Patentanmeldungen 2018 zeigen „hohe Innovationskraft deutscher Hersteller“, auch für E-Antriebe

Patentanmeldungen 2018 zeigen „hohe Innovationskraft deutscher Hersteller“, auch für E-Antriebe
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Sebastian Henßler
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Bereits für das Jahr 2017 konnten wir festhalten, dass die meisten Auto-Patente an deutsche Unternehmen gingen. Für die Patentanmeldungen im Jahr 2018 zeichnet sich ein ähnliches Bild. Interessant ist hierbei allerdings auch die Tatsache, dass bei Patentanmeldungen für traditionelle Verbrennungsmotoren als auch für Hybrid- und Elektromotoren Autobauer und Zulieferer aus Deutschland weit vorne liegen.

Die Auswertung aller 2018 bei Deutschem oder Europäischem Patentamt mit Wirkung für Deutschland angemeldeten Patente unterstreicht dieses Ergebnis. 47 Prozent aller Verbrennungsmotoren betreffender Patente stammen demnach von deutschen Unternehmen. Inhaltlich zielen viele dieser Erfindungen auf die Senkung von Kosten und Verbrauch ab – etwa die Reinigung von Stickstoffen im Abgas von Dieselmotoren.

Betreffend der E-Antriebe kamen 39 Prozent der Patentanmeldungen von deutschen Firmen, bei Hybridantrieben 36 Prozent. Insgesamt veröffentlichten die beiden Patentbehörden 2018 zum Verbrennungsmotor 4.052 Patentanmeldungen mit Wirkung für Deutschland. Bei Hybridantrieben waren es 3.168, bei Elektromotoren 459.

Ausgewertet habe man auch die Patentanmeldungen der deutschen Hochschulen. Hier liegt Nordrhein-Westfalen auf dem ersten Platz vor Sachsen. Demnach meldeten die Hochschulforscher aus NRW im vergangenen Jahr 129 Patente an, ihre sächsischen Kollegen 77. Auf den Plätzen drei und vier folgen Baden-Württemberg (69) und Bayern (60). Interessant wäre natürlich in diesem Zusammenhang, welche Hochschule sich den Patenten im Bereich der Hybrid- und E-Motoren verschrieben hat.

Nicht unerwähnt sollte man die Tatsache lassen, dass die Patentanmeldungen beim Deutschen Patentamt kein vollständiges Bild über tatsächliche Erfindungen im Land abgeben. Dies liegt daran, dass manche Hochschulen Erfindungen ihrer Wissenschaftler beim ebenfalls in München ansässigen Europäischen Patentamt anmelden. Auch kommt es vor, dass Wissenschaftler Start-ups gründen und ihre Patente unter eigenem Namen registrieren lassen, wenn sie auf eine kommerzielle Verwertung hoffen.

Im Zusammenhang mit Patenten wollen wir auch noch einmal auf Toyota hinweisen. Der japanische Automobilhersteller hat die Freigabe von fast 24.000 Patenten aus über 20 Jahren Hybridtechnik-Entwicklung zur gebührenfreien Nutzung angekündigt. Des Weiteren werde man interessierte Automobilhersteller kostenpflichtig bei Entwicklung und Verkauf elektrifizierter Fahrzeuge unterstützen.

Quelle: Automobilwoche – Patentanmeldungen für Hybrid- und E-Motoren: Deutsche Autoindustrie bleibt erfinderisch

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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