Fisker und Magna wollen „branchenweit einzigartige“ FAS-Funktionen entwickeln

Fisker und Magna wollen „branchenweit einzigartige“ FAS-Funktionen entwickeln
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Fisker

Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 3 min

Der Elektroauto-Hersteller Fisker hat die Partnerschaft mit seinem Auftragsfertiger Magna ausgebaut. Die beiden Unternehmen wollen gemeinsam Fahrerassistenzssysteme (FAS) entwickeln, welche im für Ende 2022 geplanten Fisker-Elektro-SUV Ocean zum Einsatz kommen sollen. Magna und Fisker wollen „branchenweit einzigartige“ FAS-Funktionen und eine Reihe von Softwarepaketen entwickeln, die auf einer skalierbaren Architektur basieren sollen.

Neben der Nutzung von Kameras und Ultraschallsensoren umfasse das FAS-Paket eine einzigartige Radartechnologie für die digitale Bildgebung, so die beiden Unternehmen. Das ICON RADAR genannte System wurde gemeinsam mit dem in Austin, Texas, ansässigen Technologie-Startup Uhnder entwickelt und sei die erste Single-Chip-Radarlösung für die digitale Bildgebung für den Automobilmarkt.

Eines unserer strategischen Ziele ist es, neue Geschäftsfelder in Bereichen zu erschließen, in denen die einzigartigen Stärken von Magna voll genutzt werden können“, sagt Swamy Kotagiri, CEO von Magna. Die Zusammenarbeit mit Fisker sei dafür ein gutes Beispiel. Magna könne dem E-Auto-Start-up „eine flexible und skalierbare Elektroauto-Plattform, ein komplettes FAS-Paket sowie eine gemeinsame Fahrzeugentwicklung und -herstellung bieten“. Durch frühzeitiges Engagement und enge Zusammenarbeit mit solchen Kunden könne Magna „eine schnelle Kommerzialisierung und Synergien erreichen einschließlich einer hohen Kosteneffizienz“, was Vorteile für die gesamte Autobranche mit sich bringen könne.

Fisker und Magna haben erst vor Kurzem die endgültige Plattformvereinbarung und die erste Fertigungsvereinbarung abgeschlossen, nur zwei Monate nach den ursprünglichen Rahmenvereinbarungen. Der Fisker Ocean wird zunächst exklusiv von Magna in Europa hergestellt. Der Fisker Ocean wird auf einer modifizierte Version einer von Magna entwickelten E-Auto-Plattform aufbauen.

„Eine neue Art von Mobilitätserfahrung“

Fisker selbst bezeichnet das mit Magna zu entwickelnde FAS-System als Fisker Intelligent (FI) Pilot. „Die Fähigkeit, FI-Pilot-Technologien ab dem Start in den Fisker Ocean SUV zu integrieren, ist für das gesamte Programm von entscheidender Bedeutung“, sagt Henrik Fisker, Vorsitzender und CEO von Fisker. Die „hervorragende Zusammenarbeit zwischen den Ingenieurteams von Fisker und Magna“ sei bereits gewährleistet: Das Bestehen eines „ersten technischen Meilensteins im vergangenen November hat uns das Vertrauen gegeben, mit Magna an diesen wichtigen Technologien für den Ozean zu arbeiten“, so der Fisker-Chef weiter.

Der Fisker Ocean werde mit Hardware ausgestattet, welche zukünftige Upgrades, softwarebasierte Updates, ein höheres Maß an Autonomie und erweiterte Fahrerassistenzfunktionen ermöglichen soll. „Mit modernsten Hardware- und Softwarepaketen bietet Fisker eine neue Art von Mobilitätserfahrung, die für den Kunden während des gesamten Lebenszyklus des Fahrzeugs relevant bleibt“, erklärt Henrik Fisker. Weitere Produktdetails sollen kurz vor der Einführung im vierten Quartal 2022 bekannt gegeben werden. Der Fisker Ocean soll zunächst sowohl in den USA als auch in ausgewählten europäischen Märkten ausgeliefert werden.

Quelle: Fisker – Pressemitteilung vom 04.01.2021 // Magna – Pressemitteilung vom 04.01.2021

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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