Mercedes will noch vor 2030 Festkörperbatterien auf den Markt bringen

Mercedes will noch vor 2030 Festkörperbatterien auf den Markt bringen
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Mercedes-Benz

Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 2 min

Bislang vermelden vor allem chinesische Hersteller, dass Festkörperbatterien entweder bereits produziert werden oder kurz davor stehen. Nun hat der deutsche Automobilhersteller Mercedes bekanntgegeben, dass die neue Generation an Fahrzeugbatterien für Elektroautos noch vor 2030 erhältlich sein sollen. „Wir gehen davon aus, dass wir die Technologie noch vor Ende des Jahrzehnts in den Serieneinsatz bringen können“, sagte Entwicklungschef Markus Schäfer der Automobilwoche.

Ausgegangen wird dabei offenbar von einer 25 Prozent höheren Reichweite oder alternativ einem geringeren Preis bei gleichbleibender Reichweite. Für die kommende elektrische C-Klasse wird von 860 Kilometern WLTP-Reichweite ausgegangen, mit einer Festkörperbatterie wären also sogar fast 1100 Kilometer drin. Real auf der Autobahn sollten dann also gut 700 bis 800 Kilometer ohne Zwischenladen möglich sein – sehr attraktiv für Pausenfeinde mit robuster Blase. Festkörperbatterien verkraften höhere Ladeleistungen und gelten zudem als nochmals sicherer als bisherige Akkus.

Auch BMW am Thema dran

Schon seit Februar unternimmt Mercedes erste Tests mit einem Festkörperakku in einem Mercedes EQS. „Die Spezifikationen für die Batterie sowie das komplette Management-System werden im E-Campus in Stuttgart-Untertürkheim sowie bei Mercedes-AMG High Performance Powertrains in Brixworth erarbeitet“, schreibt die Automobilwoche. Übrigens will auch BMW bis 2030 mit neuartigen Batterien aufwarten können, generell duellieren sich die beiden deutschen Hersteller derzeit, bei Elektroautos technisch hochmoderne Autos auf den Markt zu bringen und bei den Modellen aus China in Sachen Ladeleistung mithalten zu können.

Zudem wird erwartet, dass durch die günstigeren Feststoffbatterien Elektroautos künftig in etwa zu den gleichen Preisen wie Verbrenner verkauft werden können. Im Betrieb sind sie ohnehin bereits für die meisten Fahrer die günstigere Lösung. Dann würde neben all den anderen Vorteilen auch wirtschaftlich rein gar nichts mehr gegen einen Umstieg auf ein Elektroauto sprechen.

Quelle: Automobilwoche – Mercedes-Entwicklungschef: Festkörperbatterie geht „vor Ende des Jahrzehnts in den Serieneinsatz“

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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