IONITY-Chef: „Wir werden nächstes Jahr fertig“

IONITY-Chef: „Wir werden nächstes Jahr fertig“
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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Bis 2020 will IONITY, das von BMW, Daimler, Ford und dem Volkswagen-Konzern gegründete Konsortium, rund 400 Schnellladestationen entlang der wichtigsten Hauptverkehrsadern Europas betreiben. Damit wäre das Schnellladenetz so groß wie das europäische Supercharger-Netzwerk des Elektroauto-Pioniers Tesla. Wie IONITY-Chef Michael Hajesch zu verstehen gab, werde man bis nächstes Jahr auch fertig mit dem eigenen Schnellladenetz.

Neue Baustellen und optimierte Abläufe tragen zur angestrebten Fertigstellung bei

Hierzu merkte Hajesch an: „In den nächsten 30 Tagen werden wir eine Menge neue Baustellen sehen.“ Explizit ging es um 20 bis 30 Stationen, welche beim Ausbau des IONITY-Schnellladenetzes in Richtung Süd- und Südosteuropa errichtet werden sollen. Derzeit sind laut Hajesch 63 in Betrieb.

Für etwa 95 Prozent der geplanten Stationen seien die Verträge zum Beispiel mit den Eigentümern der Grundstücke unter Dach und Fach. Des Weiteren sei es so, dass sich die Bau-Logistik mittlerweile einspiele, was die Inbetriebnahme spürbar erleichtert.

SPIE, Energietechnik-Dienstleister, hat vom Schnellladenetzwerk IONITY den Auftrag über die europaweite Bereitstellung von 400 Hochleistungsladestationen bis 2020 erhalten. Zunächst sei die Errichtung von 66 Ladestationen in den Niederlanden, Großbritannien, Frankreich, Tschechien, Ungarn und der Slowakei sowie die Bereitstellung von 103 Stationen in Deutschland, Belgien, Frankreich, Polen, Ungarn und den Niederlanden beauftragt worden.

Unterschiedliche Gesetze und Regularien erschweren Ausbau des IONITY-Schnellladenetzwerk

Erschwert wird der Ausbau des Ladenetzwerks von IONITY durch unterschiedlichste Voraussetzungen in den 23 Ländern. Unterschiedliche Regularien und Gesetze, welche von Region zu Region unterschiedlich sind erschweren den Ausbau. Mal habe man es zudem mit sandigen Böden zu tun, mal mit Granit.

Nach 2020 soll es mit dem Netzwerk weiter gehen. Was allerdings auf die 400 angekündigten Stationen folgt, steht noch nicht fest. Wird aber derzeit intern ausgearbeitet. Ein Engagement außerhalb Europas sei ebenso denkbar wie der Aufbau von Ladestationen in den Städten. Wie viele Stationen letztlich erforderlich seien, wenn die Zahl der Elektroautos nun tatsächlich stärker steige, hänge auch davon ab, wie sich die Technik entwickle.

Aktuell kostet eine Ladung bei Ionity pauschal günstige 8 Euro. Sobald die Zeit gekommen ist, soll allerdings ein anderes Preisschema eingeführt werden, damit Ionity profitabel wirtschaften kann. Wann dies der Fall ist, sagte Hajesch jedoch nicht.

Momentan gehe das Gemeinschaftsunternehmen stark in Vorleistung: „Wir sind ein Infrastrukturunternehmen und in der Regel benötigen diese einen anderen Anlagehorizont als Automobilunternehmen“, erklärt der Manager. Er geht davon aus, dass es in spätestens fünf Jahren, wenn eine große Zahl Elektroautos auf den Straßen unterwegs ist, die ersten sehr rentablen Stationen geben werde.

Quelle: Welt.de – Ionity-Chef: Haben 400 Ladestationen nächstes Jahr fertig

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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