Politiker gehen in puncto E-Mobilität nicht mit leuchtendem Beispiel voran

Politiker gehen in puncto E-Mobilität nicht mit leuchtendem Beispiel voran
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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Bereits im Mai 2017 haben wir einen mit dem Titel „Bundesregierung verzichtet auf Vorreiterrolle und setzt weiterhin auf fossilen Fuhrpark“ bei uns auf Elektroauto-News.net veröffentlicht. Die Überschrift des Artikels hätte man sowohl für unsere Betrachtung Anfang des Jahres und nun auch im Dezember übernehmen können. Denn die Bundesregierung  geht in puncto E-Mobilität nicht mit leuchtendem Beispiel voran.

Betrachtet man alleine die Neuanschaffungen für die Fuhrparks der Landes- und Kommunalregierungen zeigt sich, dass Verbrenner weiterhin deutlichst die Oberhand behalten. Ministerien und Behörden haben im laufenden Jahr 8.386 Pkw mit herkömmlichem Antrieb angeschafft, demgegenüber stehen nur 253 reine Elektroautos und Hybride.

Wir sprechen von etwas mehr als 2,9% Anteil von reine Elektroautos und Hybride, für Neuanschaffungen der Fuhrparks. Dies geht zumindest aus einer Aufstellung des Bundesinnenministeriums zum Stichtag 30. November 2018 vor, die der Welt vorliegt.

Es lässt sich zumindest festhalten, dass das Umweltministerium positiv hervorsticht, das mehr Elektroautos als Modelle mit Verbrennungsmotor bestellt hat. Und macht seiner Bezeichnung damit alle Ehre. Angestoßen wurde die Auswertung übrigens durch Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt, sie hatte das Verhältnis von Benzinern/Dieseln und Elektrofahrzeugen bei den 2018 angeschafften Neuwagen in den Bundesbehörden angefragt.

Das Wirtschaftsministerium kommt auf 25 Benziner und Diesel zu 17 E-Autos. Das Verkehrsministerium weist ein Verhältnis von 140 Verbrennern zu 34 Elektro-Pkw auf. Das Auswärtige Amt schaffte in diesem Jahr drei herkömmliche Autos und zwei E-Fahrzeuge an, zwei weitere Stromer sind bestellt. Gerade aus dem Bereich des Bundeskanzleramts gibt es allerdings nichts Positives zu vermelden; dabei wäre dies doch die symbolträchtigste Stelle für eine Elektrifizierung des Fuhrparks.

„Vor mehr als zwei Jahren hat die Bundesregierung 100 Millionen Euro in den Haushalt eingestellt, um verstärkt Elektroautos anzuschaffen. Von dem Geld sind bisher nur zwei bis drei Prozent abgeflossen.“ – Oliver Krischer, Fraktionsvize der Grünen im Bundestag

Eigentlich Geld genug, um entsprechende Fahrzeuge anzuschaffen. Wobei Geld nicht alles ist. Man gibt zu verstehen, dass es für viele Zwecke noch keine passenden Modelle gibt. So werden in der Regel “überwiegend sogenannte Sonderfahrzeuge, in diesem Fall Fahrzeuge mit einsatzspezifischer Zusatzausstattung” eingesetzt – ein Anspruch, welchen aktuelle E-Fahrzeuge noch nicht erfüllen können.

Quelle: Ecomento.de – Bundesbehörden haben 2018 kaum Elektroautos angeschafft

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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