Neue Batteriefabrik von Stellantis & Samsung

Neue Batteriefabrik von Stellantis & Samsung
Copyright:

shutterstock / 593389664

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Stellantis N.V. und Samsung SDI haben kürzlich eine Absichtserklärung zur Errichtung eines zweiten Werks zur Batterieproduktion in den USA unterzeichnet. Dieser Schritt ist Teil der fortgesetzten Bemühungen des Unternehmens, seine Präsenz im Bereich der Elektrofahrzeuge zu stärken und seine CO₂-Emissionen bis 2038 auf Netto-Null zu reduzieren.

Das neue Werk, das unter dem bestehenden Joint Venture „StarPlus Energy“ betrieben wird, soll 2027 in Betrieb genommen werden und eine jährliche Produktionskapazität von 34 Gigawattstunden (GWh) haben. Dies ist ein bedeutender Schritt für Stellantis, da es die Produktionskapazität des Unternehmens für Batterien erheblich erhöht und es ihm ermöglicht, seine ehrgeizigen Ziele im Bereich der Elektromobilität zu erreichen.

Im Mai 2022 kündigten Stellantis und Samsung SDI den Bau einer ersten Batterieproduktionsanlage in Kokomo, Indiana, an. Diese Anlage, die im ersten Quartal 2025 in Betrieb genommen werden soll, wird eine jährliche Produktionskapazität von 33 GWh haben, eine deutliche Steigerung gegenüber den ursprünglich geplanten 23 GWh.

Die Entscheidung für ein zweites Werk ist ein klares Zeichen für das Engagement von Stellantis, seine Elektrofahrzeug-Initiativen voranzutreiben. „Dieses neue Werk wird dazu beitragen, unser ehrgeiziges Ziel zu erreichen, bis zum Ende des Jahrzehnts mindestens 25 neue batterie-elektrische Modelle auf den nordamerikanischen Markt zu bringen“, sagte Stellantis CEO Carlos Tavares.

Die Partnerschaft mit Samsung SDI ist ein wichtiger Teil dieser Strategie. „Durch die Gründung des Joint Ventures mit Stellantis im vergangenen Jahr haben wir eine solide Grundlage für unsere Präsenz in Nordamerika geschaffen“, sagte Yoon-ho Choi, Präsident und CEO von Samsung SDI. „Das zweite Werk wird unsere Marktdurchdringung in den USA beschleunigen und Stellantis dabei helfen, dort den Übergang in das Zeitalter der Elektrofahrzeuge voranzutreiben – mit Produkten, die ein Höchstmaß an Sicherheit und Qualität bieten.“

Stellantis hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 einen Absatzmix von 100 % batterieelektrischen Personenkraftwagen (BEV) in Europa und 50 % bei batterieelektrischen Personenkraftwagen und Nutzfahrzeugen in den Vereinigten Staaten zu erreichen. Um diese Verkaufsziele zu erreichen, sichert sich das Unternehmen etwa 400 GWh an Batteriekapazität. Der Standort der neuen Anlage wird derzeit geprüft. Weitere Details werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Quelle: Stellantis – Pressemitteilung vom 24.07.2023

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Automobilindustrie

Solarzellen im Auto: Studie zeigt enormes Einsparpotenzial

Solarzellen im Auto: Studie zeigt enormes Einsparpotenzial

Sebastian Henßler  —  

Forscher:innen haben 1,3 Millionen Fahrkilometer ausgewertet. Ihr Ergebnis: Solarmodule im Fahrzeug senken den externen Strombedarf pro Kilometer deutlich.

T&E: Deutsche Vorschläge zu CO2-Grenzwerten könnten Milliarden kosten

T&E: Deutsche Vorschläge zu CO2-Grenzwerten könnten Milliarden kosten

Tobias Stahl  —  

T&E warnt vor einer weiteren Aufweichung der CO2-Flottengrenzwerte. Die Vorschläge der Bundesregierung würden Milliarden kosten und Arbeitsplätze gefährden.

Prognose bis 2030: Starker Einbruch der Pkw-Produktion in Westeuropa

Prognose bis 2030: Starker Einbruch der Pkw-Produktion in Westeuropa

Daniel Krenzer  —  

Deutschland und Großbritannien sind extrem stark betroffen. Ein Gewinner ist Spanien – das zuletzt Milliarden in die E-Mobilität investiert hat.

Europa braucht mehr Mut, nicht mehr Verbrenner

Europa braucht mehr Mut, nicht mehr Verbrenner

Daniel Krenzer  —  

Wegen vermeintlichen Wählerwillens klammern sich politische Kräfte zunehmend an den Verbrenner. Doch das läutet den Tod der europäischen Automobilindustrie ein.

EU riskiert 34 Batteriefabriken durch Lockerung des Verbrenner-Aus

EU riskiert 34 Batteriefabriken durch Lockerung des Verbrenner-Aus

Daniel Krenzer  —  

T&E warnt: Weicht die EU das Verbrenner-Aus weiter auf, könnten 34 Batteriefabriken in Northvolt-Größe verloren gehen – ein Milliardendesaster.

Chinesische Hersteller als Retter deutscher Autofabriken?

Chinesische Hersteller als Retter deutscher Autofabriken?

Wolfgang Gomoll  —  

Allein der Gedanke, chinesische Autos in deutschen Werken zu produzieren, schlägt derzeit hohe Wellen. Allerdings überwiegen die Chancen den Risiken.

Kommentar: VDA-Alarm – legitime Sorge, fragwürdige Forderung

Kommentar: VDA-Alarm – legitime Sorge, fragwürdige Forderung

Sebastian Henßler  —  

Der VDA warnt vor 125.000 Jobverlusten und fordert Technologieoffenheit. Aber Europa und China kaufen E-Autos – wer profitiert dann von Verbrenner-Ausnahmen?