Softwarefehler: Audi muss gut 1700 e-tron GT zurückrufen

Softwarefehler: Audi muss gut 1700 e-tron GT zurückrufen
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Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Audi hat eine Rückrufaktion für die Elektro-Sportlimousine e-tron GT gestartet. Bei den zwischen dem 20. November 2020 bis 20. April 2021 gebauten frühen Modellen könnte ein Softwarefehler zum Ausfall des Antriebs führen. Die Stückzahlen sind überschaubar: In Deutschland sind gut 550 Fahrzeuge betroffen, weltweit sind es etwa 1730 Stück. Zur Behebung des Problems erfolge in der Werkstatt unter dem internen Code ‚93L3’ ein Software-Update des Antriebssteuergeräts.

Eine ähnliche Aktion musste Porsche ab vergangenem April bei seinem Elektro-Sportwagen Taycan durchführen und insgesamt gut 43.000 Fahrzeuge in die Werkstätten beordern. Dass nun auch Audi betroffen ist, verwundert kaum, schließlich teilen sich die beiden Konzernschwestern bei ihren Elektro-Flaggschiffen die J1 genannte E-Auto-Plattform. Der Porsche Taycan und dessen Kombi-Variante Taycan Cross Turismo werden seit Ende 2019 bzw. Frühjahr 2021 ausgeliefert. Audi liefert den e-tron GT seit Mai in Deutschland aus.

Tritt der Softwarefehler auf, schaltet das Fahrzeug unvermittelt und ohne konkreten Anlass oder Vorwarnung in den Notmodus, berichten Betroffene. Der Elektro-Porsche bleibt dann zwar lenk- und bremsbar, beschleunigt jedoch nicht mehr und rollt einfach aus. Dieses Problem sei bei 0,3 Prozent aller Exemplare des Taycan sowie dessen Kombi-Variante Taycan Cross Turismo aufgetreten, also bei etwa 130 Fahrzeugen. Zu Unfällen oder Verletzungen ist in diesem Zusammenhang nichts bekannt.

Dem Portal Ecomento zufolge habe bei Audi noch kein Kunde einen ähnlichen Vorfall reklamiert, der Rückruf erfolge rein „prophylaktisch“ für die früh gebauten Modelle des e-tron GT. Alle nach dem 20. April gebauten Modelle haben demnach den aktuellen Softwarestand „in der Mehrzahl bereits ab Werk“ aufgespielt.

Zwar können der Porsche Taycan und der Audi e-tron GT ihre Updates auch „Over-the-Air“ erhalten, also per Mobilfunkverbindung. In diesem Fall allerdings sei dies nicht möglich. Für den Taycan sprach Porsche von etwa einer Stunde Aufwand, bis das Softwareupdate in der Werkstatt auf beide Hauptsteuergeräte für die E-Motoren vorne und hinten abgeschlossen werden kann. Der Bild-Zeitung zufolge stammen die als recht teures Bauteil geltenden Steuergeräte von einem Zulieferer.

Quelle: Auto Service Praxis – Audi-Rückrufe: Fehlerhafte Airbagauslösung und möglicher Antriebsausfall / Ecomento – Rückruf für Audi e-tron GT wegen Softwarefehler

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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