Porsche Cayenne Plug-In-Hybrid profitiert von Modellpflege

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Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 3 min

Mit der Überarbeitung des Cayenne dreht Porsche gleich am ganz großen Rad. Das ist auch notwendig, denn das modellgepflegte SUV bildet die technische Basis bis zum Jahr 2030. Dabei legt Porsche den Cayenne sowohl optisch, als auch hinsichtlich seines Antriebs neu auf. Den Fokus setzen wir auf die Plug-In-Hybrid-Variante des Cayenne im Modelljahr 2024. Über eine reine E-Auto-Variante wurden bisweilen keine Worte verloren.

Beim Basis Plug-in-Hybrid des Porsche Cayenne haben die Techniker ebenfalls Hand angelegt. Allerdings hat man sich hier nicht auf den Antriebsstrang konzentriert. Dieser wurde lediglich um 6 kW / 8 PS auf 346 kW / 470 PS geupgradet. Beim maximalen Drehmoment hat man eine Rückstufung auf 650 Nm vorgenommen, 50 Nm weniger als bisher. Das Antriebsdoppelpack aus Verbrenner und E-Motor hat man ebenfalls neu ausgerichtet. Hat der V6-Benziner beim aktuellen Modell 250 kW / 340 PS und der Elektromotor 100 kW / 136 PS so sind es beim Facelift 224 kW / 304 PS und 130 kW / 177 PS. Vermutlich lässt sich Porsche noch etwas Luft nach oben, um später noch mal nachzulegen.

Mit Wegnahme der Leistung sollte an anderer Stelle etwas dazukommen. Im Fall des modellgepflegten Porsche Cayenne 2024 setzt man auf die Steigerung der Batteriekapazität. Diese geht von 17,9 Kilowattstunden auf 25,9 kWh. Wodurch unterm Strich eine maximale Reichweite von 80 Kilometer zu erreichen sei. Grund sind 102 größere Zellen (nach wie vor prismatisch, vorher 104) und damit ist der Akku etwas größer als bisher, wiegt mit 165 Kilogramm um 35 Kilogramm mehr als bisher, passt aber dennoch ohne Rohbauänderungen in den Hinterwagen des E3 II (interne Code des Cayenne Facelifts). Allerdings mussten die Designer den Kofferraumboden um zehn Millimeter anheben, was zu Lasten des Kofferraumvolumens gehen dürfte. Der optimierte Sechszylinder-Verbrennungsmotor dürfte der neuen Abgasnorm geschuldet sein und außerdem den Verbrauch drücken.

Neben der Technik hat man auch am Infotainment und am Cockpit einiges gemacht. Was daran liegen mag, dass das E-Auto bis 2030 überstehen muss. Da es sich um die letzte Modellpflege des Porsche Cayenne handelt. Der Automatik-Wählhebel ist in das Armaturenbrett gewandert, was in der Mittelkonsole ein luftigeres Gefühl zulässt. Eine gehörige Brise Taycan weht durch den Innenraum des Cayenne: Das Kombi-Instrument ist gekrümmt und misst jetzt 12,65 Zoll, der Mittel-Touchscreen bleibt bei 12,3 Zoll und der Beifahrerbildschirm ist 10,9 Zoll groß.

Kleinigkeiten wie eine 15 Watt induktive Ladeschale und laptoptaugliches 61 Watt Laden per USB-C-Buchse komplettieren das Unterhaltungsprogramm. Dazu kommen bei aller Porsche-Fahrdynamik auch noch ein paar Fahrassistenten, wie unter anderem ein Abbiege- und ein Ausweichassistent. „Wir haben aus der MLB evo-Architektur alles rausgeholt“, sagt Stefan Fegg. Das mussten sie auch, damit der Cayenne noch sieben Jahre frisch bleibt.

Quelle: press:inform – Wolfgang Gomoll

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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MMM:

25,9 kWh auf 80 km sind 32,34 kWh auf 100 km.
Ein Ruhmesblatt ist das jetzt nicht, auch wenn das einen Porschefahrer auf der Kostenseite sicherlich nicht so sehr kratzt.

Immerhin gut zu sehen ist der Fortschritt bei den Batteriezellen: von 17,9 auf 25,9 ist ein Zuwachs von fast 45%. Vielleicht wird jetzt aber auch mehr Kapazität freigegeben. Anfangs waren das wegen der hohen C-Raten stellenweise nur 60% vom Bruttowert.

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