Gerüchte: Ford Mustang mit V8-Wasserstoff-Motor

Gerüchte: Ford Mustang mit V8-Wasserstoff-Motor
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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Ford-CEO Jim Farley gab zuletzt zu verstehen, dass man bei Ford in puncto E-Autos „für Jahre ausverkauft“ sei. Mag dies der Anlass dafür sein, dass man Entwicklungen in Richtung Wasserstoff-Motoren anstrebt? Wie nun bekannt wurde hat Ford in den USA eine Verbrennungsmethode für einen mit Wasserstoff betriebenen Motor zum Patent angemeldet. Der Wasserstoff-Motor könnte einen Ford Mustang befeuern.

Erst Mitte März wurde bekannt, dass Ford in Sachen Elektrifizierung seine Anstrengungen beschleunigt. Der Autobauer gab seine Pläne für sieben weitere vollelektrische Fahrzeuge für Europa bekannt – drei Pkw und vier Nutzfahrzeuge. Auf Entwicklung, Produktion und Vertrieb soll sich die neue globale Geschäftseinheit Ford Model e konzentrieren. Damit soll das Ziel unterstützt werden, bis 2026 weltweit mehr als zwei Millionen E-Autos abzusetzen. Dass die Verbrenner-Fraktion aber nicht gänzlich außen vor bleibt, wenn es um die Zukunft der Marke geht lässt ein vor kurzem vorgenommene Patent-Anmeldung vermuten.

Wie das US-Portal „Muscle Cars & Trucks“ (kurz MC&T) berichtet, hat Ford einen mit Wasserstoff betriebenen Turbomotor zum Patent angemeldet. Demnach haben die Ingenieure eine Verbrennungsmethode entwickelt, die es ermöglicht, in einem breiten Bereich von Luft-Kraftstoff-Lambdawerten zu arbeiten, je nach Drehmomentbedarf. In der Automobilbranche ist es nicht unüblich, dass neben der Entwicklung im Bereich der batteriebetriebenen E-Mobilität, auch an der Wasserstofftechnologie gearbeitet werde. Denn auch wenn die Entscheidung schon gefällt scheint, will man sich noch nicht gänzlich auf einen Weg einlassen.

Ford wolle durch das Patent einen besonders niedrigen Lambda-Wert erreichen. Um dies einordnen zu können nachfolgend die Erläuterung von Wikipedia: „Das Größensymbol Lambda (λ) steht in der Abgastechnik für das Verhältnis Luft zu Brennstoff im Vergleich zu einem verbrennungsstöchiometrischen Gemisch. Beim stöchiometrischen Kraftstoffverhältnis ist genau die Luftmenge vorhanden, die theoretisch benötigt wird, um den Kraftstoff vollständig zu verbrennen. Dies wird als λ=1 bezeichnet. Bei Benzin beträgt dieses Massenverhältnis 14,7:1, das heißt, man braucht 14,7 kg Luft, um 1 kg Treibstoff vollständig zu verbrennen.“ Ford verfolge mit seinem Wasserstoff-Motor ein Verhältnis von 2,0:1. Sprich, man benötigt nur 2 kg Luft, um 1 kg Wasserstoff zu verbrennen. Damit Fords Methode der Wasserstoffverbrennung funktioniert, wird der Wasserstoff über eine Direkteinspritzung zugeführt.

Laut Patent könnte die neue Verbrennungsmethode, welche bei MC&T ausführlicher erläutert wird, in einem Hybrid-Motor zum Einsatz kommen. So wird im skizzierten Beispiel eine Motor-Generator-Einheit gezeigt, die in Reihe zwischen Motor und Getriebe geschaltet ist, aber laut Ford könnte sie auch in einem Parallel-, Serien- oder Serien-Parallel-Hybridfahrzeug eingesetzt werden. Man sollte jedoch festhalten, dass Ford mit dem Patent nur die Methode der Verbrennung und Steuerung von Gasgemischen aufführt. Bis der schlussendliche Motor serienreif eingeführt werden könnte, würde sicherlich noch entsprechend Zeit vergehen. Das Aggregat könnte dann wieder einen Ford Mustang befeuern – die Skizzen der Patentschrift zeigen einen Achtzylinder.

Quelle: Automobil-Industrie – Ford Mustang bald mit V8-Wasserstoff-Motor?

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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