Stellantis bereitet Trémery-Metz-Werke für die E-Mobilität vor

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Michael Neißendorfer
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Bei einem Besuch in den Trémery-Metz-Werken in Frankreich hob Carlos Tavares, CEO des Autokonzerns Stellantis, die Transformation in den beiden Standorten als Beweis für die Fortschritte des Unternehmens bei seinen Elektrifizierungsambitionen hervor. Ab 2030 will Stellantis in Europa laut seinem Strategieplan Dare Forward nur noch rein elektrische Pkw verkaufen. Dafür hat das Unternehmen seit 2018 gut 2 Milliarden Euro in seine französischen Produktionsstätten investiert.

Die Upgrades in Trémery-Metz sollen die Kompetenz von Stellantis in der Herstellung von Antriebssträngen für batterieelektrische, Plug-in-Hybrid- (PHEV) und Hybridfahrzeugen stärken. „Trémery-Metz ist ein Paradebeispiel dafür, wie wir unsere Fertigung sowohl in Frankreich als auch in unseren anderen Standorten weltweit umbauen“, sagte Carlos Tavares, CEO von Stellantis. „Wir haben jetzt eine neue globale Wertschöpfungskette mit vertrauenswürdigen Partnern geschaffen, darunter fünf Gigafabriken, um unsere globale E-Auto-Batteriestrategie zu unterstützen und unsere Dare Forward 2030-Ziele voranzutreiben.“

Durch Investitionen in zwei wichtige Joint Ventures in Trémery-Metz hat Stellantis eine vertikale Integrationsstrategie umgesetzt, die die Kontrolle über die globale Elektrifizierungs-Wertschöpfungskette erhöhen soll:

Emotors, ein 50/50-Joint Venture mit der Nidec Leroy-Somer Holding, will in diesem Jahr im Werk Trémery mit der Produktion eines modernen Sortiments an Elektromotoren beginnen. Ein symbolträchtiger Ort: Trémery war einst das weltweit größte Werk für die Produktion von Dieselmotoren und wird jetzt die ersten Anlage von Stellantis zur Herstellung von Elektromotoren. Mit Unterstützung von bisher 93 Millionen Euro an Investitionen zielt Emotors darauf ab, das Elektrifizierungswachstum von Stellantis voranzutreiben und gleichzeitig die Bedürfnisse anderer Automobilhersteller zu erfüllen. Das Joint Venture hat eine geplante Kapazität von mehr als 1 Million Motoren pro Jahr ab 2024.

Der M3 von Emotors soll der erste E-Motor sein, der im gemeinsamen Portfolio mit Stellantis auf den Markt kommt. Der M3 soll ein kostengünstiges und effizientes elektrisches Antriebssystem darstellen, das für den Betrieb mit 400 Volt und eine Leistung von 115 kW ausgelegt ist. Der Motor soll Ende 2022 in einem Stellantis E-Auto debütieren.

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Stellantis

e-Transmissions, ein 50/50-Joint Venture mit Punch Powertrain, das bisher durch Investitionen in Höhe von 57 Millionen Euro unterstützt wird, konzentriert sich auf die Herstellung der zukünftigen Generation elektrifizierter Doppelkupplungsgetriebe (eDCT) im Metz-Werk von Stellantis. Das Werk Metz, bekannt für sein Know-how in der Getriebeproduktion, wird voraussichtlich seine jährliche Produktionskapazität bis 2024 auf etwa 600.000 eDCT-Getriebe für das Hybridportfolio von Stellantis erhöhen. Das eDCT soll ab 2023 mit zwei Elektrifizierungsstufen, 48 Volt und 320 Volt, erhältlich sein und kann somit für Hybrid- als auch Plug-in-Hybrid-Autos verwendet werden.

Trémery-Metz vereint den Standort Trémery, der sich auf die Herstellung von Motoren und E-Antriebssträngen spezialisiert hat, und den Standort Metz, der sich der Herstellung von Fünf- und Sechsgang-Schaltgetrieben widmet. Trémery-Metz liegt im Herzen Europas und ist seit mehr als 45 Jahren an der Mosel verwurzelt. Die ideale geografische Lage und die unmittelbare Nähe zu Autobahnen ermöglichen es Trémery-Metz, täglich Tausende von Motoren und Getrieben auf dem ganzen Kontinent auf die Reise zu schicken.

Quelle: Stellantis – Pressemitteilung vom 29.06.2022

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Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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