Leapmotor plant mit 500 Standorten in Europa bis 2026

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Stellantis

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Leapmotor International, ein zu 51 zu 49 Prozent von Stellantis geführtes Gemeinschaftsunternehmen zwischen dem Multi-Marken-Konzern und Leapmotor aus China, hat diesen Monat die ersten Autos von Leapmotor – den SUV C10 und den T03 – von Shanghai, China, zu europäischen Häfen verschifft. Und das als Anlass für eine Mitteilung genommen, um ein paar weitere Details zu den beiden Elektroautos zu verraten.

Die Auslieferung der ersten Leapmotor-Fahrzeuge C10 und T03 nach Europa in diesem Monat ist ein Meilenstein in der Partnerschaft von Stellantis und Leapmotor“, sagte Stellantis CEO Carlos Tavares. „Dieser Schritt bekräftigt unser Engagement, unseren Kundinnen und Kunden innovative und nachhaltige Mobilitätslösungen zu bieten. Angesichts der soliden Geschäftsbasis von Stellantis in Europa und der harten Arbeit der Teams unserer Unternehmen zur Gewährleistung von Produktinnovation und -qualität bin ich fest davon überzeugt, dass die Fahrzeuge von Leapmotor von den europäischen Kundinnen und Kunden allgemeinhin akzeptiert werden. Wir freuen uns auf die Chancen, die diese Partnerschaft mit sich bringt und auf eine erfolgreiche gemeinsame Zukunft.“

Leapmotor hat in der ersten Juli-Hälfte die Marke von insgesamt mehr als 400.000 in China verkauften NEVs erreicht“, sagte Zhu Jiangming, Gründer, Chairman und CEO von Leapmotor. Unter NEV werden in China Autos mit alternativen Antrieben zusammengefasst, neben reinen Elektroautos gehören dazu auch die immer beliebteren E-Autos mit Range Extender, Plug-in-Hybride und Wasserstoffautos.

China ist der größte und wettbewerbsintensivste Markt für Elektroautos in der Welt, und unsere Produkte haben ihren Wert bewiesen. Dies wird durch die allgemeine Zufriedenheit unserer lokalen Kundinnen und Kunden bestätigt“, sagt der Leapmotor-CEO. „Die Modelle C10 und T03 wurden von Anfang an so konzipiert, dass sie die hohen Standards der globalen Kundinnen und Kunden erfüllen. Wir sind zuversichtlich, dass die Zusammenarbeit zwischen Stellantis und Leapmotor signifikantes Wachstum für beide Unternehmen bringen wird.“ In den kommenden drei Jahren soll jedes Jahr mindestens ein weiteres Modell auf den Markt kommen.

Über die Nutzung der Stellantis-Vertriebskanäle plant das Joint Venture Leapmotor International, die Zahl der Verkaufsstellen für seine Autos in Europa von 200 Ende 2024 auf 500 im Jahr 2026 zu steigern. Mit dieser Abdeckung soll ein hohes Serviceniveau sichergestellt werden. Während nun die ersten C10 und T03 ihre Reise nach Europa angetreten haben, bekräftigen Stellantis und Leapmotor, dass dies erst der Beginn einer langfristigen Zusammenarbeit sei. Deren Ziel es sei, die Landschaft der Elektromobilität in Europa und darüber hinaus zu verändern. Geplant ist auch, dass E-Autos von Leapmotor im Stellantis-Werk in Polen produziert werden.

Der Leapmotor C10 basiert auf der von Leapmotor selbst entwickelten LEAP3.0 Technologie-Architektur, die intelligente Elektrotechnologie wie die zentral integrierte elektronische und elektrische Architektur, die Cell-to-Chassis (CTC)-Technologie und ein intelligentes Cockpit beinhaltet. Das Auto ist ein Elektro-SUV im D-Segment, bietet eine Reichweite von 420 Kilometern gemäß WLTP und soll dazu in der Lage sein, eine 5-Sterne-E-NCAP-Bewertung zu erreichen. Nach dem Gewinn des „2023 International CMF Design Award“ für sein technologisches und ästhetisches Design wurde das Auto kürzlich mit dem „2024 Gold Award“ des französischen Designpreises (FDA) und dem „2024 Gold Award“ des amerikanischen Muse Design Awards ausgezeichnet.

Der Leapmotor T03 ist ein kleiner Fünftürer – ein Kleinwagen im A-Segment mit einem Innenraum, der eher dem B-Segment zuzuordnen sei. Der Elektro-Kleinwagen hat eine Reichweite von 265 Kilometern gemäß WLTP.

Quelle: Stellantis – Pressemitteilung vom 30.07.2024

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Wolfbrecht Gösebert:

„Du stellst Dich absichtlich so dumm, oder? Den Eindruck hab ich jedenfalls oft bei Dir.“

Ja, genau – und es wirkt schon mehr als *merkwürdig*, wenn so ein EXPÄRDE hier angeblich zu vermelden weiß, was nun die richtigen Stückzahlen für eine erste Schiffsladung wären, wenn man so eine SKD-(Semi Knocked Down) Produktion für ein neues Fahrzeug mit neuen Arbeitern in einen neuen Werk innerhalb eines neuen Joint Ventures bei einem neuen Export-Projekt mit neuer Lieferkette in einem neuen Land eines neuen Kontinents beginnt – wie hier für den Leap T03!

Ja, diese Art Überheblichkeit ist es, „die der deutschen und europäischen Industrie noch massiv auf die Füße fallen wird“.

Jeff:

Du stellst Dich absichtlich so dumm, oder? Den Eindruck hab ich jedenfalls oft bei Dir. Oder kapierst Du wirklich nicht, dass die 800 nur die erste Schiffsladung sind? Und dass die in Polen bereits in Europa produzieren scheinst Du überlesen zu haben. Und ganz im Ernst: Genau diese Einstellung ist es, dieses süffisante „ach die Chinesen“, die der deutschen und europäischen Industrie noch massiv auf die Füße fallen wird

Spiritogre:

Hmm 800 Autos auf 500 Standorte verteilt, große Pläne…

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