Tesla erzielt bislang keine Einigung bei Übernahme von GM-Werk

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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Nachdem General Motors (GM) angekündigt hatte, dass man einige Fabriken schließen werde, gab Elon Musk zu verstehen, dass Tesla durchaus interessiert wäre, eines der GM-Werke zu übernehmen. Wie Mary Barra, CEO von General Motors, nun zu verstehen gab, hat man bislang keine Einigung erzielen können. Man werde sich nicht einig, da Tesla zwar wohl Interesse am Werk von GM habe, aber die dortigen Gewerkschaftsmitarbeiter nicht übernehmen möchte.

Eines der drei Montagewerke, die GM stilllegt, befindet sich in Ohio und Gouverneur Kasich drängte Tesla es zu kaufen. Barra bestätigte ihrerseits, dass man „Gespräche“ mit Tesla führe. Derzeit allerdings ohne konkretes Ergebnis. Da Tesla kein Interesse an der Übernahme von GM-Arbeitskräften zeigt, welche durch die UAW repräsentiert werden. Dies sei allerdings ein entscheidender Punkt für die Weiterführung der Verhandlungen.

Tesla hat schon einmal ein GM-Werk übernommen

Ob die Verhandlungen endgültig gescheitert sind, steht nicht fest. Vonseiten Tesla gibt es derzeit keinen Kommentar. Dabei könnte die Übernahme eines GM-Werks immer noch interessant sein. Denn auch das Fremont-Werk, welches bereits mehr als 10.000 Personen beschäftigt, war vor der Übernahme durch Tesla unter der Führung von General Motors, beziehungsweise  einem Jointventure von General Motors und Toyota namens New United Motor Manufacturing (NUMMI).

Das Unternehmen baute damals nach und nach die Belegschaft ab, darunter viele ehemalige NUMMI-Mitarbeiter, die UAW-Mitglieder waren, und jetzt, acht Jahre später, beschäftigt Tesla Fremont mehr Mitarbeiter als die ursprüngliche Fabrik und produziert Elektrofahrzeuge mit einer aktuellen Rate von über 300.000 Einheiten pro Jahr.

Dort wird man mit dem Serienanlauf des Model 3 sowie der fortlaufenden Produktion des Model X und Model S sicherlich an Kapazitätsgrenzen stoßen, vor allem, wenn die neuen Modelle Model Y, der E-LKW Tesla Semi sowie das Tesla Pick-Up als auch der Tesla Roadster Generation II anlaufen werden. Spätestens dann dürfte eine Ausweitung des Produktionsgeländes notwendig werden.

Betrachtet man Teslas Vergangenheit, dann war der Schritt, die bestehende Anlage zu erwerben, anstatt etwas von Grund auf neu zu bauen, ein wichtiger Baustein für den Erfolg des Unternehmens. Wer weiß, eventuell führt eine getrennte Betrachtung von Arbeitnehmerübergabe und GM-Werk zum Erfolg für Tesla und General Motors?

Quelle: electrek.co – Tesla is not going to buy GM factory because of union employees, says GM CEO

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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