Tesla: Prüfung der Notfall-Türentriegelung eingeleitet

Tesla: Prüfung der Notfall-Türentriegelung eingeleitet
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Tesla

Maria Glaser
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  —  Lesedauer 2 min

Vor wenigen Tagen gab die US-Behörde für Autosicherheit Office of Defects Investigation (ODI) bekannt, dass sie Untersuchungen beim Tesla Model 3 eingeleitet hat. Einem Bericht von Reuters zufolge handelt es sich um die Notfall-Türentriegelung, bei der Bedenken bestehen, dass sie im Notfall möglicherweise nicht leicht zugänglich oder klar erkennbar ist. Der Prüfung liegt eine Mängelanzeige zugrunde, sie betrifft schätzungsweise über 179.000 Fahrzeuge des Modelljahres 2022.

Tesla verbaut vor allem elektronische Türverriegelungen, die über Knöpfe statt über herkömmliche mechanische Griffe geöffnet werden. Daher wurde eine manuelle Türentriegelung für Notfälle oder Stromausfälle eingebaut, jedoch seien die mechanischen Entriegelungen nicht durchgehend sichtbar, gekennzeichnet oder intuitiv zu finden, wie Reuters berichtet. Dies betreffe vor allem Passagiere auf den Rücksitzen. Im vergangenen Monat gab es in den USA in diesem Zusammenhang einen tragischen Unfall, bei dem alle fünf Insassen eines Model S im Fahrzeug eingeschlossen waren und ums Leben kamen. Tesla wurde verklagt, weil die Personen möglicherweise durch einen Konstruktionsfehler daran gehindert wurden, die Türen zu öffnen.

Ob diese Problematik nur Fahrzeuge betrifft, die in den USA produziert wurden, oder ob auch Fahrzeuge in Europa oder Deutschland betroffen sind, ist nicht bekannt. Ähnliche Untersuchungen von europäischen oder deutschen Behörden gibt es bislang allerdings nicht. In den Handbüchern des Tesla Model 3 ist beschrieben, wie die manuelle Türentriegelung bei Notfällen oder einem Stromausfall funktioniert.

Die Einleitung des Mängelverfahrens in den USA bedeutet nicht, dass ein Rückruf erfolgen muss. Es ist lediglich der erste Schritt in einem behördlichen Überprüfungsprozess, der zu weiteren Maßnahmen führen kann, wenn sicherheitsrelevante Mängel bestätigt werden. Erst im September wurde in den USA eine vorläufige Untersuchung der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA eingeleitet, die über 174.000 Fahrzeuge des Tesla Model Y betrifft. Dabei sind Berichte über fehlerhafte elektronische Türgriffe eingegangen. Außerdem gab es im Oktober einen Rückruf, der das Model 3 sowie das Model Y umfasst. Grund dafür waren die Schaltvorrichtungen der Batteriepacks mit sogenannten InTiCa-Zylinderspulen, die zu einem abrupten Leistungsverlust führten.

Quelle: Reuters – US auto safety agency probes Tesla Model 3 emergency door release

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Maria Glaser

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Aus dem geisteswissenschaftlichen Bereich kommend, verbindet Maria Glaser bei Elektroauto-News.net seit 2023 ihre Liebe zum Text mit fachlichen Inhalten. Seit ihrem Studium in Berlin und Wien arbeitet sie im Bereich Lektorat, Korrektorat und Content Writing, vor allem zu Mobilität.

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