Microlino: Mit mehr als 10.000 Reservierungen läuft er künftig bei Artega in Delbrück, Deutschland vom Band

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Von links nach rechts: Marco Batillani (Tazzari), Erik Tazzari, Klaus Frers, Wim, Oliver und Merlin Ouboter (Microlino & Micro Mobility Systems) | Microlino

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Die Artega GmbH hat im November alle Rechte für die Produktion des Microlino von Tazzari übernommen, sowie die Rechte an den Tazzari ZERO Fahrzeugen. Ausschlaggebend hierfür ist die Entscheidung von Tazzari sich künftig auf Projekte außerhalb des Stadtauto-Segments zu konzentrieren. Artega seinerseits steigt voll in die Zusammenarbeit in Microlino ein und wird rund 3 Millionen Euro in die Produktionslinie in Delbrück investieren und rund 50 Arbeitsplätze schaffen.

„Wir freuen uns anzukündigen, dass wir das Microlino Projekt auf die nächste Stufe gebracht haben. Seit März 2016 haben wir mehr als 10‘000 Reservationen erhalten, Dutzende kommen jeden Tag neu dazu. Wir wussten, dass wir einen Partner brauchten, der auf solche Stückzahlen ausgelegt ist.“ – Merlin Ouboter, Projektleiter des Microlino-Projekts

Die Zusammenarbeit startet mit mehr als 10.000 Reservierungen, welche seit März 2016 eingegangen sind. Geplant ist bereits in den kommenden Wochen die komplette Produktion von Imola nach Delbrück zu verlegen. Dort soll der Microlino in einer 3.000 Quadratmeter großen Halle in Delbrück-Hagen produziert werden. Zunächst ist vorgesehen, dass 8.000 Fahrzeuge pro Jahr vom Band laufen. Um dies zu schaffen wird Artega rund drei Millionen Euro in Produktionsgebäude und Produktionslinien investieren und rund 50 neue Arbeitsplätze in Delbrück schaffen.

Bereits im Juli hat man die Tests für die europäische Homologation bestanden. Mit diesem Ergebnis in der Hinterhand kann nun jeder Microlino legal auf allen europäischen Straßen unterwegs sein.

„Die Zukunft der Mobilität in Großstädten ist elektrisch. Für uns ist die Fertigung des Microlinos der ideale Einstieg in diesen attraktiven Markt.“ – Klaus Frers, Geschäftsführer der Artega GmbH

Artega weißt bereits entsprechende Erfahrung in der Produktion von Autos auf. So ist das Unternehmen für seine Sportwagen aus Deutschland bekannt, deren Artega GT beispielsweise wurde bereits 2007 der Presse präsentiert. Abseits vom Microlino konzentriert man sich mit dem Artega Superelletra auf einen elektrischen Sportwagen, dessen ersten Prototypen 2019 produziert werden sollen.

Für Merlin Ouboter, verbindet die beiden Unternehmen mehr als die Tatsache, dass beide Firmen E-Autos produzieren will. So passe „Artegas Vision der intelligenten Mobilität der Zukunft“ sehr gut zu Microlinos „Vison eines better urban lifestyle“. Zudem habe man die dieselben Qualitätsansprüche für die eigenen Produkte und die Firmen sind beides Familienunternehmen, auch das verbindet.

Interessant ist nicht nur die Erfahrung Artegas in der Produktion von hochqualitativen Produkten, sondern auch deren Ökosystem. Der Besitzer Klaus Frers ist auch der Mehrheitsaktionär und Gründer des Unternehmens paragon, ein Tier-1 Lieferant in der Automobilindustrie. paragon hat eine Reihe von Produkten, die sich für die Integration in den Microlino eignen könnten, wie beispielsweise Displays, Sprachassistenten, Lautsprecher und weitere Teile im Interieur.

Mit dem paragon-Tochterunternehmen Voltabox hat man zudem einen erfahrenen Partner an der Hand, der sich auf die Produktion von Li-Ionen Batterien für Gabelstapler und E-Bikes spezialisiert hat. „Aufgrund des großen Portfolios und dem Know-How in der Grosserienfertigung ist Artega und die damit verbundenen Unternehmen ein perfektes Ökosystem, um das Microlino Projekt auf die nächste Stufe zu heben“, sagt Wim Ouboter, Besitzer und Gründer der Micro Mobility Systems AG.

Quelle: Microlino – per Mail

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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