Polestar: Erstes StoreDot XFC-Elektroauto in Sicht

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Polestar | Polestar 3

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

2024 dürfte das Jahr werden, in dem „Ankündigungsmeister“ StoreDot abliefern muss. Mittlerweile verspricht man seit sieben Jahren Akkus an den Start zu bringen, welche innerhalb von fünf Minuten bis zu 500 km Reichweite nachladen. Eigener Aussage nach setzt StoreDot den Weg zur Marktreife konsequent fort, indem sich das Unternehmen auf die Massenproduktion seiner XFC genannten Technologie konzentriert. Ein erstes E-Auto soll damit dieses Jahr auf die Straße kommen.

Aktuell liege der Fokus auf der Entwicklung fortschrittlicher prismatischer B-Musterzellen in Zusammenarbeit mit verschiedenen Autoherstellern weltweiten. Dabei sei ein wichtiger Meilenstein die Kooperation mit Polestar. Hier strebt StoreDot an, dieses Jahr das weltweit erste Elektroauto mit XFC-Batteriezellentechnologie zu präsentieren. Diese Vorführung von einsatzbereiten Batterien in einem Prototyp-Auto könnte die Tür für die breite Anwendung von XFC-Technologie im gesamten Elektroauto-Ökosystem öffnen.

Es wird erwartet, dass die XFC-Technologie im Polestar 3 oder dem Polestar 4 verbaut wird, zwei E-Autos, die für Polestar 2024 eine wichtige Rolle spielen. StoreDots US-Team unterstütze diese Fortschritte durch eine Expansion in eine neue Einrichtung in Irvine. Die US-Abteilung nutze gezielt die im Westen verfügbaren Fachkräfte, um zukünftig semi-feste und feststoffbasierte Batterien zu entwickeln. Sie sei ideal positioniert, um die US-amerikanischen Automobilkunden direkt zu bedienen. Was auf den Polestar 3 schließen lässt, der ebenfalls in den USA gefertigt wird.

StoreDot plant zudem, seine Partnerschaften mit anderen Autoherstellern und Fertigungspartnern auszubauen. Ziel ist es, die weltweite Produktionskapazität zu steigern und so den Bedarf globaler Autohersteller zu decken. Mit seinem ‚100inX‘-Produktfahrplan bleibt StoreDot auf Kurs: In diesem Jahr soll die Produktionsreife von XFC-Zellen erreicht werden, die 100 Meilen (ca. 161 km) in 5 Minuten laden können, bis 2026 dann in 4 Minuten und bis 2028 in nur 3 Minuten.

Doron Myersdorf, CEO von StoreDot, äußerte sich enthusiastisch über die Zukunft und den bisherigen Fortschritt. „Das Jahr 2024 wird das Jahr der prismatischen B-Musterzellen sein. Wir beweisen, dass unsere XFC-Technologie für die Automobilproduktion skaliert werden kann, während wir uns auf die Massenfertigung vorbereiten. Als Pionier der XFC-Zellen sehen wir in diesem Jahr der Fortsetzung unseres Weges zur Markteinführung und der Festigung unserer Position als Weltmarktführer in der Bereitstellung von extrem schnell ladenden Batterietechnologien entgegen.“ Markige Worte für ein Unternehmen, das bisher physisch noch nichts vorgelegt hat. Langsam wäre es an der Zeit, auch wirklich zu liefern.

Quelle: StoreDot – Pressemitteilung vom 11.01.2024

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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alchemist:

Kennt jemand die Chemie, die in den XFC-Anoden tatsächlich verwendet wird? Die StoreDot Website ist recht allgemein gehalten. Die Firma hat viele Patente angemeldet. Als passendste Schrift zu deren Technologiebeschreibung erscheint mir die Anmeldung US20200343543A1. Aber auch dort können als Ausführungsformen grosse Si-Partikel mit allein drei verschiedenen Sorten Nanopartikel versehen werden. Abgesehen davon, wäre doch eine inverse Größenrelation der Partikel doch technisch sinnvoller, um die negativen Folgen der Volumenveränderungen zu minimieren, oder?

Wolfbrecht Gösebert:

Uberschrift:
„… Erstes StoreDot XFC-Elektroauto in Sicht“
Aus dem Artikel:
„Eigener Aussage nach setzt StoreDot den Weg zur Marktreife konsequent fort, indem sich das Unternehmen auf die Massenproduktion seiner XFC genannten Technologie konzentriert. Ein erstes E-Auto soll damit dieses Jahr auf die Straße kommen.“
Da Prototypen für mich keine Marktreife darstellen und irgendwelche „B-Muster-Akkus“ allemal keine wirtschaftlich darstellbare Serienfertigung darstellt, sehe ich im Gegensatz dazu ein marktfähiges XFC-Elektroauto nicht einmal HINTER dem Horizont!

Gregor:

Boar, diese Artikel gehen mir auf den Geist. Im Sommer 23 hat Nio auch groß mit den WeLion Zellen rumgetönt. Danach gab es null Infos über die Pressemitteilungen hinaus. Und keinerlei Update zu dem Thema. Und dann hat Nio so getan, das man bergab, bei 90km/h super weit fahren kann. Was angeblich mit den WeLion Zellen passiert sein soll. Man hat also trotzdem null Infos zu den Zellen.

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