Studie: Deutschland braucht deutlich mehr E-Autos

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Wolfgang Plank
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Der Trend in Sachen E-Mobilität zeigt nach oben. Und doch besteht zur Euphorie kein Anlass. Im Gegenteil: Mit dem Ziel der Ampel-Koalition von 15 Millionen Elektroautos bis 2030 wird das Klimaziel im Verkehr verpasst, heißt es bei Greenpeace. Es gebe eine Lücke von fünf Millionen E-Autos, zeigt eine Analyse des Wuppertal Instituts im Auftrag des Umweltverbandes. Das berichtet „zeit.de“ unter Berufung auf verschiedene Quellen.

Nötig seien demnach weitere Maßnahmen wie etwa ein Verbot von Neuzulassungen für Verbrenner ab 2025 sowie eine Reform der Kfz-Steuer, heißt es in der Studie. Auf den Verkehr seien 2020 mit etwa 146 Millionen Tonnen fast 20 Prozent aller CO2-Emissionen in Deutschland entfallen. Der Handlungsbedarf im Verkehr sei umso dringlicher, da es der Politik bisher nicht gelungen sei, die CO2-Emissionen im Verkehrssektor dauerhaft zu reduzieren.

In einem Vorwort zu der Studie schreibt Greenpeace-Verkehrsexperte Tobias Austrup, die Antriebswende sei beim Klimaschutz im Verkehr nicht die einzige, aber doch eine sehr relevante Stellschraube. Er wird mit den Worten zitiert: „Sie verspricht schnellere signifikante Emissionsreduktionen als die Mobilitätswende, also die Vermeidung und Verlagerung von Fahrten mit dem Pkw auf klimafreundliche Alternativen wie den öffentlichen Verkehr oder das Fahrrad.“ Der Autoverkehr verursache mit fast zwei Dritteln den überwiegenden Anteil der Verkehrsemissionen.

Das Klimaschutzgesetz nennt 2030 ein Sektorziel von höchstens 85 Millionen Tonnen CO2 im Verkehr – gegenüber 1990 entspricht das einer Minderung um knapp 50 Prozent. Bliebe der Anteil des Pkw-Verkehrs an den gesamten CO2-Emissionen des Straßenverkehrs in etwa konstant, müsste dieser bis zum Jahr 2030 auf etwa 52 Millionen Tonnen reduziert werden.

Selbst mit den von der Bundesregierung angestrebten 15 Millionen E-Autos würde der Pkw-Verkehr 2030 aber noch immer mehr als 64 Millionen Tonnen CO2 verursachen, heißt es bei Greenpeace. Die Folge: Um auf die geforderten 52 Millionen Tonnen pro Jahr zu kommen, müssten 2030 mindestens 20 Millionen E-Autos in Deutschland zugelassen sein. Derzeit sind nach Daten des Kraftfahrt-Bundesamts bei 48 Millionen Pkw aber lediglich rund 650.000 reine E-Autos auf deutschen Straßen unterwegs. Austrup fordert daher eine Neuzulassungssteuer für abgasintensive Pkw, einen höheren CO2-Preis, eine umfassende Reform der Dienstwagenbesteuerung – und ein Neuzulassungsverbot für Autos mit Benzin- und Dieselmotoren bereits ab 2025.

Quelle: zeit.de – Bei Elektroautos gibt es Fünf-Millionen-Lücke bis 2030

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Wolfgang Plank

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Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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