Nio-Wechselstationen stabilisieren nun Schwedens Stromnetz mit

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Daniel Krenzer
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  —  Lesedauer 2 min

Nio, der chinesische Automobilhersteller und Anbieter von Akkuwechselstationen, hat in Schweden die Zulassung erhalten, mit seinen Stationen an der lokalen Netzfrequenzregelung teilzunehmen. Wie das Fachportal CNEVpost berichtet, sollen die Stationen künftig als Energiespeicher dienen, um den Strombedarf in Zeiten von Spitzenlasten auszugleichen.

Der schwedische Netzbetreiber Svenska kraftnät hat demnach die Batteriewechselstationen von Nio offiziell für die Teilnahme am schwedischen Frequenzregelsystem (FCR-D) zugelassen. Dies ist einer Pressemitteilung des Herstellers zu entnehmen. „Dies ist ein wichtiger Schritt zur Integration der Energielösungen von Nio in das breitere Energieökosystem“, heißt es dort.

Und es dürfte für Nio ein wichtiger Schritt sein, in Europa weitere Einnahmequellen zu erschließen, nachdem der Absatz der eigenen Elektroautos zumindest in einigen europäischen Märkten bislang hinter den eigenen Erwartungen und Hoffnungen zurückbleibt. Nio hatte bereits erklärt, dass eine solche Nutzung pro Station jährlich mehrere Zehntausend Euro an Einnahmen generieren könne.

In Europa noch Neuland

„Unsere Stationen werden nicht nur weiterhin einen schnellen und nahtlosen Batteriewechsel ermöglichen, sondern können nun auch die Netzstabilität unterstützen, überschüssige erneuerbare Energie speichern und dazu beitragen, die Nachfrage in Spitzenzeiten auszugleichen“, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Seitens Nio sieht man dies als Durchbruch – und das nicht nur für sich selbst, sondern für die gesamte Branche. Vor allem in China gibt es mehrere Anbieter, die solche Wechselstationen anbieten. In Europa spielen solche Tauschstationen bislang eine weitaus geringere Rolle, doch sollten sie sich als stationäre Batteriespeicher als wertvolle Stütze der regionalen Stromnetze erweisen, dann könnte sich dies ändern.

Denn die Akkus in Elektroautos können in entsprechend großer Zahl einen erheblichen Beitrag dafür leisten, das Stromnetz zu stabilisieren. Und das gilt natürlich erst recht für Akkuwechselstationen, in denen sich immer mehrere Akkus gleichzeitig befinden, um bei Bedarf in einem Elektroauto gegen einen fast leeren Akku ausgetauscht zu werden. In China werden solche Wege zur Netzregulierung bereits intensiv getestet, Nio hatte in Dänemark die Gelegenheit, mit einer Wechselstation ein Pilotprojekt zu begleiten. Doch dem Artikel von CNEVpost zufolge wurde diese Station inzwischen stillgelegt.

Quelle: CNEVpost – Nio’s swap stations in Sweden approved to join local grid frequency regulation

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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