Renault-Chefdesigner: „Der R5 war ein No Brainer“

Renault-Chefdesigner: „Der R5 war ein No Brainer“
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Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 2 min

Laurens van den Acker leitet das Design der großen „Renaulution“, die Renault-Konzernchef Luca de Meo vor gut drei Jahren ausgerufen hat. Die ist vor allem elektrisch, bis Ende 2025 wollen die drei Konzernmarken Renault, Dacia und Alpine sieben neue E-Modelle auf den Markt bringen, ab 2030 soll die gesamte Konzernpalette vollelektrisch sein. Als Konzern-Designchef hat van den Acker einen entscheidenden Anteil daran, ob diese Revolution gelingt.

Auf dem Automobilsalon in Paris sprach das Fachblatt Edison mit dem Niederländer. „Schon ungewöhnlich“ nannte van den Acker die gleich sieben Modelle und Konzeptautos, die der Konzern in Paris gezeigt hat. Konzernchef de Meo „wollte alles gleichzeitig“, daher seien in Paris so viele Neuigkeiten zu sehen gewesen. Auch das Retro-Design von Renault 4 und Renault 5 gehe auf den Konzernchef zurück, er habe nach einer „Verbindung zu den glorreichen Zeiten von Renault in den 1970- und 1980-er Jahren“ verlangt.

Der R5 war da für ihn ein No Brainer, eine klare Sache“, so van den Acker, da er Emotionen wecke, „die man mit einem komplett neuen Auto niemals erzielen könnte.“ Eine glückliche Fügung sei gewesen, dass das Design des ursprünglichen R5 mit seinen kurzen Überhängen auch sehr gut zu Renaults E-Auto-Plattform mit deren langem Radstand gepasst habe. Der Chefdesigner sagt, er hätte viele positive Reaktionen auf den neuen Renault 5 bekommen, wonach Kunden „das Auto spontan kaufen“ wollten, „ganz egal, was es für einen Antrieb hat“. Das zeige „die Stärke des Konzepts.“

Eine der größeren Herausforderungen sei gewesen, den Preis für die Autos so zu drücken, „dass sie trotz Elektroantrieb für jedermann erschwinglich sind. Denn nur so können wir die Menschen auch zum Kauf des Autos verführen“. Ob das gelingt angesichts von Preisen ab 24.900 Euro für den R5 und laut Gerüchten knapp unter 30.000 Euro für den etwas größeren R4, werden die kommenden Monate zeigen.

Neben der Brücke in die Vergangenheit mit R4, R5 und Twingo, den „Legendary Icons“, gebe es aber auch Konzepte, die den Weg in die Zukunft weisen sollen, die „Future Icons“, allen voran das futuristische Konzeptfahrzeug Emblème. Dessen progressive Linie sei wichtig für das Gleichgewicht im Portfolio, „sonst landet man in einer Einbahnstraße, aus der man nicht mehr rauskommt“, so der Niederländer.

Quelle: Edison – „Wir müssen die Menschen zum Kauf verführen“

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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