Porsche denkt über Serienversion des Elektro-Hypercars Mission X nach

Porsche denkt über Serienversion des Elektro-Hypercars Mission X nach
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Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 3 min

Zu seinem 75. Geburtstag im vergangenen Jahr hat Porsche sich selbst und seinen Fans ein besonderes Geschenk gemacht: Ein rein elektrisches Hypercar-Konzept, getauft Mission X. Einem aktuellen Medienbericht zufolge stehen die Chancen nicht schlecht, dass der Mission X als Kleinserie auf die Straße kommt.

Dem Portal Carsales aus Australien schwärmte Porsche- und VW-Konzernchef Oliver Blume von dem „massiv positiven Feedback“ auf die Veröffentlichung des Mission X im vergangenen Juni vor. Dies sei „eine große Motivation, das Auto zu bauen“, sagte er demnach. Noch in diesem Jahr, womöglich „innerhalb weniger Monate“, soll hierzu die Entscheidung fallen, zitiert Carsales den Porsche-Chef.

Blume sagte zwar, dass so ein Projekt generell „machbar sein muss“. Er verwies aber auch auf die Hypercar-Tradition von Porsche, die legendäre und zu ihrer Zeit die Grenzen des Machbaren neu definierende Fahrzeuge wie den Porsche 959 (1985, knapp 300 mal gebaut), den Carrera GT (2003, knapp 1300 mal gebaut) und den auf 918 Stück limitierten Porsche 918 Spyder (2013) hervorgebracht hat.

Mit dem 918 Spyder erreichte zuletzt die Hybridtechnik einen spektakulären Höhepunkt bei Porsche. Als erstes Fahrzeug mit Straßenzulassung absolvierte der 652 kW (887 PS) starke Zweisitzer vor gut zehn Jahren die 20,6 Kilometer lange Runde um die Nürburgring-Nordschleife in 6:57 Minuten. Diesem Anspruch auf höchste E-Performance will Porsche treu bleiben, wie der Sportwagenhersteller beim Debüt des Mission X sagte. Die Vision sei demnach: Wenn der Mission X tatsächlich Serie geht, soll er das schnellste straßenzugelassene Fahrzeug auf der Nürburgring-Nordschleife sein.

Porsche-Mission-X-Hypercar-Serie
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Porsche hat nicht allzu viele technologische Details über das zweisitzige Showcar verraten. Die Ansage ist, dass der Serien-Mission-X das schnellste straßenzugelassene Fahrzeug auf der Nürburgring-Nordschleife sein soll; ein Leistungsgewicht von ungefähr einem Kilogramm pro PS aufweisen soll; Abtriebswerte erreichen soll, die deutlich über dem Niveau des aktuellen 911 GT3 RS liegen; und dass er über eine 900-Volt-Systemarchitektur verfügen soll.

Auf Basis dieser Angaben kann man davon ausgehen, dass die Leistung irgendwo jenseits von 1100 kW bzw. gut 1500 PS liegen muss, da das Gewicht des Fahrzeugs aufgrund der Batterien mindestens 1500 kg betragen wird. Damit der Elektrosportler möglichst flach gebaut werden kann, hat sich Porsche etwas einfallen lassen: Die Batterie ist zentral hinter den Sitzen im Fahrzeug verbaut. Dieses sogenannte E-Core-Layout zentriert die Masse im Fahrzeug. Ähnlich wie bei einem konventionell angetriebenen Mittelmotorfahrzeug bietet das als positiven Nebeneffekt auch die Grundlage für eine hervorragende Agilität.

Quelle: Carsales – New Porsche hypercar to be confirmed soon / Porsche – Pressemitteilung vom 08.06.2024

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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