Produktionsstart für den Ford F-150 Lightning

Cover Image for Produktionsstart für den Ford F-150 Lightning
Copyright ©

Ford

Iris Martinz
Iris Martinz
  —  Lesedauer 3 min

Mehrfach angekündigt und mit Spannung erwartet: im amerikanischen Rouge Electric Vehicle Center in Michigan startet die Produktion des Ford F-150 Lightning. Der smarteste und innovativste Pick-up, den Ford jemals gebaut hat, erschließt Ford völlig neue Käuferschichten. Drei von vier Reservierungen kommen von Interessenten, die bisher keine Autos von Ford gefahren sind. Der F-150 Lightning wird vor allem für seine bi-direktionale Lademöglichkeit geschätzt, mit der im Falle von Stromausfällen Häuser oder andere E-Fahrzeuge mit Strom versorgt werden können. Der Startpreis des F-150 Lightning ist mit weniger als 40.000 US-Dollar (etwa 36.000 Euro) außerdem äußerst attraktiv.

Heute feiern wir im Rouge Electric Vehicle Center den Model-T-Moment des 21. Jahrhunderts„, erklärt Bill Ford in Anspielung an den Beginn der Massenproduktion Anfang des 20. Jahrhunderts, die am selben Standort stattgefunden hat. Aufgrund der unerwartet hohen Nachfrage – bisher sind bereits 200.000 Reservierungen eingegangen – musste der Produktionsstandort sogar erweitert werden, sodass ab 2023 jährlich 150.000 F-150 Lighnings vom Band laufen können. Dafür wurden 950 Millionen US-Dollar (855 Millionen Euro) investiert und 750 neue Arbeitsplätze geschaffen. Für die Produktion des F-150 Lighining allein wurden daher bis jetzt mehr als 1 Milliarde US-Dollar (900 Millionen Euro) in die Hand genommen. 1.700 Mitarbeiter an fünf Ford Standorten bauen Elektromotoren, elektrische Getriebe, Batterien und das Auto selbst. Dabei ist die Produktion genauso innovativ wie das Fahrzeug selbst: statt der üblichen Laufbänder kommen Roboter zum Einsatz, die jedes Fahrzeug autonom zwischen den Montagestationen bewegen. Das ermögliche eine höhere Flexibilität für Produktionsspitzen, Qualitätskontrolle und Produktindividualisierung. Außerdem arbeiten sogenannte „Cobots“ (collaborative robots) mit den Menschen Seite an Seite, vor allem dort, wo Hebeleistungen zu erbringen sind.

Und das sei erst der Anfang. „Der F-150 Lightning ist der Startpunkt für unser Ziel, die technologische Führerschaft für digitale, elektrifizierte Fahrzeuge zu erreichen. Amerikas Transformation zu elektrischen Fahrzeugen startet genau jetzt,“ freut sich Ford Präsident und CEO Jim Farley. Bis 2026 will Ford jährlich 2 Millionen E-Autos ausliefern, etwa ein Drittel des Gesamtvolumens. Bis 2030 soll dieser Anteil auf 50 Prozent steigen.

Auch das Auto selbst überzeugt: mit einem 400 Liter fassenden, beleuchteten Frunk und einer bis zu 9,6 Kilowatt leistenden On-board-Stromversorgung. Damit kann ein Einfamilienhaus bei Stromausfall bis zu drei Tage lang versorgt werden. Auch andere E-Fahrzeuge kann der F-150 Lightning laden. Zudem übertreffen Beschleunigung (von 0 auf 100 km/h in etwa 4,5 Sekunden) und Drehmoment (775 Nm) alle bisherigen F-150-Modelle. Die Reichweite wird mit 515 Kilometern angegeben. Fords automatisiertes Fahrsystem BlueCruise ist ebenfalls serienmäßig enthalten. Das kann bereits auf über 130.000 amerikanischen Autobahnkilometern genutzt werden. Der F-150 Lightning wird außerdem über Softwareupdates over-the-air laufend verbessert.

Quelle: Ford – Pressemitteilung vom 26. April 2022

Worthy not set for this post
Iris Martinz

Iris Martinz

Iris Martinz ist Unternehmens- und E-Mobilitätsberaterin in Österreich, mit langjähriger Erfahrung im Recycling und Second Life von E-Mobilitätsbatterien. Fährt sowohl rein elektrisch, als auch V8, und möchte die beiden Welten etwas näher zusammenbringen. Nachzulesen unter www.mustangsontour.com.

Artikel teilen:

Schreib einen Kommentar und misch dich ein! 🚗⚡👇


Rüdiger:

One speaks German

David:

Da ist er, der Marktführer. Die Fakten sind einfach überzeugend.

steinpilz:

bi-direktionale Lademöglichkeit ist natürlich super, schön das das mal jemand umsetzt.

Ähnliche Artikel

Cover Image for China-Experte: „Fehler sind Teil des Fortschritts“

China-Experte: „Fehler sind Teil des Fortschritts“

Sebastian Henßler  —  

In der aktuellen Podcast-Folge hatte ich die Gelegenheit, mit Dr. Thomas Kiefer zu sprechen – Journalist, Asien-Experte und profunder Kenner der chinesischen Industriepolitik. Seit Ende der 1980er Jahre beobachtet er vor Ort in Shanghai die Entwicklungen, war unter anderem in Joint Ventures wie Shanghai Volkswagen unterwegs und hat über Jahrzehnte hinweg verschiedene Länder Asiens bereist […]

Cover Image for Alpitronic CEO: „Laden muss immer funktionieren“

Alpitronic CEO: „Laden muss immer funktionieren“

Sebastian Henßler  —  

Im exklusiven Interview verrät Philipp Senoner, warum 400 kW für den Massenmarkt reichen, 850 kW und darüber hinaus aber als Sonderlösung kommen werden.

Cover Image for Diese 7 günstigen E-Autos unterstützen Plug & Charge

Diese 7 günstigen E-Autos unterstützen Plug & Charge

Daniel Krenzer  —  

Stecker rein und einfach losladen: Diese unkomplizierte Art des E-Auto-Ladens gibt es für immer mehr Modelle. Doch welche sind die günstigsten?

Cover Image for Volkswagen richtet Produktion auf KI-gestützte Zukunft aus

Volkswagen richtet Produktion auf KI-gestützte Zukunft aus

Michael Neißendorfer  —  

Effizienter, intelligenter und resilienter will Deutschlands größter Autohersteller werden: Dafür setzt der VW-Konzern in der Produktion verstärkt KI ein.

Cover Image for Neuer Volvo XC70: Der Plug-in-Hybrid für die Langstrecke

Neuer Volvo XC70: Der Plug-in-Hybrid für die Langstrecke

Michael Neißendorfer  —  

Im stadtnahen CLTC-Zyklus fährt der neueste Plug-in-Hybrid von Volvo 200 Kilometer weit. Ob er nach Europa kommt, ist noch offen.

Cover Image for Nio: 200.000 Akku-Wechsel in Europa, aber kaum neue Stationen

Nio: 200.000 Akku-Wechsel in Europa, aber kaum neue Stationen

Daniel Krenzer  —  

Mit der Anzahl der getauschten Akkus geht es für Nio in Europa voran, doch von den 170 geplanten Standorten gibt es bislang nur 60.