Honda richtet sich verstärkt auf E-Mobilität aus

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Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 2 min

Honda will bis 2030 einen Absatz von zwei Millionen Elektroautos pro Jahr erreichen, was gemessen an den aktuellen Verkaufszahlen rund die Hälfte aller Verkäufe ausmachen würde. Den Weg dorthin soll die Einführung von gleich drei dedizierten Elektro-Plattformen ebnen. Der Fokus auf diese ehrgeizigen Pläne soll durch eine Überarbeitung der Organisationsstruktur erfolgen. Eine neue Abteilung zur Stärkung und Beschleunigung des Elektrifizierungsgeschäfts werde geschaffen.

Wie der Automobilhersteller zu verstehen gibt, sei die Umstrukturierung Teil der Bemühungen des Automobilherstellers, auf dem schnell wachsenden Markt für vollelektrische Fahrzeuge aufzuholen. Ansonsten laufe der japanische Autohersteller in Gefahr, auf dem Markt für Elektrofahrzeuge hinter ihre europäischen und amerikanischen Konkurrenten zurückzufallen. Zum 2. Quartal beginnend werde die neue Abteilung die Elektrifizierungsstrategie des japanischen Automobilherstellers und die Entwicklung von Automobilen, Motorrädern und Energieprodukten in sich vereinen.

Ebenfalls findet eine Konsolidierung auf Organisationsebene statt. Aus bisher sechs „Operationsgebieten“ weltweit, werde man künftig drei machen. In denen die Märkte Nordamerika, China und den damit verbundenen Regionen einschließlich Japan, dem Rest Asiens und Europa eingebunden sind. Durch die klare Ausrichtung in diesem Bereich wolle man im Fall von Ressourcenverschiebungen schneller agieren können. Um sich nicht selbst in Hinblick auf die Beschleunigung der eigenen Elektrifizierungsstrategie auszubremsen.

Noch im Oktober 2022 wurde bekannt, dass Honda in Nordamerika eine Produktionskapazität von 750.000 bis 800.000 Elektrofahrzeugen anstrebt. Auf eine ähnliche Größenordnung wolle Honda in China kommen. Im Heimatland Japan ist die Produktion von 450.000 bis 500.000 E-Autos geplant. Insgesamt will Honda bis 2030 gut 30 E-Modelle weltweit anbieten.

Quelle: Reuters – Honda to create division to speed up electrification development

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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Läubli:

Ja, das Problem ist, dass außer dem Honda e einfach nichts zum verkaufen da ist, sowas verärgert natürlich das Personal.
Ich meine nur, das Auto ist gut und weitere solche Arten könnten durchaus verkauft werden, aber ja, da müsste gewaltig was gehen, sonst wird das nichts.

Wenn man das aus dieser Richtung von dir betrachtet, darf man durchaus Zweifel haben, ob Honda das stemmt – es ist dazu wohl schon reichlich spät.

Die könnten es – schade machen sie es nicht.

Rudi:

Honda hat nur noch 0,3 Prozent Marktanteil
In Europa wurden viele Jahre lang rote Zahlen erwirtschaftet
Das Händlernetz gehört zu den Unzufriedensten der Branche
Mitarbeiter Bewertungen auf Kununu.com und deren Fragen eine Katastrophe
Einen größeren Image Absturz gab es nie
Was will man mehr
Die Frage sollte jeder für sich beantworten

Läubli:

Wenn ich das wüsste, würde ich es dir gerne sagen. Wohl haben die daran gutes Geld verdient und gesagt, da reichen uns ein paar Fahrzeuge aus, aber an denen wollen wir abkassieren.
Immerhin haben sie etliche Kunden gefunden, für die der Betrag nicht überrissen erschien.

So macht man ein Produkt edel und wertvoll, Rolls Royce macht das mit dem Spectre auch gerade so, BMW verdient sich daran eine goldenen Nase – und doch wird er in ausreichenden Stückzahlen verkauft werden.

Wenn sowas einem Anbieter gelingt, hat er nicht viel schlecht gemacht. Honda verkauft auch eine Unzahl Motorräder gewaltig überteuert… aber es wird gekauft und die Kassen klingeln – was will man mehr?

rudi:

Und wieso werden dann so extrem wenig davon gekauft?
Das Auto hat ein inakzeptables Preis Leistung Verhältnis.
So ein Fahrzeug braucht die Gesellschaft nicht.

Bernd Carll:

Stimmt, ist schweirig.

Spock:

Das ist vollkommen richtig. Hoffentlich ist es nicht zu spät dazu. Sich nachträglich etwas vom Kuchen zu holen ist immer schweirig.

Läubli:

Die Zahlen für Deutschland sehen in Wahrheit ein bisschen anders aus:

Im ersten Verkaufsjahr 2020 sind in Deutschland 1127 Honda e neu zugelassen worden. 2021 waren es 1256 und 2022 677 Einheiten.
Quelle: Kraftfahrt Bundesamt

Auf Platz 2 (Deutschland 2022) ist Fiat mit 1829 Einheiten… ganz so schlecht ist der Honda e da wohl doch nicht unterwegs.

Einfach zur Richtigstellung. :)

Läubli:

Die Leistung ist für diese Auto und dessen Kunden genug, aber der Preis ist viel zu hoch, das stimmt leider.

Als weltweit größter Motorradhersteller und mit einem Kleinwagenportfolio von alleine 15 Modellen sowie weitere 53 Modelle von der Kompakt- über Ober- bis hin zur Sportwagenklasse hat Honda ein bereites Repertoire, um darauf zurückgreifen zu können.

Der Honda e war der Startschuss in Sachen BEV… da hat Honda noch mächtig aufholbedarf!

Gut täte es dem Markt auf jeden Fall, wenn Honda hier was Anständiges auf die Reihe kriegt.

Spock:

Tja wer auf überteuerte Kleinwagen mit schlechter Leistung steht.

rudi:

Honda 0,3 Prozent Marktanteil 7000 Autos in 2022 davon kann ein Händlernetz nicht leben

Vom Honda E 2022 gerade mal 117 Stück und das inkl. Eigenzulassungen ein Witz

Honda braucht die Gesellschaft nicht

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