Mercedes VISION EQXX: Hyper-effizientes E-Auto mit 1.000 km Reichweite

Cover Image for Mercedes VISION EQXX: Hyper-effizientes E-Auto mit 1.000 km Reichweite
Copyright ©

Mercedes-Benz

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Mercedes-Benz stellt die Weichen für eine vollelektrische Zukunft: Bis zum Ende des Jahrzehnts wird die Marke mit dem Stern bereit sein, vollelektrisch zu werden – überall dort, wo es die Marktbedingungen zulassen. Mit einem neuen Foto hat Mercedes-Benz sein kommendes hyper-effizientes Elektroauto mit einer Reichweite von über 1.000 km angeteasert. Den VISION EQXX konnten wir bereits vor einiger Zeit betrachten, erhalten nun aber weitere Details.

Der Automobilhersteller plant, das Fahrzeug zu nutzen, um neue Technologien zur Verbesserung der Effizienz seiner Elektrofahrzeuge zu testen. Das Fahrzeug wird derzeit unter dem Projektnamen VISION EQXX geführt. Er wurde erstmals im vergangenen Jahr angekündigt, und damals sprach der Automobilhersteller von einer Reichweite von über 1.200 km. Mittlerweile ist von über 1.000 km Reichweite die Rede.

Markus Schäfer, COO von Mercedes-Benz, kündigte vor kurzem an, dass der VISION EQXX am 3. Januar vorgestellt werden soll: „Wie Sie vielleicht wissen, arbeiten wir schon seit einiger Zeit daran, unser strategisches Ziel „Lead in Electric Drive“ in ein Auto umzusetzen: Jetzt wird der VISION EQXX das effizienteste Elektrofahrzeug, das wir je gebaut haben – mit einer realen Reichweite von mehr als 1.000 km. Und ich freue mich sehr, dass er schon bald – am 3. Januar 2022 – der Öffentlichkeit vorgestellt wird.“

Der Manager argumentierte, dass der Autohersteller die Effizienz seiner Elektrofahrzeuge verbessern muss, wenn er seine Elektrifizierungsziele erreichen will: „Deshalb haben wir uns mit dem VISION EQXX ein mehr als ehrgeiziges Ziel gesetzt: Wir wollen ein Elektrofahrzeug der Kompaktklasse entwickeln, das unter realen Straßenbedingungen mit einer Batterieladung 1.000 Kilometer am Stück fahren kann, mit einem einstelligen Verbrauchswert für Kilowattstunden pro 100 Kilometer bei normalem Autobahntempo.“

Schäfer sagte, dass das neue Fahrzeug mit Batteriezellen mit einer 20 % höheren Energiedichte als im EQS ausgestattet sein wird. Die technologischen Fortschritte aus dem VISION EQXX sollen auf die neuen Fahrzeugarchitekturen von Mercedes-Benz übertragen werden.

Quelle: electrek.co – Mercedes-Benz teases upcoming hyper-efficient electric car with over 1,000 km (620 miles) of range

worthy pixel img
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Schreib einen Kommentar und misch dich ein! 🚗⚡👇


Stephan Becker:

Nun, mal wieder ein spannender Austausch hier.

Ein paar der Fragen, die man sich vielleicht auch weniger öffentlich stellen und beantworten sollte könnten sein:
Wer, und das gerne auch in Prozent der eAuto Fahrer betrachtet, braucht 1000km Reichweite?
Wann darf angenommen werden, das wir rund 80% der Ladestationen im Langstreckenverkehr auf 800V Technik umgerüstet haben werden?
Wieviel Ladeleistung braucht es denn tatsächlich auf der Langstrecke zwischen zwei 20min Stops?
Könnte es sein das all diese hübschen Zahlen im Hochglanzprospekt herausragend dafür geignet sind im nächsten Quartett Duell des Sohnematzes mehr Stiche zu ermöglichen als es seinem Schulfreund gelingt?
Könnte es sein das im Nutzungsalltag ganz andere Werte und Kardinalitäten relevant sind?

Wenn ein verbauter Akku für 1000km gut ist würde ich den Verkäufer fragen ob er mir nicht das gleiche Auto mit einem Akku liefern kann, der nur halb oder ein Drittel so groß ist.
Natürlich mit einer entsprechenden Gewichts und Preisreduktion verbunden…
Auf die in Schockstarre eingefrorene Körperhaltung des Verkäufer freue ich mich jetzt schon, wenn er erkennt das sein Lieblingsliefernant oder Arbeitgeber mal wieder meilenweit neben dem realen Bedarf anbietet.

Ich gebe gerne zu das ich früher wie viele andere auch gedacht habe.
Das ich mindestens 800km besser 1000km im Akku haben muss, das ich von 0-100% in keinem Fall länger als 30min brauchen darf … u.v.m.
Eine überaus heilsame Erfahrung war der Praxistest.
Wer wirklich belastbar für sich herausfinden möchte, was im Kontext von Elektromobilität wirklich wichtig oder relevant ist sollte sich eine Woche oder besser noch einen Monat ein seiner Meinung nach für ihn einigermaßen taugliches Elektroauto als Primärfahrzeug mieten. Angebote dafür finden sich im Internet leicht.

Doch Vorsicht: Die daraus resultierenden Erkenntnisse können große unumkehrbare Paradigmenwechsel im Kopf erzeugen und zu einem abrupten und für viele Freunde und Familienmitglieder unverständlichen und schwer akzeptablen Seitenwechsel in Diskussionen zum Thema e-Mobilität und allem was dran hängt führen …

KaiGo:

Also bei 1000km Reichweite müssen da mindestens mal 120kWh netto Akku drin stecken. Auch der Effizienz eines Elektroautos sind irgendwo Grenzen gesetzt. Luftwiderstand und Rollwiderstand lassen sich nicht endlos minimieren. 12kWh/100km WLTP in der Kompaktklasse könnten noch funktionieren, aber viel weniger wird das nicht werden. Real sind es sowieso dann deutlich mehr. Meist schafft ein Auto auf der Langstrecke ja rund 2/3 seiner WLTP Reichweite. Heißt also irgendwas bei 600-700km könnten möglich sein. Wer von 10kWh/100km bei Autobahntempo träumt, sollte mal nen Kaffeetrinken um wach zu werden.

In jedem Fall ist aber der Versuch löblich die Effizienz möglichst weit zu steigern und nicht nur dickere Akkus zu verbauen.

Oliver Rödder:

Bitte keine „Visionen“ mehr!

Wie gut. Und wie einfach es doch ist, 10 kwh in etwa zu erreichen. Kann jemand den Daimlern bitte einmal mitteilen, dass wir keine „Vision“ benötigen? Mit L1, XL1 und anderen haben wir schon so viele „Visionen“ hinter uns, die nur für teure Werbespots vergeudet wurden. Kaufen sollten wir danach wieder fossile Panzer, neuerdings mit Elektromotor. Bitte lasst uns endlich etwas Effizientes kaufen: Klein, leicht, tropfenförmig, unter 10 kwh. Es könnte so einfach sein…

Robert:

oh man hat Mercedes noch nie was vom Osbourne effekt gehört???? wenn sie jetzt ein Fahrzeug vorstellen das bei Autobahngeschwindigkeit (mind. 130+xx km in deutschland) nur 10kw verbrauch hat, wer will sich dann jetzt noch einen EQS oder einen anderen E-Mercedes kaufen wollen der derzeit mind. 25-35 kw auf 100km verbraucht da wird doch jeder warten bis das Wunderauto auf dem Markt kommt und seine eventuell vorh. Bestellung stornieren und die anderen werden ihr alte Karre noch etwas länger fahren

Max:

Verstehe das Problem nicht so ganz. Das Teil soll im Januar vorgestellt werden. Dann wissen wir es doch genauer.

David:

Der Ove-Link ist einfach, nur tue ich hier keine Links rein, weil das Ärger bringt. Findest du aber sofort. YouTube, Titel: Drei Jahre später…..Minute 2.

David:

In welcher Schulform hast du gelernt, die Kapazität eines Akkus in kW/h anzugeben? Wurde da viel gesungen und geklatscht?

David:

Ich habe die Werte schon öfter genannt. Die Rekuperation bei Tesla ist je nach Baujahr und Modell unterschiedlich. Von 0-75 kW. Wobei 75 nur die mehrmotorigen Tesla neueren Baujahrs haben, wenn es nicht zu warm und nicht zu kalt ist, es nicht feucht ist und dies und das ist. Tesla halt.

Sicher ist nur, die Rekuperation ist auf niedrigstem Niveau. Und ich meine nicht nur die 265 kW des Porsche Taycan oder die 295 kW des Mercedes EQS. Auch der i4 von BMW spielt in der Liga, der alte e-tron 55 kann 220 kW usw…usw…

Captain Ahab:

Also dein Auto ‚aus Amerika‘ ist ja aus China, nicht? Oder weisst du es nicht einmal, weil dir niemand was dazu gesagt hat?

Armend:

könnten sie mir bitte die genau Rechnung zeigen? Ich wäre ihnen dafür sehr dankbar da ich selbst schon versucht haben dies auszurechnen, was mir leider nicht gelungen ist.
ich danke Ihnen im Voraus.

Ähnliche Artikel

Cover Image for China-Experte: „Fehler sind Teil des Fortschritts“

China-Experte: „Fehler sind Teil des Fortschritts“

Sebastian Henßler  —  

In der aktuellen Podcast-Folge hatte ich die Gelegenheit, mit Dr. Thomas Kiefer zu sprechen – Journalist, Asien-Experte und profunder Kenner der chinesischen Industriepolitik. Seit Ende der 1980er Jahre beobachtet er vor Ort in Shanghai die Entwicklungen, war unter anderem in Joint Ventures wie Shanghai Volkswagen unterwegs und hat über Jahrzehnte hinweg verschiedene Länder Asiens bereist […]

Cover Image for Alpitronic CEO: „Laden muss immer funktionieren“

Alpitronic CEO: „Laden muss immer funktionieren“

Sebastian Henßler  —  

Im exklusiven Interview verrät Philipp Senoner, warum 400 kW für den Massenmarkt reichen, 850 kW und darüber hinaus aber als Sonderlösung kommen werden.

Cover Image for Diese 7 günstigen E-Autos unterstützen Plug & Charge

Diese 7 günstigen E-Autos unterstützen Plug & Charge

Daniel Krenzer  —  

Stecker rein und einfach losladen: Diese unkomplizierte Art des E-Auto-Ladens gibt es für immer mehr Modelle. Doch welche sind die günstigsten?

Cover Image for Volkswagen richtet Produktion auf KI-gestützte Zukunft aus

Volkswagen richtet Produktion auf KI-gestützte Zukunft aus

Michael Neißendorfer  —  

Effizienter, intelligenter und resilienter will Deutschlands größter Autohersteller werden: Dafür setzt der VW-Konzern in der Produktion verstärkt KI ein.

Cover Image for Neuer Volvo XC70: Der Plug-in-Hybrid für die Langstrecke

Neuer Volvo XC70: Der Plug-in-Hybrid für die Langstrecke

Michael Neißendorfer  —  

Im stadtnahen CLTC-Zyklus fährt der neueste Plug-in-Hybrid von Volvo 200 Kilometer weit. Ob er nach Europa kommt, ist noch offen.

Cover Image for Nio: 200.000 Akku-Wechsel in Europa, aber kaum neue Stationen

Nio: 200.000 Akku-Wechsel in Europa, aber kaum neue Stationen

Daniel Krenzer  —  

Mit der Anzahl der getauschten Akkus geht es für Nio in Europa voran, doch von den 170 geplanten Standorten gibt es bislang nur 60.