Freudenberg eröffnet neues Batterieprüflabor in den USA

Freudenberg eröffnet neues Batterieprüflabor in den USA
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Freudenberg Sealing Technologies

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Freudenberg Sealing Technologies hat seine Forschungseinrichtungen in Plymouth, Michigan, durch ein neues Batterieprüflabor erweitert. Dieser Schritt, der eine Investition von mehreren Millionen US-Dollar darstellt, zielt darauf ab, interne Tests von Batterien und ihren Komponenten zu intensivieren. Dies beinhalte auch Simulationen von thermischen Reaktionen. Das Labor erweitert somit die Fachkenntnisse des Unternehmens im Bereich Elektromobilität und ermöglicht Simulationstests, einschließlich Szenarien zum Batteriewechsel.

Angesichts der Prognosen, dass bis 2030 möglicherweise über 100 Millionen Elektroautos verkauft werden, stehen Autohersteller vor der Herausforderung, Aspekte wie Reichweite, Leistung und Ladezeiten zu optimieren. Lithium-Ionen-Batterien mit erhöhter Energiekapazität könnten eine Lösung bieten, um die Leistung und Reichweite von E-Autos zu steigern. Allerdings können diese Batterien aufgrund ihrer Wärme- und Druckentwicklung ein erhöhtes Risiko für thermische Reaktionen darstellen. Das neu eingeführte Testsystem von Freudenberg Sealing Technologies ermöglicht es den Forschern, solche Reaktionen zu simulieren und die Ergebnisse in ihre Entwicklungsprojekte zu integrieren.

Chad Bauer, Senior Vice President of Technology and Innovation, betont die Bedeutung des neuen Labors: „Mit diesem Batterielabor können wir wertvolle Daten für die Elektromobilitätsentwicklung sammeln. Unsere Expertise in Materialentwicklung für Brandschutzanwendungen begann vor über zwei Jahrzehnten in der Luft- und Raumfahrtindustrie. Dieses Wissen nutzen wir nun für die Elektromobilität.“

Freudenberg Sealing Technologies

Das Herzstück des Labors sind zwei Prüfkammern aus Stahl, die in einem speziell gesicherten Raum untergebracht sind. Diese Kammern, die von Experten für Explosionsgefahren entworfen wurden, können thermischen Reaktionen in Batterien von bis zu 25 kWh standhalten. Das entspricht der Energie von mehreren Kilogramm TNT. Das Labor verfügt über fortschrittliche Ladekapazitäten, Videokameras und ein Datenerfassungssystem, das Daten mit einer hohen Frequenz erfasst. Es ermögliche die Bewertung verschiedener Batteriebedingungen, einschließlich thermischer Reaktionen, die durch Kurzschlüsse, Überhitzung und Überladung verursacht werden.

In Übereinstimmung mit seinem Engagement für den Umweltschutz hat das Unternehmen auch ein neues Abgassystem installiert. Dieses System, das die aktuellen Standards übertreffen soll, sorge dafür, dass die bei den Tests entstehenden Abgase gründlich gereinigt werden, bevor sie in die Umwelt abgegeben werden.

Sicherheit ist ein zentrales Anliegen des Unternehmens, wie in der Mitteilung betont wird. Daher wurden beim Bau des Labors spezielle Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Dazu gehören stahlverstärkte Betonwände, Druckentlastungsventile und zahlreiche Sensoren. Heather Shuman, Leiterin des mechanischen Labors von Freudenberg Sealing Technologies in Amerika, betonte die Bedeutung der Sicherheit: „Wir arbeiten unter extremen Bedingungen. Daher haben wir großen Wert auf Sicherheitsprotokolle gelegt. Unsere Ausrüstung ermöglicht es uns, unsere Forschung sicher durchzuführen.“

Das neue Labor ergänzt die bestehenden Testeinrichtungen des Unternehmens und liefert wertvolle Daten, die zur Produktentwicklung beitragen. Laut Bauer ist Freudenberg Sealing Technologies einer der ersten Zulieferer in Nordamerika, der solche Tests durchführt. „Mit unserem neuen Labor können wir verschiedene Batterietypen testen“, sagt Bauer. „Die dabei gewonnenen Daten fließen in unsere Produktentwicklung ein und kommen vielen Branchen zugute.“

Quelle: Freudenberg Sealing Technologies – Pressemitteilung per Mail

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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