Tesla: Günstiges E-Auto „Redwood“ soll in Grünheide vom Band laufen

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Sebastian Henßler
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Elon Musk, der CEO von Tesla, überraschte mit einem Besuch im Werk Grünheide bei Berlin. Während seines Aufenthalts machte er deutlich, dass das Werk eine zentrale Rolle in den Zukunftsplänen des Unternehmens spielen soll. Musk kündigte an, dass das neue, preisgünstiges Elektroauto, bekannt unter dem Projektnamen „Redwood“, langfristig auch in Berlin produziert werden soll, zunächst erfolgt die Fertigung des Kompaktwagens in Austin, Texas. Eine weitere Überraschung: Musk erachtet auch die Produktion des Elektro-Lkw Tesla Semi in Grünheide als sinnvoll.

Der Besuch folgte auf einen Anschlag auf die Stromversorgung des Werks, der die Produktion vorübergehend zum Stillstand brachte. Der Schaden beläuft sich allein bei Tesla laut Angaben des US-amerikanischen Autoherstellers auf nahezu eine Milliarde Euro. Mehr als 1000 Autos am Tag konnten während des mehrtägigen Produktionsstopps nicht hergestellt werden. Trotz der Herausforderung und Proteste gegen das Werk bekräftigte Musk seine Verpflichtung zum Standort und seinen Ausbauplänen. Er verkündete, die Produktionskapazität von derzeit 300.000 Autos jährlich auf eine Million steigern zu wollen. Das Werk beschäftigt momentan etwa 12.500 Mitarbeiter.

Nach der Unterbrechung durch den Brandanschlag auf einen Strommast konnte das Werk die Produktion überraschend schnell wieder aufnehmen. Schon am Mittwochvormittag nach dem Vorfall war die Frühschicht zurück und die Produktion lief wieder an. Die Wiederaufnahme der Arbeit erfolgte kontrolliert und sicher, bestätigten sowohl Unternehmenssprecher als auch Schmitz.

Die Proteste gegen Tesla in der Umgebung des Werks dauern derweil an. Umweltaktivisten besetzen seit Ende Februar ein Waldstück in der Nähe, um gegen die geplante Rodung für eine Werkserweiterung zu protestieren. Eine Initiative namens „Tesla stoppen“ führt den Widerstand an, distanziert sich jedoch von dem Anschlag auf die Stromversorgung. Die Verantwortung für diesen Vorfall übernahm eine Gruppe, die sich „Vulkangruppe“ nennt. Die Vulkangruppe soll sich 2011 gegründet haben und wird vom Berliner Verfassungsschutz dem anarchistischen Spektrum zugeordnet. Sie wird für eine ganze Reihe von Brandanschlägen in Berlin und Brandenburg verantwortlich gemacht.

„Redwood“ soll Teslas Einstiegsstromer werden

Der kompakte Elektro-Crossover Tesla „Redwood“ soll der Einstiegsstromer des amerikanischen Automobilherstellers werden. Ein solches Auto könnte insbesondere gegen die Autos von BYD aus China antreten. Musk versprach erstmals im Jahr 2020 ein Auto für 25.000 Dollar (ca. 23.000 Euro) zu bauen, setzte diesen Plan aber später aus und belebte ihn dann wieder.

Musk erwähnte zuletzt im Mai vergangenen Jahres, dass Tesla an zwei neuen E-Autos arbeitet, mit einem potenziellen Gesamtabsatz von 5 Millionen Autos pro Jahr, so Musk in gewohnt unbescheidener Manier. Tesla plant schon länger, ein günstiges Robotaxi und ein Einstiegs-Elektroauto für 25.000 Dollar auf derselben Fahrzeugarchitektur zu bauen. Damit einhergehend offenbarte das Unternehmen auch schon Pläne, die Kosten seiner nächsten Fahrzeuggeneration zu halbieren, allerdings ohne einen Zeitrahmen für die Markteinführung anzugeben.

Quelle: Automobil-Industrie – Musk kündigt weitere Modelle für Grünheide an

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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