Mit der Übernahme von evpass wird Shell in der Schweiz der größte Ladenetzanbieter. Das vermeldet die Shell (Switzerland) AG in einer Pressemitteilung. Demnach hat Shell eine Vereinbarung zur vollständigen Übernahme des Aktienkapitals und der Aktivitäten von evpass, dem bislang größten Netz von Ladestationen für Elektrofahrzeuge in der Schweiz, abgeschlossen. Die im 2016 von Green Motion gegründete Firma befand sich laut Pressemitteilung bisher im Besitz von Eaton, FMV (Forces Motrices Valaisannes) und dem Energieversorger AEW. „Damit baut Shell seine Position für EV-Ladelösungen weiter aus und ermöglicht Kunden den Zugang zum größten Netz öffentlicher Ladestationen in der Schweiz“, heißt es in der Mitteilung.
evpass sei schweizweit in allen Kantonen und in 33 Prozent der Gemeinden zugänglich. „Das umfangreichste Netz von öffentlichen EV-Ladestationen, das über eigene Netz- und Roamingverträge Zugang zu seinen 3000 Ladepunkten bietet, ergänzt das Shell E-Mobilitätsangebot, zu dem auch Shell Recharge und ubitricity gehören“, wird in der Mitteilung ausgeführt. Etwa ein Drittel des Netzwerks gehöre evpass. “Der Umstieg auf ein E-Auto ist für viele daran geknüpft, ausreichende Lademöglichkeiten zu finden. Wir wollen die Mobilitätswende vorantreiben, indem wir es den Menschen einfach machen, den Schritt zu klimafreundlicher Mobilität zu vollziehen. Diese Akquisition ist ein wichtiger Baustein dafür und ein weiterer Ausdruck unseres Willens, bis 2050 ein Energieunternehmen mit Netto Null Emissionen zu werden,“ wird Hasan Haybat, Leiter des Schweizer Tankstellengeschäfts von Shell, zitiert.
Der Verwaltungsrat von evpass sei überzeugt, dass mit dem neuen strategischen Investor, die nächste Entwicklungsphase erfolgreich verlaufen wird. Shell in der Schweiz profitiere von der Bekanntheit von evpass und seinen 50.000 Abonnenten.
„Als Gründer von evpass bin ich sicher, dass Shell, als bedeutender globaler Energieakteur, der beste Investor ist, um das Wachstum des grössten Ladenetzes der Schweiz zu gewährleisten und meine ursprüngliche Vision einer verantwortungsvollen und umweltfreundlichen individuellen Mobilität fortzusetzen.“ – François Randin, CEO von evpass
Shell habe sich zum Ziel gesetzt, bis 2025 weltweit mehr als 500.000 Ladepunkte und bis 2030 mehr als 2,5 Millionen Ladepunkte zu betreiben. In Europa biete Shell Recharge über sein öffentliches Netz und Roaming-Vereinbarungen bereits Zugang zu einem Netz von rund 300.000 öffentlichen Ladepunkten.
Quelle: Shell – Pressemitteilung
Das ist gut für Shell, die geben sich wirklich Mühe, den Anschluss zu schnappen. Man braucht aber leider bei Shell Recharge unbedingt eine Ladekarte – das finde ich altbacken – denn heutzutage muss das auch per App funktionieren.
Ich will mich nicht mit Ladekarten abplagen, wenn ich verreise, ich will nur das Smartphone dabei haben und alles damit erledigen können, so vergesse ich nichts und muss mich um nichts kümmern – nur so funktioniert langfristig das einfachste Ladevergnügen, auch wenn man unterwegs spontan nachladen muss.
Swisscharge, Agrola, TCS machen das viel besser! Da gibt es jeweils eine kostenlose App ohne nötige Abos und Ladekarten – man kann eine solche natürlich bestellen, wenn man will – aber es geht auch wunderbar per App an jeder Ladestation in der Schweiz, die nicht in Privatbesitz (Tesla/ZVolt/Fastned/&Charge) ist oder einem Privaten Anbieter (meistens kleine regionale Werke) gehört.
Mit Swisscharge, Agrola und TCS kann man übrigens auch an allen Shell (evpass) und vielen weiteren Stationen (Ionity/Gofast/MOVE/ChargeOne usw.) per App supereinfach seine E-Karre wieder aufladen – mein Gratistipp für alle Schweizer!
Die Swisscharge-App funktioniert übrigens auch sehr gut in ganz Europa – ohne jegliche Angst, irgendwo mal nicht bezahlen zu können – zwar viel weniger dicht als in der Schweiz, aber in Notfall vielleicht entscheidend.