Stellantis und CEA wollen günstige E-Auto-Batterien entwickeln

Stellantis und CEA wollen günstige E-Auto-Batterien entwickeln
Copyright:

Stellantis

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Stellantis und die Forschungseinrichtung CEA haben eine auf fünf Jahre ausgelegte Zusammenarbeit zur Entwicklung von Batteriezellen der nächsten Generation für Elektroautos angekündigt. Das gemeinsame Forschungsprogramm umfasse die Entwicklung moderner Zellen mit höherer Leistung, längerer Lebensdauer und einem niedrigeren CO2-Fußabdruck zu einem wettbewerbsfähigen Preis, um so zukünftig erschwingliche und nachhaltige batterieelektrische Fahrzeuge zu ermöglichen, so der 14-Marken-Konzern Stellantis in einer aktuellen Mitteilung.

Wir wissen, dass die Batterietechnologie vor einem Wandel steht. Zwar sind wir noch nicht 100-prozentig sicher, wie dieser Wandel aussehen wird. Klar ist aber, dass wir zu den Vorreitern dieser Transformation gehören wollen“, sagt Ned Curic, Chief Engineering and Technology Officer bei Stellantis. Intern analysiere der Konzern „rund um die Uhr mehrere Optionen“ und untersuche unterschiedliche Technologien. „Gleichzeitig kooperieren wir eng mit Tech-Startups, Laboren, Universitäten und den renommiertesten Forschungseinrichtungen der Welt wie der CEA zusammen“, so Curic weiter.

Stellantis ist demnach überzeugt, „dass die Zusammenarbeit mit der CEA schneller zu einem Durchbruch bei disruptiven Batteriezell-Technologien führen wird. Damit können wir unser zentrales Ziel erreichen und unseren Kundinnen und Kunden eine saubere, sichere und erschwingliche Mobilität anbieten“.

Mit seiner Energieabteilung biete CEA fortschrittliche Innovationen zur Dekarbonisierung. Erstes Ziel von CEA als Forschungs- und Technologie-Organisation sei es, die Industrie durch Innovationen und technologische Durchbrüche zu unterstützen und den Partnern so Marktdifferenzierung und Wettbewerbsvorteile zu ermöglichen.

Wir bei CEA sind stolz darauf, Stellantis im Rahmen unserer globalen Partnerschaft mit einem ehrgeizigen, mehrjährigen F&E-Programm für Batteriezellen zu unterstützen. Dieses spannende Projekt nutzt die mehr als 25-jährige Erfahrung von CEA im Bereich Lithium-Ionen-Batterien optimal und kommt einem der wichtigsten Automobilakteure im Wettrennen um die Elektromobilität zugute“, sagt Philippe Stohr, Leiter der Energieabteilung von CEA. Die Herausforderung bestehe darin, „Design und Herstellung zu beschleunigen und ein tiefes Verständnis der fortschrittlichsten Zelltechnologien zu ermöglichen, indem wir unser Fachwissen, unsere Fähigkeiten und unsere Vision teilen“.

Ziel des Projekts: Erschwingliche Batterien und somit günstigere Elektroautos

Ziel des gemeinsamen Batteriezellenprogramms ist es Stellantis zufolge, erschwingliche, mit branchenführenden Technologien ausgestattete Batterien für Elektroautos der nächsten Generation für Stellantis und seine Batteriefabriken bereitzustellen, die in Joint Ventures betrieben werden.

Das Entwicklungsprogramm für Batteriezellen erweitert die seit 20 Jahren kontinuierlich laufende dynamische Zusammenarbeit mit der CEA. Weitere Themen der gemeinsamen Forschung sind Untersuchungen in Bezug auf disruptive Zellchemien und den CO2-Fußabdruck, die Batteriemodellierung, die Entwicklung von Brennstoffzellen, die Lebenszyklusanalyse und Konnektivität.

Diese Zusammenarbeit ist das jüngste Beispiel für die fortlaufenden Bestrebungen von Stellantis, die Ziele des Strategieplans „Dare Forward 2030“ umzusetzen. Stellantis ist laut eigener Aussage auf dem besten Weg, bis 2038 über alle Scopes hinweg das Ziel von Netto-Null-CO2-Emissionen zu erreichen. Verbleibende Emissionen im einstelligen Prozentbereich sollen kompensiert werden.

Quelle: Stellantis – Pressemitteilung vom 03.07.2024

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Batterieentwicklung

Geely will Feststoffbatterie 2027 in Serie bringen

Geely will Feststoffbatterie 2027 in Serie bringen

Sebastian Henßler  —  

Geely will ab 2027 Feststoffbatterien in Serienfahrzeugen einsetzen und stellt für das Topmodell Reichweiten von über 1000 Kilometern in Aussicht.

Warum Hitze E-Auto-Batterien kaum etwas anhaben kann

Warum Hitze E-Auto-Batterien kaum etwas anhaben kann

Sebastian Henßler  —  

Kritisch für die Batteriesicherheit wird es laut Webasto erst deutlich über 100 Grad Celsius, während Hitze der Leistungsfähigkeit kaum etwas anhaben kann.

Lithium aus Deutschland: Neptune startet nächste Pilotphase in der Altmark

Lithium aus Deutschland: Neptune startet nächste Pilotphase in der Altmark

Daniel Krenzer  —  

Neptune Energy startet die zweite Pilotphase für Lithium aus der Altmark. Ab 2030 könnten bis zu 25.000 Tonnen LCE pro Jahr gefördert werden.

Samsung SDI übernimmt GM-Anteile am US-Batteriewerk

Samsung SDI übernimmt GM-Anteile am US-Batteriewerk

Sebastian Henßler  —  

Trotz des Ausstiegs aus der gemeinsamen Fertigung entwickeln Samsung SDI und GM künftig gemeinsam neue prismatische Batteriezellen.

Reparieren statt wegwerfen: TU Graz entwirft Design-Regeln für E-Auto-Batterien

Reparieren statt wegwerfen: TU Graz entwirft Design-Regeln für E-Auto-Batterien

Tobias Stahl  —  

Forschende der TU Graz haben neue Gestaltungskonzepte für E-Auto-Batterien untersucht. Die Energiespeicher sollen sicherer, nachhaltiger und günstiger werden.

CATL und BYD bei Festkörperbatterien mit gleichem Zeitplan

CATL und BYD bei Festkörperbatterien mit gleichem Zeitplan

Daniel Krenzer  —  

Die chinesischen Hersteller wollen ab 2027 erste Festkörperbatterien produzieren. Für E-Autos dürfte die Technik aber zunächst eine Nischenlösung bleiben.

Wie in Aachen die europäische Batterieindustrie verteidigt wird

Wie in Aachen die europäische Batterieindustrie verteidigt wird

Daniel Krenzer  —  

Die RWTH Aachen arbeitet an effizienterer Batterieproduktion, Digitalisierung und Recycling. So soll Europa gegenüber Asien wieder Boden gutmachen.