GM und Honda gehen Hand in Hand für erschwingliche E-Autos

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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Honda will ab 2040 nur noch klimaneutrale Fahrzeuge verkaufen, sei es per Batterie oder Wasserstoff als Antrieb. Auch General Motors habe hohe Ziele, welche man im Umfeld der E-Mobilität erreichen wolle. Aus diesem Grund vertiefen die beiden Unternehmen künftig ihre bisherige Zusammenarbeit. Ziel sei es eine Reihe von erschwinglichen Elektrofahrzeugen zu entwickeln, die auf einer neuen globalen Architektur mit Ultium-Batterietechnologie der nächsten Generation basieren und ab 2027 auf die Straße kommen.

Unter den Modellen, die man gemeinsam auf den Weg bringen wolle seien auch kompakte Elektro-Crossover, welche von der Technologie-, Design- und Beschaffungsstrategien beider Unternehmen profitieren sollen. Des Weiteren werde man gemeinsam an der Standardisierung von Anlagen und Prozessen arbeiten, um eine erstklassige Qualität, einen höheren Durchsatz und eine bessere Erschwinglichkeit zu erreichen. Darüber hinaus möchte man über erste Schritte bei der Zusammenarbeit der Batterietechnologie für Elektrofahrzeuge hinausgehen. Hierdurch sollen Kosten gespart und die Elektrifizierung schneller vorangetrieben werden.

Das erste Elektroauto von Honda, welches auf der Ultium-Plattform von Kooperationspartner General Motors aufbaut, soll Prologue heißen und Anfang 2024 in den Verkauf gehen. Das teilte der japanische Autohersteller vor einiger Zeit offiziell mit. Der Elektro-SUV gilt als Startschuss für das Vorhaben von Honda, in den USA ab dem Jahr 2040 nur noch reine Elektroautos zu verkaufen. Auf dieser Basis wolle man weiter arbeiten. „GM und Honda werden ihre besten Technologien, Design- und Fertigungsstrategien austauschen, um erschwingliche und attraktive Elektroautos auf globaler Ebene zu liefern, einschließlich unserer Schlüsselmärkte in Nordamerika, Südamerika und China“, so Mary Barra, GM-Vorsitzende und CEO. „Dies ist ein wichtiger Schritt, um unsere Verpflichtung zu erfüllen, bis 2040 die Kohlenstoffneutralität unserer globalen Produkte und Betriebe zu erreichen.“

Shinji Aoyama, Honda Senior Managing Executive Officer, äußerte sich seinerseits sehr positiv über die bisherige Zusammenarbeit der beiden Hersteller: „Die Fortschritte, die wir mit GM seit der Ankündigung der Zusammenarbeit bei der Entwicklung von EV-Batterien im Jahr 2018 gemacht haben, gefolgt von der gemeinsamen Entwicklung von Elektrofahrzeugen wie dem Honda Prologue, haben die Win-Win-Beziehung gezeigt, die neue Werte für unsere Kunden schaffen kann. Diese neue Serie erschwinglicher Elektrofahrzeuge wird auf dieser Beziehung aufbauen, indem wir unsere Stärken bei der Entwicklung und Produktion hochwertiger Fahrzeuge der Kompaktklasse nutzen.“

Quelle: General Motors – Pressemitteilung

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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David:

Honda hat mit dem Honda E ausschließlich gezeigt, dass sie Elektromobilität gar nicht verstehen. Das Fahrzeug ist von der Reichweite und Ladegeschwindigkeit ein Stadtauto mit lauter albernen Gimmicks. Sparsam ist es auch nicht. Also kein ernstzunehmendes Fahrzeug.

Ob Elektromobilität im klassischen Sinne erschwinglich sein muss, weiß ich gar nicht. Wenn ich mir den genannten Zeithorizont vor Augen führen, dürften dann schon autonome Fahrzeuge den individuellen Personenverkehr revolutioniert haben. Damit dürfte im Fokus stehen, ob die einzelne Fahrt erschwinglich ist, nicht ob das Fahrzeug erschwinglich ist.

Wolfbrecht Gösebert:

Honda wird nach dem Fehlstart mit dem Honda-e auf einer „preiswerten“ Architektur noch vor 2027 auf die Straße kommen müssen. Dazu werden sie dann – wie andere Hersteller auch schon – den Zeitplan straffen (müssen!).

Yoyo:

2040…ist eine lange Zeit bis dahin. Und einige der etablierten Autohersteller wird es dann schin nicht mehr geben.

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