Stellantis beschleunigt Produktion von Wasserstoff-NFZ

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Michael Neißendorfer
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Stellantis CEO Carlos Tavares hat anlässlich seines Besuchs im Werk Hordain in der französischen Region Hauts-de-France die Serienproduktion für leichte Nutzfahrzeuge von Peugeot, Citroën und Opel in wasserstoffbetriebener Version mit Brennstoffzelle angekündigt. Die wasserstoffbetriebenen Fahrzeuge werden auf der Multi-Energy-Linie des Standorts montiert, an dem schon jetzt täglich Versionen mit Elektro- und Verbrennungsmotor des sogenannten „K-Null“ produziert werden. Konkret handelt es sich um die Modelle Peugeot Expert, Citroën Jumpy und Opel Vivaro.

Die Plattform der Brennstoffzellenmodelle werde im Karosseriebau adaptiert, bevor die Fahrzeuge die klassischen Schritte der Lackierung und Montage auf der gleichen Produktionslinie wie Verbrenner- und Elektrofahrzeuge durchlaufen. Anschließend kommen sie in eine neue 8000 Quadratmeter große Anlage, die vollständig deren Endfertigung gewidmet ist.

Ein spezielles Team werde den Wasserstofftank, die zusätzlichen Batterien und die Brennstoffzelle auf einer Fertigungslinie im Werk von Hordain einbauen. Dadurch halbiere sich die Zeit der Modellanpassung im Vergleich zum früheren Kleinserienverfahren, bei dem die Montage der Brennstoffzelle im Rahmen einer Pilotproduktion in Rüsselsheim erfolgte.

Die Serienproduktion der Wasserstoff-Version für leichte Nutzfahrzeuge, die eine Investition von zehn Millionen Euro und finanzielle Unterstützung durch den französischen Staat vorsieht, sei ein neuer Meilenstein für das Werk Hordain, dessen Produktion für die Marken Peugeot, Citroën, Opel, Vauxhall, Fiat und Toyota bereits jetzt zu mehr als 40 Prozent aus emissionsfreien Elektroversionen besteht.

Ich bin sehr stolz auf die Arbeit des Managements und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an unserem Standort Hordain. Sie haben dazu beigetragen, ihr Werk zum ersten weltweit zu machen, das dank der Flexibilität unseres Produktionssystems drei Antriebsarten vereint“, erklärte Tavares bei seinem Besuch in dem Werk.

Die Fahrzeuge „K-Null“ mit Brennstoffzelle sind auf die Bedürfnisse der gewerblichen Nutzer ausgerichtet, die lokal emissionsfreie Lösungen mit einer hohen Reichweite (400 Kilometer), einer schnellstmöglichen Betankungszeit (3 Minuten) und unveränderter Ladekapazität (1000 Kilogramm Nutzlast) benötigen.

Ab 2024 soll Standort über eine Produktionskapazität von 5000 Fahrzeugen pro Jahr verfügen – das bekräftigt den Ehrgeiz von Stellantis, der erste Serienhersteller von wasserstoffbetriebenen Nutzfahrzeugen zu werden.

Quelle: Stellantis – Pressemitteilung vom 27.10.2022

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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