E-Lkw-Hersteller Ree aus Israel will Kosten mehr als halbieren

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Daniel Krenzer
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Ree Automotive, Entwickler von softwaredefinierten Fahrzeugtechnologielösungen (SDV) aus Israel, hat in einer Pressemitteilung bekanntgegeben, dass es in allen Geschäftsbereichen Kostensenkungen umgesetzt habe, um seine Kostenstruktur zu straffen und seine finanziellen Spielräume auszudehnen. Der Anbieter von E-Lkw mit modularer Plattform will damit offenbar langfristig das eigene Überleben sichern.

„Das Unternehmen will seine Ressourcen auf die SDV-Technologie konzentrieren, seine Organisationsstruktur verbessern und die betriebliche Effizienz kurzfristig steigern, während es gleichzeitig das langfristige Wachstum durch eine Anpassung der Belegschaft in den USA, Israel und Großbritannien unterstützt“, heißt es in der Mitteilung. Die Kosteneinsparungsmaßnahmen sollen die Betriebsausgaben von durchschnittlich etwa sechs Millionen US-Dollar (5,2 Millionen Euro) pro Monat auf durchschnittlich etwa 2,7 Millionen US-Dollar (2,3 Millionen Euro) pro Monat bis zum Jahresende senken. Mit diesen Maßnahmen will das Unternehmen seine Liquiditätsreichweite über zwölf Monate hinaus verlängern. Die erwarteten Einsparungen werden der Mitteilung zufolge teilweise durch eine einmalige Belastung in Höhe von etwa 2,1 Millionen US-Dollar (1,8 Millionen Euro) im Zusammenhang mit dem Personalabbauplan ausgeglichen.

„Schwierig, aber notwendig“

„Wir ergreifen sofortige Maßnahmen zur Stabilisierung des Betriebs, um Ree langfristig als nachhaltiges Unternehmen zu positionieren“, sagte Daniel Barel, Geschäftsführer und Mitbegründer von Ree Automotive. Weiterhin führte er aus: „Diese Maßnahmen sind zwar schwierig, aber notwendig, um den volatilen globalen makroökonomischen Bedingungen zu begegnen. Sie ermöglichen es uns, unsere Ressourcen auf unseren starken technologischen Kern zu konzentrieren, indem wir unsere Kernkompetenzen in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie Engineering aufrechterhalten. Damit wolle man sicherstellen, sich weiterhin auf Innovation und Wertschöpfung durch die „talentierten Mitarbeiter“ konzentrieren können.

„Wir werden zu einem schlankeren Unternehmen, das sich auch auf die Weiterentwicklung unserer Lizenz- und Partnerschaftsmodelle für unsere SDV-Technologie konzentrieren wird, während wir unsere Kernkompetenzen in der Produktion für den richtigen Zeitpunkt aufrechterhalten. Wir sind von den Chancen, die wir für die Zukunft sehen, sehr ermutigt und freuen uns darauf, die Entwicklung unserer Softwareprodukte voranzutreiben und gleichzeitig Wert für unsere Aktionäre zu schaffen“, schreibt Barel außerdem.

Quelle: Ree – Pressemitteilung vom 9. Juni 2025

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Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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