Stellantis mit Umsatzsprung und Expansionsplänen

Stellantis mit Umsatzsprung und Expansionsplänen
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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Stellantis hat im dritten Quartal 2025 deutliche Zuwächse verzeichnet, wie aus einer aktuellen Mitteilung hervorgeht. Der Konzern meldete einen Umsatz von 37,2 Milliarden Euro – ein Plus von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Wachstumstreiber waren vor allem Nordamerika, Europa sowie die Regionen Naher Osten und Afrika. Lediglich Südamerika zeigte einen leichten Rückgang. Insgesamt lieferte der Automobilhersteller 1,3 Millionen Autos aus, rund 152.000 mehr als im dritten Quartal 2024.

Besonders stark fiel das Plus in Nordamerika aus. Dort stiegen die Auslieferungen um 35 Prozent, nachdem sich die Lagerbestände wieder normalisiert hatten. Im Vorjahr hatte ein Programm zur Reduzierung der Händlerbestände die Produktion gebremst. CEO Antonio Filosa sprach von „anhaltend positiven Fortschritten und einer soliden Entwicklung im Jahresvergleich“. Man konzentriere sich weiterhin auf strategische Veränderungen, um profitables Wachstum langfristig abzusichern.

Ein wesentlicher Faktor für den Aufschwung ist die Produktoffensive. Bis Ende September wurden sechs der zehn für dieses Jahr angekündigten Modelle auf den Markt gebracht. Weitere folgen im letzten Quartal. Sie sollen den Kund:innen mehr Auswahl bei Antrieben und Karosserievarianten bieten.

Stellantis: USA im Fokus von Expansionsplänen

In den USA verzeichnete Stellantis im dritten Quartal einen Absatzanstieg von sechs Prozent. Besonders die Marken Jeep, Ram, Chrysler und Dodge legten zu und erreichten im September einen Marktanteil von 8,7 Prozent – den höchsten seit mehr als einem Jahr. Symbolisch für die Rückkehr klassischer US-Modelle steht der wieder eingeführte Ram 1500 mit V8-Motor.

Für besondere Aufmerksamkeit sorgte eine Ankündigung Mitte Oktober: Stellantis wird in den kommenden vier Jahren rund 11 Milliarden Euro in den Ausbau seiner Präsenz in den Vereinigten Staaten investieren. Es ist die größte US-Investition in der Geschichte des Konzerns. Das Programm umfasst die Entwicklung von fünf neuen Modellen sowie die Schaffung von über 5000 Arbeitsplätzen.

Das Werk in Belvidere (Illinois) wird wiedereröffnet und produziert künftig die neuen Jeep-Modelle Cherokee und Compass. In Toledo (Ohio) läuft ein Ram-Midsize-Truck vom Band, während in Detroit die nächste Generation des Dodge Durango entsteht. Das Werk in Warren (Michigan) soll ein neues großes SUV mit Range-Extender-Option herstellen. Ergänzend werden in Kokomo (Indiana) künftig Hybrid-Motoren und Range-Extender produziert.

Diese Investition soll die jährliche US-Produktion um 50 Prozent steigern und die Wettbewerbsfähigkeit der Marken stärken. Zusätzlich plant Stellantis bis 2029 die Überarbeitung von 19 bestehenden Modellen sowie die Modernisierung der Antriebsstränge in allen US-Werken.

Europa schwächelte vor allem in Frankreich und Europa

Auch in Europa zeigten sich positive Impulse. Modelle wie der Citroën C3, C3 Aircross, Opel/Vauxhall Frontera und Fiat Grande Panda stärkten die Position im volumenstarken B-Segment. Der Umsatz legte um vier Prozent zu, obwohl der Marktanteil leicht auf 15,4 Prozent fiel. Der Rückgang war vor allem auf schwächere Märkte in Frankreich und Italien zurückzuführen, wo Stellantis traditionell stark vertreten ist. Dennoch gelang es dem Unternehmen, die Produktion effizient anzupassen und neue Modelle rasch in die Fertigung zu integrieren.

Auch außerhalb der Kernregionen entwickelte sich das Geschäft stabil. In den Märkten Naher Osten und Afrika legten die Verkäufe spürbar zu, während Südamerika geringfügig nachgab. Die weltweiten Lagerbestände beliefen sich Ende September auf 1,25 Millionen Einheiten – rund 4 Prozent mehr als Mitte des Jahres.

Für das zweite Halbjahr 2025 bekräftigt der Konzern seine Finanzprognose. Erwartet wird eine weitere Verbesserung von Umsatz, operativer Marge und freiem Cashflow. Parallel überprüft Stellantis derzeit die Schätzverfahren für Garantieleistungen. Die daraus resultierenden Anpassungen könnten zu einmaligen Aufwendungen führen, die laut Unternehmen jedoch weitgehend außerhalb des bereinigten Ergebnisses bleiben sollen.

Quelle: Stellantis – Pressemitteilung

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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