Diese E-Autos kosten gebraucht unter 20.000 Euro

Diese E-Autos kosten gebraucht unter 20.000 Euro
Copyright:

H.E. Group Ltd / Shutterstock.com

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Gebrauchte Elektroautos müssen nicht teuer sein. Wer bereit ist, sich bei Modellen mit Erstzulassung zwischen 2019 und 2021 umzusehen, findet inzwischen zahlreiche Angebote unter 20.000 Euro. Der ADAC hat verschiedene Modelle untersucht, die in diesem Preisrahmen liegen und sich für unterschiedliche Anforderungen eignen – vom sparsamen Zweitwagen bis hin zum alltagstauglichen Auto für längere Strecken.

Vor wenigen Jahren war das Angebot an gebrauchten Stromern noch begrenzt. Das hat sich inzwischen geändert. Immer mehr Leasingrückläufer kommen auf den Markt. Diese Entwicklung senkt die Preise und erweitert die Auswahl. Dabei lohnt es sich, neben bekannten Herstellern auch Alternativen in Betracht zu ziehen, etwa aus Korea oder den USA.

Ein gutes Beispiel ist der Hyundai Kona Elektro. Dieses kompakte Auto punktet mit einem kräftigen Antrieb von 150 kW und einer nutzbaren Batterie von 64 kWh. Damit sind Reichweiten von 250 bis 400 Kilometern realistisch. Modelle aus den Jahren 2020 oder 2021 mit Laufleistungen bis 100.000 Kilometern bewegen sich preislich zwischen 18.000 und 20.000 Euro. Wer regelmäßig längere Strecken fährt, findet hier ein solides Angebot.

Auch das Tesla Model 3 erfüllt die Anforderungen vieler Nutzer. Trotz hoher Laufleistungen – bis zu 150.000 Kilometer – bleiben die Preise knapp unter der 20.000-Euro-Marke. Mit 225 kW Leistung und 58 kWh Batteriekapazität lässt sich der Alltag ebenso bewältigen wie gelegentliche Langstrecken. Auch der VW ID.3 liegt mit ähnlichen Werten und Reichweiten in dieser Preisspanne, allerdings bei etwas geringerer Kilometerleistung. Für den Stadtverkehr oder den täglichen Weg zur Arbeit bieten sich kleinere Autos an. Der Fiat 500e ist ein typischer Vertreter dieser Klasse. Mit rund 37 kWh Batteriekapazität und 87 kW Leistung reicht die Reichweite für 150 bis 250 Kilometer. Modelle aus den Jahren 2020 und 2021 mit bis zu 60.000 Kilometern Laufleistung kosten etwa 15.000 bis 19.000 Euro.

Noch günstiger ist der VW e-up!, der bereits ab 12.000 Euro erhältlich ist. Seine Batterie fasst 32,3 kWh, die Leistung liegt bei 61 kW. Das reicht im Alltag für Strecken zwischen 150 und 250 Kilometern. Für Pendler oder als Zweitwagen ist dieses Auto eine interessante Option. Auch beim Stromverbrauch zeigt sich der kleine VW effizient. Die Renault Zoe gehört zu den meistverkauften Elektroautos in Europa und ist auf dem Gebrauchtmarkt breit vertreten. Mit 52 kWh Batterie und 80 kW Leistung lassen sich Strecken zwischen 220 und 300 Kilometern zurücklegen. Fahrzeuge mit weniger als 80.000 Kilometern Laufleistung werden häufig schon ab 13.000 Euro angeboten.

Ein Klassiker unter den gebrauchten E-Autos ist der BMW i3. Trotz des Produktionsendes erfreut er sich weiterhin großer Beliebtheit. Seine Karosserie aus Carbon, das agile Fahrverhalten und das unverwechselbare Design machen ihn attraktiv. Die Batterie speichert 37,9 kWh, die Leistung liegt bei 125 kW. Je nach Ausführung beträgt die Reichweite zwischen 150 und 250 Kilometern. Gebrauchte i3 mit bis zu 100.000 Kilometern werden derzeit für 15.000 bis 20.000 Euro gehandelt.

Die ADAC-Auswertung zeigt: Wer unter 20.000 Euro bleibt, muss nicht auf Qualität oder Reichweite verzichten. Wichtig ist, sich beim Kauf genau zu informieren, auf den Zustand der Batterie zu achten und die Ausstattung zu prüfen. So lassen sich alltagstaugliche Elektroautos finden, die nicht nur günstig, sondern auch zuverlässig sind.

Quelle: ADAC – Gebrauchte E-Autos unter 20.000 Euro: Sieben Modelle zur Wahl

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in News

IEA: Globale E-Auto-Verkäufe 2025 auf Rekordhoch

IEA: Globale E-Auto-Verkäufe 2025 auf Rekordhoch

Sebastian Henßler  —  

Die IEA meldet: 2025 wurden weltweit mehr als 20 Millionen E-Autos verkauft – ein Viertel aller Neuwagen. Für 2026 rechnet die Behörde mit 23 Millionen.

Tesla rollt FSD in Europa weiter aus – Litauen folgt

Tesla rollt FSD in Europa weiter aus – Litauen folgt

Sebastian Henßler  —  

Litauen hat die niederländische FSD-Zulassung als zweites EU-Land anerkannt. Belgien und Griechenland könnten bald folgen.

Expertenrat warnt: Deutschland verfehlt Klimaziele wohl deutlich

Expertenrat warnt: Deutschland verfehlt Klimaziele wohl deutlich

Daniel Krenzer  —  

Der Expertenrat für Klimafragen warnt: Deutschland dürfte seine Klimaziele verfehlen. Dies setzt die fossilfreundliche Politik der Bundesregierung unter Druck.

Škoda Epiq: „Nicht der Günstigste“ – und das ist Absicht

Škoda Epiq: „Nicht der Günstigste“ – und das ist Absicht

Sebastian Henßler  —  

Škoda Epiq ab 25.900 Euro: Zellmer nennt es „Value for Money“ – kein Preiskampf, sondern das bessere Gesamtpaket gegen eine wachsende chinesische Konkurrenz.

VW-Betriebsversammlung: Blume dementiert China-Gespräche

VW-Betriebsversammlung: Blume dementiert China-Gespräche

Sebastian Henßler  —  

Blume sicherte der Belegschaft zu: Wolfsburg bleibt das Herzstück des Konzerns. Die Kostensenkungen der letzten Jahre reichten jedoch nicht aus.

Škoda Epiq First Edition: Fakten zum stärksten Epiq-Modell

Škoda Epiq First Edition: Fakten zum stärksten Epiq-Modell

Sebastian Henßler  —  

Die Škoda Epiq First Edition kombiniert das stärkste Antriebspaket mit exklusiven Akzenten, schwarzem Dach und 20-Zoll-Rädern – limitiert verfügbar.

Trabant NT Concept: Ostdeutsche Ikone als E-Auto neu gedacht

Trabant NT Concept: Ostdeutsche Ikone als E-Auto neu gedacht

Sebastian Henßler  —  

Designer Nagy Perge László hat den Trabant NT als Elektrokonzept neu interpretiert – mit vertrauter Silhouette, modernem Antrieb und Retro-Charme.