Tesla Model Y: Der Restwertriese bis 2027

Tesla Model Y: Der Restwertriese bis 2027
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Patrick Solberg
Patrick Solberg
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So langsam kehrt etwas Ruhe auf dem Gebrauchtwagenmarkt ein. Die Preise sind noch immer hoch; doch erste Segmente locken mit sinkenden Preisen. Wagen wir mal einen Blick in die Zukunft: Wie entwickelt sich der Gebrauchtwagenmarkt bis zum Jahr 2027?

Seit 2010 liefern Focus Online und die Analysten von Bähr & Fess Forecast Restwertprognosen für die jeweils kommenden Jahre und küren die besten ihrer Klasse. Der durchschnittliche Wertverlust über alle Pkw-Klassen hinweg beträgt bei einer Jahresfahrleistung von 15.000 Kilometern im ersten Jahr nach der Neuzulassung 24,2 Prozent. In den folgenden Jahren sind es jeweils immer noch rund fünf bis sechs Prozent weniger. Doch die jüngsten Analysen ergaben, dass große Unterschiede zwischen einzelnen Marken und Modellen existieren.

Neben den relativen Restwertriesen gibt es auch die absoluten Restwertriesen. Heißt, wie viel Prozent vom ursprünglichen Listenpreis sind im Jahr 2027 noch vorhanden? Gewinner nach Prozent sind demnach die Modelle, die innerhalb von vier Jahren prozentual am meisten vom ursprünglichen Wert behalten haben. Sieger in Euro sind als absoluter Restwertriese die Neuwagentypen, die nach vier Jahren auf Euro gerechnet am wenigsten vom Neupreis verloren haben werden.

Mit einem prognostizierten Restwert von 64 Prozent des Neupreises nach vier Jahren erweist sich das Tesla Model Y als wertstabilstes Fahrzeug. Von 47.568 Euro Neupreis (Stand Juni 2023) verliert das Model Y laut Prognose bis zum Juni 2027 nur 17.020 Euro. Kein anderes Auto und schon gar kein Elektro-SUV der deutschen Premium-Konkurrenz kann da mithalten.

Auch bei anderen Elektromodellen fällt auf, dass die erwarteten Restwerte zum Teil enttäuschend gering sind. So verliert etwa der Smart EQ von 21.940 Euro nach vier Jahren 13.629 Euro an Wert – vom Neupreis bleiben magere 38 Prozent übrig. Mit mehr als 60 Prozent Werterhalt hingegen glänzt das Audi TT Coupé mit Benzinmotor. Kein Wunder, denn Audi stellt den Sportwagen noch in diesem Jahr ein. Keine Frage: Der TT wird einmal ein begehrter Klassiker.

Bei den SUV können Porsche Macan, Mercedes GLC oder Audi Q2 in den Prognosen ebenfalls mit mehr als 60 Prozent Restwert überzeugen. Bei den Kompaktmodellen bleibt beim absoluten Wertverlust in Euro die Marke Dacia wieder ganz vorne – die Modelle Dacia Sandero, Jogger und Duster erreichen jeweils den ersten Rang in ihren Segmenten. Beim Jogger liegt dabei nicht die Benziner-Variante an der Spitze, sondern die mit Autogasbetrieb.

Der Dieselantrieb ist auf dem absteigenden Ast. Doch Dieter Fess von Bähr & Fess Forecast betont: „Der Diesel wird in den oberen Fahrzeugsegmenten weiterhin eine wichtige Rolle spielen, da der Plug-in-Hybrid trotz steuerlichen Vorteils nicht den Komfort und die Wirtschaftlichkeit des Diesels erreicht. In den unteren bis mittleren Segmenten allerdings sind Diesel bei einigen Marken schon komplett entfallen (zum Beispiel bei Jeep) oder es gibt nur noch Basisdiesel (bei Ford oder Peugeot).“

Diverse Selbstzünder-Modelle schaffen es immerhin, in ihrem Segment bei den relativen und/oder absoluten Restwertriesen zu siegen oder zumindest unter den Top 3 zu landen: Audi Q7 45 TDI, Mercedes S-Klasse S 350d, der Audi A6 35 TDI als Limousine sowie bei den großen SUV der Toyota Land Cruiser, der SsangYong Rexton und der Hyundai Santa Fe. Auch der Mercedes GLC als Diesel-Hybrid hätte es eigentlich aufs Treppchen geschafft; das verhinderte jedoch eine kürzlich erfolgte Neupreiserhöhung des Modells.

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