Stellantis treibt Ausbau von Schnellladern bei Händlern voran

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Daniel Krenzer
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Bis Ende 2024 soll an offiziellen Händlerstandorten von Stellantis-Marken in ganz Europa ein Netzwerk von Schnelllade-Stationen (mehr als 50 kW) installiert werden, heißt es in einer Pressemitteilung der Gruppe. Die Ladestationen werden demnach unter Co-Branding mit Free2move Charge geführt. „Dies ist das umfassende Ökosystem, das den Lade- und Energiebedarf von Elektrofahrzeugen überall und jederzeit erfüllt. Ganz gemäß des ,e-ABC‘-Versprechens: easy to Always Be Charged – also des Versprechens, jederzeit problemlos ein aufgeladenes Auto zu haben“, schreibt Stellantis.

Angesichts der steigenden Nachfrage nach schnellen und zuverlässigen öffentlichen Lademöglichkeiten erweitert Stellantis den Schnelllade-Zugang für seine Kundinnen und Kunden von Elektroautos und alle anderen Elektrofahrzeug-Fahrerinnen und -Fahrer unabhängig von der Marke. Dabei arbeitet das Unternehmen mit zwei wichtigen Partnern zusammen: mit dem Stellantis-Händlernetzwerk, das die Standorte bereitstellen wird, und mit etablierten Ladepunkt-Betreibern (Charge Point Operator, CPO). Die CPOs werden in die Ladestationen investieren, diese entwickeln und betreiben.

„Da Kundenkomfort und einfache Ladevorgänge im Vordergrund stehen, wird jeder Standort mit mehreren Schnelllade-Stationen ausgestattet, sodass die Handelspartner ein nahtloses, erstklassiges Ladeerlebnis bieten können“, heißt es weiterhin. Die Händler sollen ihrerseits von einer erhöhten Sichtbarkeit und mehr Publikums-Verkehr profitieren. So könnten sie ihren treuen Kundinnen und Kunden neue Dienstleistungen anbieten und gleichzeitig neue Elektro-Kundinnen und Kunden gewinnen.

Fahrerinnen und Fahrer von Elektroautos der Stellantis-Marken erhalten über die Free2move Charge Go-App Zugang zu vergünstigten Ladetarifen. Sie können so das öffentliche Laden testen und sich darüber informieren, während sie gleichzeitig das Elektroauto-Ökosystem entdecken.

Ricardo Stamatti, Stellantis Senior Vice President of Global Charging & Energy, sagt: „Dieses Projekt stellt eine synergetische Partnerschaft zwischen Free2move Charge Europe unter der Leitung von Magdalena Jablonska, unserem erstklassigen europäischen Händlerteam, unserem herausragenden Händlernetzwerk und den wichtigsten CPO-Partnern dar. Alle Beteiligten vereint ein Ziel: Die Erfüllung der Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden im Bereich Schnellladen. Ein viergleisiger Ansatz, der unseren Kundinnen und Kunden überall dort ein nahtloses, zugängliches und wertvolles Ladeerlebnis bietet, wo sie es benötigen.“

Ziel: Bis 2030 in Europa nur noch elektrisch

Die Präsidenten der europäischen Händlerverbände der Stellantis-Marken (darunter Opel) sehen den Ansatz und die Win-Win-Strategie positiv: „Das auf einem Drittanbieter-Geschäftsmodell basierende Programm wird es den identifizierten Händlern ermöglichen, ohne Investitionen in das Programm einzusteigen und gleichzeitig potenzielle neue Kundinnen und Kunden für Elektrofahrzeuge durch das Angebot neuer Dienste mit echtem Mehrwert zu gewinnen und so zu einem wichtigen Anziehungspunkt für die wachsende Elektrofahrzeug-Community zu werden.“

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur und die Bereitstellung von Elektromobilität für alle Kundinnen und Kunden von Stellantis seien für das Unternehmen von entscheidender Bedeutung, um den Strategieplan „Dare Forward 2030” voranzutreiben. Dessen Ziel ist es, bis 2030 in Europa einen Anteil von reinen Elektroautos von 100 Prozent (Pkw) und in den USA von 50 Prozent (Pkw und leichte Nutzfahrzeuge) zu erreichen. „Stellantis ist auf dem besten Weg, bis 2038 ein Unternehmen mit Netto-Null-CO2-Emissionen zu werden, heißt es zudem in der Mitteilung.

Quelle: Stellantis – Pressemitteilung vom 4. Dezember 2023

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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