Neuer elektrischer Mazda EZ-6 kommt wohl doch nach Europa

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Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
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Noch bedient der japanische Autohersteller Mazda den europäischen Elektroauto-Markt lediglich mit dem Mazda MX-30, der zwar schick designt, wegen seines sehr kleinen Akkus aber für viele keine Option ist. Entsprechend enttäuscht waren einige Freunde der Marke, als es vor einigen Wochen hieß, der neue vollelektrische Mazda EZ-6 sei nur für den chinesischen Markt gedacht. Doch nun gibt es Hoffnung: Laut einer Pressemitteilung sei das Auto sehr wohl auch für den globalen Markt gedacht und soll noch in diesem Jahr neben China auch in Europa angeboten werden.

Im Juli lief das Auto erfolgreich bei Changan Mazda, dem japanisch-chinesischen Joint Venture von Mazda in China, erstmals vom Band. Gleichzeitig unterzeichneten Mazda und Changan Mazda eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit beim Export von Elektroautos, die Changan Mazda als exklusive chinesische Forschungs- und Entwicklungs- sowie Produktionsbasis für neue Energien für den globalen Markt bestimmt, heißt es weiter in der Mitteilung. Damit werde deutlich, dass der EZ-6 das erste globale New-Energy-Vehicle (NEV) von Mazda sein wird.

„Der Mazda EZ-6 wird im Herbst 2024 offiziell als globales Modell eingeführt und zunächst auf dem chinesischen und europäischen Markt erhältlich sein“, heißt es in der Mitteilung. Auf der Beijing International Auto Show im April nahmen demnach Mazda-Präsident Masahiro Moro und der Vorsitzende von Changan Automobile, Zhu Huairong, gemeinsam an der Weltpremiere des Mazda EZ-6 teil, was die hohe Wertschätzung beider Parteien für dieses globale Modell zeige.

Mehr Fahrspaß als im bisherigen Mazda 6?

„Obwohl sich die Fahrweise geändert hat, hat Mazda sein umfangreiches Know-how im Bereich der dynamischen Leistungsoptimierung aus der Ära der Benzinfahrzeuge genutzt, um den Fahrspaß des Mazda EZ-6 zu steigern und das Jinba-Ittai (Auto und Fahrer als Einheit) des Mazda 6 zu übertreffen“, stellt der Hersteller in Aussicht. Zuvor hatten demnach Experten aus dem europäischen Forschungs- und Entwicklungszentrum von Mazda die dynamische Leistungsabstimmung und Validierung des EZ-6 auf dem Chongqing Automobile Testing Grounds, einem renommierten Automobil-Testgelände in China, abgeschlossen.

„Was die Intelligenz betrifft, so nutzt der Mazda EZ-6 die führende Intelligenz- und Elektrifizierungstechnologie von Changan Automobile, dem chinesischen Partner von Mazda“, heißt es weiterhin. Das neue Auto werde mit autonomer Fahrunterstützung der Stufe 2.5, einem 7nm Qualcomm SA8155P Chip, vier hochauflösenden Panoramakameras und zwölf Hochleistungs-Ultraschallsensoren ausgestattet sein. Es werde zudem verschiedene intelligente Fahrszenarien wie autonomes Parken, ferngesteuertes Parken, ferngesteuertes intelligentes Parken und Trace-Back-Parken realisieren.

Eng verwandt mit dem Deepal SL03

Technisch eng verwandt ist das Elektroauto mit dem ebenfalls zur Changan-Gruppe gehörenden Deepal SL03. Trotzdem könne der neue Mazda 6 eigene Duftmarken setzen. So hieß es kürzlich in einem Artikel von CarNewsChina: “Am auffälligsten ist die Übernahme der Mazda-Front mit dem unregelmäßigen, dreidimensional wirkenden Kühlergrill und den schlanken Scheinwerfern. Strenggenommen handele es sich eher um eine Schräghecklimousine mit coupéartigem Design, deren hintere Dachlinie in die Heckklappe übergeht”.

Mit 4,92 Metern ist der Mazda zudem ein Stückchen länger als der Deepal SL03. Auch der Innenraum erinnere an den Changan-Bruder, falle im Mazda aber raffinierter aus. Der Motor der Elektroversion – es soll auch einen Plug-in-Hybriden geben – soll 190 kW (258 PS) leisten. Es wurde vermutet, dass die Preise leicht über denen des Deepal liegen werden, dessen Einstiegsvariante in China bei knapp 125.000 Yuan startet. Das entspricht mit europäischen Preisen nur schwerlich vergleichbaren 15.800 Euro. Man darf gespannt sein auf die Preisgestaltung für die europäischen Märkte.

Quelle: Mazda China – Pressemitteilung vom 13. August 2024

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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