Flughafen München eröffnet Bayerns größten Ladepark für E-Autos

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Flughafen München

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Am Münchner Flughafen sollten E-Auto-Fahrer nun ausreichend Lademöglichkeiten vorfinden: Im Parkhaus P44, gegenüber des Innovationsstandorts LabCampus im Nordwesten des Airports, wurde unter Beisein des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder, des Aufsichtsratsvorsitzenden der Flughafen München GmbH (FMG) Staatsminister der Finanzen und Heimat Albert Füracker und des Vorsitzenden der Geschäftsführung der FMG Jost Lammers der bisher größte Ladepark für Elektroautos in Bayern in Betrieb genommen. Mit 275 Ladepunkten ist die Anlage damit auch einer der größten öffentlichen Ladeparks in Deutschland.

Passagiere und Flughafengäste, die mit einem E-Auto an den Airport reisen, können von nun an ihr Fahrzeug an einer der 138 Ladesäulen auf der Ebene 04 des Parkhauses P44 mit einer Nennleistung von elf Kilowatt und einer maximalen Leistung von bis zu 22 Kilowatt mit regenerativ erzeugtem Strom laden. Allerdings müssen sie dafür einen etwas weiteren Fußmarsch bzw. eine Bus- oder S-Bahnfahrt zu den Terminals einplanen: Parkhaus P44 ist auf dem weitläufigen Gelände recht weit von den eigentlichen Flughafengebäuden entfernt.

Der Solarstrom stammt von zwei Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern des P44 und des benachbarten Parkhauses P43. Dazu wurden mehr als 7000 PV-Module installiert. Insgesamt haben die Module eine maximale Leistung von drei Megawatt – das entspricht etwa dem durchschnittlichen Bedarf von 1000 Haushalten mit drei Personen. Bisher hat die FMG für das gemeinsam mit regionalen Unternehmen realisierte Projekt rund 5,2 Millionen Euro aus eigenen Mitteln investiert.

„Ein wichtiger Bestandteil der Klimaschutzstrategie des Münchner Flughafens“

Flughafenchef Jost Lammers: „Parkraum mit Lademöglichkeiten für E-Fahrzeuge ist Grundvoraussetzung für nachhaltige Mobilität am Campus. Die Realisierung des Ladeparks ist deshalb ein wichtiger Bestandteil der Klimaschutzstrategie des Münchner Flughafens. Wir koppeln damit an unserem Airport verschiedene Sektoren – und zwar Energieerzeugung, Mobilität und die Infrastruktur des Stromnetzes. Insofern ist dieses Projekt Vorbild und Blaupause für weitere Bauprojekte am gesamten Campus.“

Mit den öffentlich zugänglichen Ladesäulen und der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge und Geräte, die auf den Vorfeldern des Airports zum Einsatz kommen, gibt es am Münchner Flughafen derzeit mehr als 1140 Ladepunkte. Heute leisten die PV-Anlagen auf den Dächern der Flughafengebäude in der Spitze rund sieben Megawatt. Bis zum Jahr 2030 soll die Leistung durch weitere Anlagen auf Dächern und Freiflächen auf rund 50 Megawatt steigen.

Mit der „Net Zero 2035-Strategie“ hat sich die FMG das Ziel gesetzt, spätestens ab dem Jahr 2035 kein klimaschädliches CO2 mehr in der Atmosphäre zurückzulassen. Um dieses Ziel zu erreichen, verringert die FMG alle Emissionen, die sie selbst beeinflussen kann, also unter anderem bei der Energieerzeugung oder beim Betrieb von Fahrzeugen. Doch auch die Emissionen Dritter, die etwa durch die An- und Abreise zum Airport entstehen, sollen durch das Engagement des Flughafens verringert werden.

Quelle: Flughafen München – Pressemitteilung vom 16.09.2025

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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