Wie chargeIQ die Ladeinfrastruktur ohne Barrieren zugänglich machen will

Wie chargeIQ die Ladeinfrastruktur ohne Barrieren zugänglich machen will
Copyright:

chargeIQ

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Das Start-Up chargeIQ hat sich vorgenommen Elektroautos und Plug-In-Hybriden Ladeinfrastruktur ohne Barriere zugänglich zu machen. Im Detail geschieht dies dadurch, dass das Unternehmen mit der eigenen Software-Lösung Dritten den Zugang zur Ladeinfrastruktur eines Mehrfamilienhauses, von Gewerben, Stadtwerken oder Kommunen zugänglich machen kann. Nachhaltig und Profitabel, wie Stephan Dengler, Co-Founder und zuständig für Strategie, Finanzen, Marketing & Sales, im Gespräch zu verstehen gibt.

Gestartet ist chargeIQ ehemals als „Airbnb“ für Wallboxen. Zu Beginn hat das Unternehmen private Wallboxen zwischen Ladestation-Besitzer und E-Autofahrer vermittelt. Ziemlich viel ist hierbei auf Vertrauensbasis gelaufen – insbesondere der Zahlungsverkehr zwischen den beiden Parteien. Im Laufe der Zeit gab es hier einen Sinneswandel und der gute Umgang wurde Stück für Stück hinten angestellt. Was dazu führt, dass Ladevorgänge teils nicht mehr korrekt oder überhaupt nicht abgerechnet wurden.

Zu diesem Zeitpunkt hat chargeIQ sich nach einem anderen Betätigungsfeld umgesehen. Ziel war es hierbei die Ladeinfrastruktur ohne Barrieren zugänglich zu machen. Sprich, private Ladestationen, als auch die von Mehrfamilienhäuser, von Gewerben, Stadtwerken oder Kommunen sollen der „Masse“ zugänglich gemacht werden. Hierfür setzt man auf eine Online Plattform für individuelle Zugangsverwaltung, Abrechnung und Betrieb von halböffentlicher und privater Ladeinfrastruktur. Diese erlaubt es die eigene Ladeinfrastruktur – egal ob eine Wallbox oder mehrere – unterschiedlichen Nutzerkreisen zugänglich zu machen.

In der Praxis wäre es somit möglich, dass ein Unternehmen mit Wallboxen an ihren Parkplätzen diese den eigenen Außendienstmitarbeiter kostenfrei zur Verfügung stellt. Andere Mitarbeiter können ihr E-Auto zu einem vergünstigten Tarif laden. Und nach Feierabend werden die Ladestationen ins öffentliche Ladenetz eingebunden, zu normalen Tarifen. Dies nur als ein Beispiel für eine mögliche Umsetzung mit chargeIQ. Der Zugang selbst wird per RFID Karte, Direct Payment, App oder Roaming geregelt.

Noch leichter kann dir das aber sicherlich Stephan näherbringen, der das eigene Produkt natürlich am besten vorstellen kann. Daher bleibt mir auch nicht viel übrig, als dir viel Spaß mit der aktuellen Folge zu wünschen.

Gerne kannst du mir auch Fragen zur E-Mobilität per Mail zukommen lassen, welche dich im Alltag beschäftigen. Die Antwort darauf könnte auch für andere Hörer des Podcasts von Interesse sein. Wie immer gilt: Über Kritik, Kommentare und Co. freue ich mich natürlich. Also gerne melden, auch für die bereits erwähnten Themenvorschläge. Und über eine positive Bewertung, beim Podcast-Anbieter deiner Wahl, freue ich mich natürlich auch sehr! Danke.

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto Podcast

MHC Mobility: Wie Handwerksbetriebe aufs E-Auto umsteigen

MHC Mobility: Wie Handwerksbetriebe aufs E-Auto umsteigen

Sebastian Henßler  —  

Beim Umstieg aufs E-Auto zögern viele Handwerksbetriebe, obwohl der Wille grundsätzlich da ist. Ladeinfrastruktur und Parkplätze bleiben die größten Hürden.

Lynk & Co: Warum Händlerzufriedenheit vor KPIs kommt

Lynk & Co: Warum Händlerzufriedenheit vor KPIs kommt

Sebastian Henßler  —  

Lynk & Co misst Erfolg nicht an Zulassungszahlen, sondern an Händlerzufriedenheit. MD Christian Treitz erklärt, warum das für eine junge Marke richtig ist.

Geely, ein globaler Konzern, der in China geboren wurde

Geely, ein globaler Konzern, der in China geboren wurde

Sebastian Henßler  —  

Geely ist kein chinesisches Unternehmen mit europäischen Marken und auch kein rein globaler Konzern. Was es stattdessen ist, erklärt der CCO der Geely Holding Europe.

Ladeinfrastruktur: Was Europa von China lernen kann

Ladeinfrastruktur: Was Europa von China lernen kann

Sebastian Henßler  —  

In China kostet ein E-Auto-Kennzeichen nichts, Verbrenner-Kennzeichen dagegen Tausende Euro. Was das mit Ladeinfrastruktur zu tun hat, erklärt Haseeb Hassan.

Alpitronic-Chef: „Unsicherheit ist Gift für die Wirtschaft“

Alpitronic-Chef: „Unsicherheit ist Gift für die Wirtschaft“

Sebastian Henßler  —  

Alpitronic-Chef Philipp Senoner über Cybersecurity, chinesische Konkurrenz und warum regulatorische Unsicherheit das größte Problem im Lademarkt bleibt.

Keba: Vom Wallbox-Hersteller zum Depot-Ladeexperten

Keba: Vom Wallbox-Hersteller zum Depot-Ladeexperten

Sebastian Henßler  —  

Keba ist mehr als ein Wallbox-Hersteller. Mathias Knauer erklärt, warum missionskritische Flotten ganz andere Anforderungen ans Depot-Laden stellen als ein Pkw.

Green NCAP: Wie umweltfreundlich ist dein Auto wirklich?

Green NCAP: Wie umweltfreundlich ist dein Auto wirklich?

Sebastian Henßler  —  

Green NCAP bewertet Autos nach Umweltbilanz – mit Labor- und Straßentests. Warum E-Autos nicht mehr automatisch 5 Sterne bekommen, erklärt Aleksandar Damyanov.