Mercedes me Charge bündelt 1,5 Millionen Ladepunkte weltweit

Mercedes me Charge bündelt 1,5 Millionen Ladepunkte weltweit
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Mercedes-Benz

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Roaming-Anbieter bündeln Ladepunkte verschiedener Anbieter – weltweit sind es mehr als 1300 – unter einem Dach. Das erleichtert den E-Auto-Alltag der Kundinnen und Kunden immens, schließlich können sie ihren Stromer mit einem einzigen Nutzeraccount an allen Ladestationen dieser Anbieter laden. In Europa verkündeten zuletzt mehrere Roaming-Anbieter, die Grenze von 600.000 Ladepunkten überschritten zu haben

Mercedes-Benz hat nun mit seinem Mercedes me Charge Ladenetzwerk ebenfalls einen Meilenstein erreicht – und bündelt weltweit mehr als 1,5 Millionen Ladepunkte. Mercedes me Charge gehöre damit zu einem der größten öffentlichen Ladenetzwerke weltweit, das global einheitlich unter dem gleichen Produktnamen geführt wird, so der Hersteller in einer aktuellen Mitteilung.

Durch ein engmaschiges, länderübergreifendes Ladenetz will Mercedes-Benz seinen Kundinnen und Kunden in 31 Ländern einen bequemen Ladeservice bieten. Rund 600.000 Ladepunkte befinden sich in Europa, mehr als 800.000 in Asien und gut 100.000 sind in Nordamerika angesiedelt. Die Ladestationen im Mercedes me Charge Netzwerk befinden sich an strategisch wichtigen Punkten, wie in Städten, an Einkaufszentren, Hotels und entlang von Autobahnen.

In Deutschland beispielsweise sind im Netzwerk von Mercedes me Charge mit mehr als 100.000 Ladepunkten mehr als 90 Prozent aller Ladepunkte im Land integriert. Unter den weltweit insgesamt 1,5 Millionen Ladepunkten sind 170.000 Schnelladepunkte mit mindestens 150 kW Leistung. „Mercedes me Charge ist eines der am schnellsten wachsenden Ladenetzwerke: allein im Jahr 2023 wurden im Durchschnitt monatlich 40.000 weitere Ladepunkte integriert“, sagt Franz Reiner, Vorstandsvorsitzender der Mercedes-Benz Mobility AG.

In Europa, den USA und Kanada stelle der Anbieter mittels Grünstromzertifikaten sicher, dass für Ladevorgänge über Mercedes me Charge eine äquivalente Strommenge aus erneuerbaren Energien ins Stromnetz eingespeist wird, sofern an der Ladesäule selbst noch kein Strom aus erneuerbaren Energien vorliegt.

In den Fahrzeugmodellen des Herstellers ist Mercedes me Charge in das MBUX-Multimediasystem integriert. Ein intelligenter Reichweitenassistent in der Navigation berechnet für jede Fahrt eine komfortable und zeiteffiziente Route inklusive Ladestopps. An der Ladesäule erfolgt die Authentifizierung über die Anzeige im MBUX-Multimediasystem oder die Mercedes me App, die Mercedes me Charge RFID-Karte oder direkt per Plug & Charge bei kooperierenden Ladesäulenbetreibern. Jeder Ladevorgang wird automatisch über Mercedes me Charge abgebucht und monatlich abgerechnet.

Kostentransparenz und Fixpreise

Mercedes-Benz will bei den Ladekosten an öffentlichen Ladestationen zudem für maximale Kostentransparenz sorgen. Der genaue Ladepreis pro Kilowattstunde oder pro Minute sowie die voraussichtlichen Kosten bis zum Erreichen des maximalen Ladezustands können vor dem Ladevorgang auf dem MBUX-Display oder in der Mercedes me App eingesehen werden. Kundinnen und Kunden zahlen den Standardpreis des Ladestationsbetreibers, zu dem die genutzte Ladestation gehört.

In Europa haben Kundinnen und Kunden die Möglichkeit zu einem Fixpreis zu laden, der unabhängig vom Betreiber gilt. Sie können einen aus drei Ladetarifen (S, M, L) wählen und so die Kosten an das persönliche Fahrprofil und das individuelle Ladeverhalten anpassen.

Mercedes me Charge werde weiter konsequent ausgebaut, so der Hersteller: Auch die bis Ende des Jahrzehnts geplanten 10.000 Ladepunkte des eigenen globalen Mercedes-Benz Charging Networks sowie das bestehende europäische Joint Venture Ionity und die im Aufbau befindlichen Kooperationen zum Aufbau einer Ladeinfrastruktur in Nordamerika und China sollen vollständig in Mercedes me Charge integriert werden.

Quelle: Mercedes-Benz – Pressemitteilung vom 18.01.2024

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Michael Neißendorfer

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Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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