Wie SVOLT von Mine bis Second-Life denkt, um CO2-Neutralität zu erreichen

Wie SVOLT von Mine bis Second-Life denkt, um CO2-Neutralität zu erreichen
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SVOLT Energy

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Maxim Hantsch-Kramskoj ist Vice President Sales & Marketing der SVOLT Energy Technology Europe GmbH, in dieser Funktion stand er Elektroauto-News.net im Podcast Rede und Antwort über SVOLT Energy, deren Verbindung zur Elektromobilität und doch durchaus spannendem Wachstumsplan für die kommenden vier bis fünf Jahre und darüber hinaus. Hantsch-Kamskoj ist seit Januar 2020 bei SVOLT tätigen und hat seitdem schon einiges an Wachstum erfahren dürfen.

Ursprünglich aus dem chinesischen Automobilhersteller Great Wall Motors herausgegründet im Jahr 2012, hat sich das Unternehmen 2018 vom OEM abgekapselt und bedient seitdem selbständig zum Markt. Die Verbindung zur eigenen Geburtsstätte hat man beibehalten und bedient Great Wall Motors mit eigenen Produkten. Darüber hinaus zählen Geely, Dongfeng sowie Stellantis zu den Kunden des Unternehmens.

Verständlich, dass man sich mit einer breiten Kundenschicht aus der ganzen Welt nicht nur auf China konzentrieren kann. Dies treibt SVOLT Energy dazu an bis 2025 über 200 GWh Jahreskapazität zu erreichen. Global versteht sich. Die erste europäische Batteriefabrik wird in Deutschland, im Saarland errichtet. Für diesen Standort habe man sich entschieden, da unter anderem der Platz vorhanden ist, die eigenen Kunden in der Nähe sind sowie entsprechende, qualifizierte Mitarbeiter vor Ort eingestellt werden können. SVOLT setzt hierbei darauf, dass durch den Wandel hin zur E-Mobilität zwar ein Teil alter Arbeitsplätze wegfällt, neue aber besetzt werden müssen. Ein entsprechendes Angebot kann man durch die Batteriezellenfabrik in Überherrn und Heusweiler gewährleisten.

Der chinesische Batteriehersteller SVOLT Energy hat Mitte Mai 2020 den Start seiner kobaltfreien Batterielinie bekannt gegeben. Die Batterietechnologie soll eine Reichweite von mehr als 800 Kilometer und bis zu 880 Kilometer pro Batterieladung ermöglichen, bei einer Lebensdauer von mehr als 15 Jahren bzw. eine Millionen Kilometer. Mitte Juli 2021 ist die Serienproduktion der Nickel-Mangan-Batteriezellen (NMX) gestartet. Auf eben diese Punkte sind wir auch eingegangen und Hantsch-Kramskoj hat das Ganze für uns eingeordnet. Dabei ist interessant zu erfahren, dass die NMX-Zelle nicht die eierlegende Wollmilchsau ist, sondern diese eben zu den Produkten der Hersteller passen kann. Für Massenmarkt-Stromer sei die NMX-Zelle ideal, bei Performance-Stromer empfiehlt auch SVOLT andere Batteriezellen.

Gegen Ende des Gesprächs sind wir noch auf die Themen Nachhaltigkeit, Recycling sowie Second-Life zu sprechen gekommen. Aus meiner Sicht ein Abschnitt, welcher es alleine Wert wäre die Folge zu hören. In diesem Segment ist auch die Aussage gefallen, dass SVOLT in seinen Prozessen stets von der Mine bis zum Second-Life der Akkus denkt, da man nur so den „grünen, nachhaltigen“ Wandel vollziehen könne.  Wie SVOLT das im Detail angeht, dass erfährst du aus dem gemeinsamen Gespräch mit Maxim Hantsch Kramskoj in der aktuellen Podcast-Folge. Viel Spaß mit der aktuellen Folge.

Gerne kannst du mir auch Fragen zur E-Mobilität per Mail zukommen lassen, welche dich im Alltag beschäftigen. Die Antwort darauf könnte auch für andere Hörer des Podcasts von Interesse sein. Wie immer gilt: Über Kritik, Kommentare und Co. freue ich mich natürlich. Also gerne melden, auch für die bereits erwähnten Themenvorschläge. Und über eine positive Bewertung, beim Podcast-Anbieter deiner Wahl, freue ich mich natürlich auch sehr! Danke.

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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