In Deutschland hat der Dienstwagen weiterhin Bedeutung

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Elektroauto-News.net

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Verzicht aufs Auto – diese Forderung und Vorstellung wird diskutiert und Befürworter teilen auf vielen Wegen ihre Erfahrungen beim Umstieg auf andere Verkehrsmittel. Dass auch das Auto weiterhin ganz weit oben auf der Beliebtheitsskala steht, zeigt ein Blick auf die Dienstwagen. LeasePlan, einer der führenden Car-as-a-Service-, Leasing- und Fuhrparkmanagement-Anbieter, hat seine Daten aus Deutschland analysiert, um die Relevanz von Autos als Verkehrsmittel aufzuzeigen.

Während der Ferien ging es mit dem Flieger in den Urlaub, per Zug und 9-Euro-Ticket kreuz und quer durch die Republik oder mit dem Fahrrad auf einen Kurztrip in die Natur oder den Wegen durch die Stadt. Der Alltag ist zurück, die Pendler sind wieder unterwegs zur Arbeit und der Außendienst besucht die Kunden. Dass das Auto als das Verkehrsmittel der Wahl noch lange nicht wegzudenken ist, zeige der stetige Anstieg an Dienstwagen, so LeasePlan in einer aktuellen Mitteilung.

LeasePlan kann keinen Rückgang bei Dienstwagen verzeichnen – im Gegenteil. Die Zahl steigt stetig. Somit stellt der Dienstwagen in Unternehmen nach wie vor die Mobilität der Mitarbeitenden sicher und ist gleichzeitig ein starkes Motivationsinstrument im aktuellen Werben um Fach- und Führungskräfte von Arbeitgebern“, sagt Christopher Schmidt, Commercial Director von LeasePlan. Eine Nachfrage nach dem Beratungsangebot zu alternativen Mobilitätsbudgets oder Leasing-Fahrrädern könne LeasePlan dagegen „nur vereinzelt verzeichnen, lediglich der Umstieg auf Elektromobilität ist in den Fuhrparks angekommen und im Gange.

Dienstwagen behalten aufgrund des gesteigerten Bedarfs an individueller Mobilität ihre Bedeutung und Attraktivität für Mitarbeitende. Dieser Trend setze sich aktuell vor dem Hintergrund hoher Spritpreise und steigender Inflation weiter fort. Der Pkw-Bestand im relevanten Flottenmarkt in Deutschland ist auch in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen und der Kreis der dienstwagenberechtigten Mitarbeitenden wurde beständig ausgeweitet. Zu diesem Ergebnis kam jetzt eine interne Studie von LeasePlan. Hier liegt der Anteil der User-Chooser-Fahrzeuge in der Kundenflotte bei etwa 70 Prozent; rund 30 Prozent entfallen auf Pool- und Servicefahrzeuge.

Zu Buche schlagen aktuell die hohen Spritpreise und die Inflation. Mit einem Dienstwagen können Arbeitnehmer bares Geld sparen, denn sie müssen nicht aus eigener Tasche in Reparaturen und Instandhaltung investieren, keinen teuren Sprit bezahlen oder Strom laden.

Die Anzahl der gewerblich genutzten Pkw hat sich in den vergangenen zehn Jahren von 4,3 Millionen auf 5,2 Millionen erhöht. Das Kraftfahrt-Bundesamt verzeichnete im August 2022 mit mehr als 125.000 neu zugelassenen, gewerblich genutzten Pkw einen Anstieg um 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Quelle: LeasePlan – Pressemitteilung vom 20.09.2022

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Lukas:

Dann erzähl mir und den Krankenhäusern und Arztpraxen doch mal wie in Zukunft die vorgeschriebenen Wartungen und Konstanzprüfungen an ihren Anlagen zu bildgebende Verfahren (Gammakameras, CT, ect.) durchgeführt werden wenn kein Außendienstechniker mehr kommt. Oder Reparaturen bei Ausfall, die Patienten sind schon einbestellt.

Ich jedenfalls kann die Frage nach meiner Arbeitsweise und Effizienz eindeutig mit ja und Positiv beantworten.

Längst nicht jeder „Außendienstler“ fährt den ganzen Tag zum Kaffeetrinken mit seinem „dicken Dienstwagen“ sinnlos von A nach B und verballert Kraftstoff, auch wenn viele die das nicht kennen es sich so ausmalen.
Ich für meinen Teil fahre einen Passat, Durchschnittsverbrauch 4,5-5l/100km, incl. vollem Kofferraum mit Werkzeug und Ersatzteilen. Und nein, das ganze lässt sich nicht mit ÖPNV bewerkstelligen.

Klar wird mir der PKW zur Verfügung gestellt und ist somit ein Teil meines Gehaltes, dennoch zahle ich dafür und erhalte dann weniger Nettolohn. Zumal die Fahrten zur Arbeit ebenfalls versteuert werden. Es ist also keinesfalls ein Geschenk wie viele immer meinen. Die Nutzung des Fahrzeuges ist quasi eine andere Art der Entlohnung, so wie auch eine Erhöhung von Urlaubstagen eine Art Gehaltserhöhung ist. Oder ein Arbeitgeberzuschuss zum Jobrad, vergünstigte Lademöglichkeiten für private Elektroautos der Mitarbeiter, etc. bspw. auch.

David:

Da das lesen und verstehen bei dir nicht so dolle ist, sollte ich sagen, dass mein Beitrag weder für noch gegen Dienstwagen war. Sondern die Effekte nannte und bewertete.

David:

Gäbe es so gut bezahlte „Social Media Lobbyisten“ und wäre ich einer davon, würde man dafür vermutlich verlangen, z.B., dass ich Euch hier vor mir hertreibe und Meinungshoheit habe. Das ist mir gelungen. Mangels Gegenargumenten driften Menschen deines Zuschnitts immer gleich ins Persönliche ab. Das gibt Dritten die Idee, dass meine Einlassungen fundiert sind. So weit, so gut. Ich bin nur nicht ganz sicher, ob du richtig einschätzt, was dabei herausspringt, wenn man 2-3 Blogs aufmischt.

Ben:

Ist ja klar das ein ein VW-Troll mit nem kostenlosen Taycan ein Fürsprecher von Dienstwagen ist

David:

Das Dienstwagenprivileg ist für deutsche Unternehmen viel bedeutender als man denkt. Denn die hohe Premiumauto-Dichte in der Mittelklasse und oberen Mittelklasse kommt praktisch nur daher. Dieser lukrative Heimatmarkt ermöglicht Skaleneffekte in gehobenen Preisklassen weltweit.

Was heißt das fürs Elektroauto? Der VW-Konzern, BMW und Mercedes haben damit jede Menge Kunden, weil Firmenwagenfahrer sich eher trauen, in die Elektromobilität einzusteigen. Man bestellt von fremdem Geld. Und bei den bekannten Konzernen mit den großen Dienstwagenflotten wird vorrangig deutsches Automobilgut angeboten. Man musste nur warten bis die Dienstwagenrichtlinien angepasst wurden. Das ist jetzt fast überall geschehen.

brainDotExe:

Kundenberatung hat schon immer am besten vor Ort in persönlichen Gesprächen funktioniert.
Das hat man in den letzten 2 Jahre gesehen. Da sich jetzt wieder so langsam alles normalisiert, wird auch der Außendienst hochgefahren, da es wieder zeitgemäß ist. Also eher im Gegenteil, es werden aktuell Außendienstler gesucht.

Tobi:

Wer im Aussendienst arbeitet sollte sich vielleicht auch mal überlegen ob seine Arbeitsweise noch effizient und zeitgemäss ist. Auf jeden Fall werden sehr viele Aussendienstler kurz und mittelfristig einen neuen Job suchen müssen, wenn sie nicht mit der Zeit gehen.

Läubli:

Soviel zur Argumentation einiger Politiker, die am liebsten ganze Städte autofrei machen möchten. Solche Menschen leben nur in Gedanken, nicht aber im realen Leben bei uns! Solche Realitätsfremden Politikern sollte man alle Macht abnehmen und wir, das Stimmvolk, entsprechend keine Stimmen zuteilen. So, Ende der Politik, obwohl es hier perfekt zum Thema passt.
Wer im Außendienst arbeitet weiß genau was ich meine, da kann selten jemand mit den Velo oder Zug reisen… welche Firma würde wohl die Mehrzeit der Reise bezahlen wollen.

MKU:

Kann man könnte auch vermuten, dass ist eine Subvention, die gerne mitgenommen wird.

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