Jaguar Classics elektrifiziert den E-Type in Serie

Jaguar Classics elektrifiziert den E-Type in Serie
Copyright:

Jaguar Classics | Jaguar Land Rover

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Die elektrifizierte Version des Jaguar E-Type, welchen Harry und Meghan gefahren haben, hat so viel positive Resonanz mit sich gebracht, dass sich Jaguar Classics entschlossen hat den vollelektrische E-Type zum Verkauf anzubieten. Jaguar Classics wird hierbei auf sein langjähriges Restaurierungs-Know-how zurückgreifen und dies mit modernster Technologie aus dem I-PACE kombinieren. Des Weiteren gibt es auch die Möglichkeit für bestehende E-Type-Besitzer das eigene Fahrzeug zu elektrifizieren. Um die Authentizität des Basisfahrzeugs zu erhalten, ist der EV-Umbau vollständig reversibel.

„E-Type Zero zeigt das unglaubliche Erbe des E-Type, das Know-how und die Handwerkskunst von Classic Works und demonstriert gleichzeitig das Engagement von Jaguar Land Rover für die Entwicklung emissionsfreier Fahrzeuge in allen Bereichen des Unternehmens, einschließlich Jaguar Classic.“ – Tim Hannig, Jaguar Land Rover Classic Director

Stand heute sind noch keine technischen Spezifikationen und Preisdetails bekannt. Zunächst einmal wird man das Interesse bei potentiellen E-Type Zero Kunden abklopfen. Die Auslieferung der ersten Elektrofahrzeuge vom Typ E wird ab Sommer 2020 erwartet. Jaguar Classic zielt auf eine Reichweite von über 170 Meilen für den vollelektrische E-Type ab. Dieser wird hierbei spürbar durch das geringe Eigengewicht und die schlanke Aerodynamik des Fahrzeugs unterstützt. Das Konzeptfahrzeug wird von einer 40kWh Batterie angetrieben, die je nach Stromquelle in sechs bis sieben Stunden wieder aufgeladen werden kann.

Neben dem hochmodernen Antriebsstrang, der modifizierten Instrumentierung und dem optional erhältlichen Touchscreen-Infotainment ist das E-Type Zero-Konzept weitgehend original. Effiziente LED-Scheinwerfer ergänzen das ikonische Design der Serie 1.

Ein elektrischer Antriebsstrang mit einstufigem Untersetzungsgetriebe wurde speziell für den E-Typ entwickelt. Wobei man sich hier vieler Jaguar I-PACE-Komponenten bedient hat. Somit nutzt man nicht nur die Formel E als Startrampe für eigene E-Fahrzeuge, sondern auch das erste, bestehende Serienfahrzeug.

Der Lithium-Ionen-Akku hat die gleichen Abmessungen und das gleiche Gewicht wie der Standard-Sechszylinder-Benzinmotor des E-Typs XK und befindet sich am gleichen Ort.

Der Elektromotor liegt direkt hinter dem Akkupack, anstelle des Getriebes des E-Typs. Eine neue Kardanwelle überträgt die Kraft auf ein Verschleppungsdifferenzial und einen Endantrieb. Die Verwendung eines elektrischen Antriebsstrangs mit ähnlichem Gewicht und Abmessungen wie der abgehende Benzinmotor und das Getriebe bedeutet, dass sich die Struktur des Fahrzeugs, einschließlich Federung und Bremsen, nicht verändert.

Dies vereinfacht den Umbau natürlich entsprechend und lässt auch das Fahrerlebnis mit dem E-Type in seiner bisherigen Art und Weise bestehen. Laut Jaguar handhabt, fährt und bremst dieser wie ein Original-E-Typ mit unveränderter Front-Heck-Gewichtsverteilung.

Quelle: Jaguar – Pressemitteilung vom 24.08.2018

Worthy not set for this post
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto Hersteller

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Felix Katz  —  

Polestar entwickelt für das bidirektionale Laden ein virtuelles Kraftwerk. So sehen die Potenziale und Herausforderungen der Vehicle-to-Grid-Technologie aus.

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Felix Katz  —  

Caterhams Project V soll 2026 auf die Straßen kommen – für mindestens 90.000 Euro. Das Konzeptmodell kommt von einem bekannten Designer.

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

Maria Glaser  —  

Um sich weiterhin erfolgreich auf dem chinesischen Markt für Elektroautos zu behaupten, arbeitet VW eng mit Unternehmen vor Ort zusammen.

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

Michael Neißendorfer  —  

1000 Standorte in ganz Deutschland: EnBW betreibt eines der größten Schnellladenetze für Elektroautos bundesweit.

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Felix Katz  —  

Die Zeekr-Modelle 001 und X können in Schweden und den Niederlanden vorbestellt werden. Der Auslieferungsstart ist im Herbst.

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

Felix Katz  —  

Die geplante Euro-7-Abgasnorm scheint auf der Kippe zu stehen. Mehrere EU-Staaten und Autohersteller wollen eine weitere Senkung der Grenzwerte verhindern.

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Hannes Dollinger  —  

Eine neue Studie besagt, dass bis zu 68 Prozent der bis 2030 in der EU geplanten Lithium-Ionen-Batterie-Produktionen gefährdet sind.