Luxemburger Verkehrsunternehmen bestellt 15 E-Busse von Volvo

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Volvo Buses

Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 3 min

Das luxemburgische Verkehrsunternehmen Demy Schandeler hat 15 vollelektrische Volvo-Busse des Typs 7900 für den Einsatz im Überlandverkehr bestellt. Es ist der erste Auftrag für Volvo-Elektrobusse mit Volvo-7900-Electric-Aufbauten, die von MCV gebaut werden, heißt es in der dazugehörigen Pressemitteilung. Der Auftrag zeige das Vertrauen in die neue Partnerschaft von Volvo Buses mit dem Aufbauhersteller MCV. Die Busse sollen im Frühjahr 2025 ausgeliefert werden.

Der neue Auftrag folgt auf die bereits im September bekannt gegebene Vereinbarung zwischen Volvo Buses und MCV, die Volvo-7900-Elektrobusse und Volvo-7900-Elektro-Gelenkbusse in Lizenz aufzubauen. Diese Vereinbarung sei ein wichtiger Schritt für das neue Geschäftsmodell von Volvo Buses in Europa gewesen, heißt es.

Wir freuen uns natürlich sehr, dass wir bereits den ersten Auftrag für unseren Volvo 7900 Electric entgegennehmen können, der in Partnerschaft mit MCV gebaut wird. Es zeigt das Vertrauen, das unsere Kunden in unsere Marke und Organisation haben, und dass wir weiterhin ein starker Akteur auf dem europäischen Markt sein werden, der eine breite Palette von Bussen im Premium-Segment für den öffentlichen Nahverkehr anbietet“, sagt Dan Pettersson, Senior Vice President Volvo Buses.

Das von der Luxemburger ÖPNV-Organisation RGTR beauftragte Busunternehmen Demy Schandeler ist der jüngste Partner von Volvo Buses in Luxemburg und setzt seit Anfang 2023 zehn Volvo 7900 Electric ein. Diese erfolgreiche Zusammenarbeit habe dazu beigetragen, den jüngsten Auftrag über 15 weitere Elektrobusse von Volvo zu sichern. „Dieser Auftrag ist ein großer Erfolg! Das Vertrauen in unsere Partnerschaft mit Demy Schandeler hat sich im Laufe des Jahres aufgebaut, basierend auf der hervorragenden Betriebszeit und der Reaktionsfähigkeit der Aftermarket-Organisation, mit der starken Unterstützung unseres lokalen Händlers“, sagt Laurent Bravetti, Direktor Volvo Bus Luxemburg, Benelux.

470-kWh-Akku an Bord

„In unserer Gesamtflotte von rund 400 Stadt-, Reise- und Elektrobussen sowie 160 Minibussen ist Volvo zu einer unserer Stützen beim Übergang zur Elektromobilität geworden. Dass wir mit den zehn Volvo 7900 Electric in elf Monaten 800.000 Kilometer erfolgreich zurückgelegt haben, hat das Vertrauen in das Produkt gestärkt“, sagt Laurent Schandeler, Geschäftsführer von Demy Schandeler.

Die 15 Busse, die im Frühjahr 2025 ausgeliefert werden sollen, sind eine aktualisierte Version des aktuellen Volvo 7900 Electric. Die Busse sind zwölf Meter lang und werden mit einer 470-kWh-Batteriekonfiguration ausgestattet sein, die einen flexiblen und effizienten Betrieb ermögliche. „Unsere starke Partnerschaft mit MCV ist in vollem Gange, und unser erster Auftrag ist bereits in Arbeit. Darüber hinaus können wir jetzt unsere Premium-Elektrolösungen vorantreiben und haben in naher Zukunft neue Möglichkeiten“, sagt Dan Pettersson. Volvo Buses werde auch weiterhin der Ansprechpartner für Kunden sein, wenn es um Ersatzteile und Dienstleistungen für die in Zusammenarbeit mit MCV gebauten Busse geht.

Quelle: Volvo Buses – Pressemitteilung vom 7. Dezember 2023

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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Peter:

Und alle von dir gennanten werden die Busse wieder abschaffen weil sie die selben Erfahrungen machen werden wie von mir verlinkt, lernen durch Schmerzen.

Jakob Sperling:

Dem Klima ist es ziemlich egal, ob CO2 in den USA oder in Europa ausgestossen wird.
Aber auch die Deutschen haben nach meinen (sicher nicht vollständigen) Informationen etwas anderes gelernt:
21.07.23: 25 Solaris FCEV-Busse für Duisburg
03.08.23: Solaris liefert 10 H2-Busse nach Bayern
14.09.23: Weitere 18 Solaris Urbino18h für Regionalverkehr Köln
26.10.23: 10 Solaris Hydro für Krefeld (450 FCEV-Bestellungen bei Solaris insgesamt)
24.11.23: Erste 3 Mercedes Benz eCitaro G fuel cell für rnv Mannheim

Peter:

Jakob du weißt doch, lernen durch Schmerzen, die Deutschen haben schon gelernt…und die Miraifahrer in Californien auch schon.
https://www.schwarzbuch.de/aufgedeckt/steuergeldverschwendung-alle-faelle/details/wiesbaden-faehrt-wasserstoffbusse-vor-die-wand

S. Eckardt:

Aber hier ist von Europa die Rede.
Und die Tatsache, dass man mit den ersten zehn Bussen so zufrieden ist, dass man diesen Weg deswegen so weiter geht, ist schon eine positive Information – insbesondere für andere Verkehrsbtetriebe.
Schließlich wird man den vorhandenen Fuhrpark auch nur schrittweise ersetzen.
So ist es doch für alle Beteiligten ein positiver, optimistischer und realer Prozess … und aus meiner Sicht deswegen schon einen Beitrag wert.

Jakob Sperling:

Der Kauf von 15 E-Bussen erinnert vom Informationsgehalt her schon ein wenig an den sprichwörtlichen Sack Reis, der in China umgefallen sein soll.

Da ist die Tatsache, dass das San Mateo County Transit District Board (San Francisco Süd) letzte Woche 108 FCEV-Busse von New Flyer kaufte, fast schon eine Sensation dagegen.
@ Daniel: Das Stück soll 1.5 Mio. $ kosten und FCEV-Busse werden in den USA massiv staatlich subventioniert.

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