung per Mail

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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