Faurecia und Michelin auf dem Weg zum weltweit führenden Anbieter von Wasserstoffmobilität

Faurecia und Michelin auf dem Weg zum weltweit führenden Anbieter von Wasserstoffmobilität
Copyright:

shutterstock / Lizenzfreie Stockfotonummer: 694253248

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Mit einem gemeinsamen Joint Venture von Michelin, Weltmarktführer für Reifen und nachhaltige Mobilität, und Faurecia, führendes Technologieunternehmen in der Automobilbranche, will man im Bereich der Wasserstoffmobilität zum führenden Anbieter werden.

Mit diesem Joint Venture werden alle Aktivitäten von Michelin im Bereich Brennstoffzellen – einschließlich seiner Tochtergesellschaft Symbio – mit denen von Faurecia zusammengeführt. Das Gemeinschaftsunternehmen wird zu gleichen Teilen im Besitz von Faurecia und Michelin sein.

Wasserstoff-Brennstoffzellensysteme unterschiedlicher Ausprägung im Mittelpunkt der Aktivitäten

Das gemeinsam erklärte Ziel ist es Wasserstoff-Brennstoffzellensysteme für leichte Fahrzeuge, Nutzfahrzeuge, Lastkraftwagen und andere Anwendungen entwickeln, produzieren und vermarkten. Man möchte in Zukunft mit dem gemeinsamen Joint Venture nicht weniger als der weltweit führenden Anbieter von Wasserstoff-Brennstoffzellensystemen werden.

Durch die Kombination der Erfahrungen und des Know How beider Unternehmen wird man eigener Aussage nach eine einzigartige Palette von Wasserstoff-Brennstoffzellensystemen für alle Anwendungsfälle anbieten können.

Joint Venture profitiert vom Wissen und Verbindungen der beiden Partner

Konkret wird Michelin Symbio – einer Konzerntochter seit dem 1. Februar 2019 und Lieferant von Wasserstoff-Brennstoffzellensystemen im Zusammenhang mit einer Reihe digitaler Dienstleistungen – sowie Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsaktivitäten beitragen.

Faurecia seinerseits wird die Kompetenz im Bereich Brennstoffzellentechnologie, die durch eine strategische Partnerschaft mit CEA entwickelt wurde, sowie ausgeprägtes industrielles Know-how und strategische Beziehungen zu den Automobilherstellern einbringen. Faurecia wird seine Entwicklung von Wasserstoffhochdrucktanks in Zusammenarbeit mit Stelia Aerospace Composites fortsetzen, was auch dem Joint Venture zugute kommt.

Des Weiteren wird man von der Zusammenarbeit zwischen Michelin und ENGIE, einem globalen Energie- und Dienstleistungskonzern, bei der Entwicklung eines Wasserstoff-Ökosystems, insbesondere im Bereich der Wasserstoffmobilität, profitieren.

Unterzeichnet wurde eine entsprechende Vereinbarung am gestrigen Dienstag, in Anwesenheit von Agnès Pannier-Runacher, Staatssekretärin im französischen Ministerium für Wirtschaft und Finanzen. Dieser Vorgang steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden.

Für Elektrofahrzeuge ergänzt die Brennstoffzellentechnologie die Batterietechnologie – insbesondere in Anwendungsfällen, die eine sehr intensive Nutzung und größere Autonomie erfordern. Darüber hinaus wurde die Brennstoffzellentechnologie kürzlich von der Europäischen Union als eines der sechs Projekte im Rahmen der Important Projects of Common Interest ausgewählt.

Quelle: Faurecia – Pressemitteilung vom 19. März 2019

Worthy not set for this post

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Automobilindustrie

Deutsche Autobauer fordern härteren Kurs gegen China

Deutsche Autobauer fordern härteren Kurs gegen China

Tobias Stahl  —  

Jahrelang stemmte sich vor allem die deutsche Autoindustrie gegen China-Zölle – doch angesichts wachsender Marktanteile überdenken Autobauer nun ihre Haltung.

Festkörperbatterie: Warnung an US- und EU-Hersteller

Festkörperbatterie: Warnung an US- und EU-Hersteller

Sebastian Henßler  —  

Laut Factorial-Chefin Siyu Huang müssen US-amerikanische und europäische Hersteller jetzt handeln, um im Wettlauf um Festkörperbatterien nicht zurückzufallen.

Deutschlands Zulieferer verlieren weiter gegen Konkurrenz aus China

Deutschlands Zulieferer verlieren weiter gegen Konkurrenz aus China

Michael Neißendorfer  —  

Die deutschen Automobilzulieferer stecken tiefer in der Krise als bislang vielen bewusst war. Wie es wieder Aufwärts gehen kann.

China-Druck bringt VDA zum Umdenken

China-Druck bringt VDA zum Umdenken

Arun Niemann  —  

Chinesische Hersteller setzen Europas Autobauer zunehmend unter Druck. Jetzt prüft auch der VDA, ob sein bisheriger Freihandelskurs noch trägt.

T&E-Chef Bock: Krise der deutschen Autoindustrie ist hausgemacht

T&E-Chef Bock: Krise der deutschen Autoindustrie ist hausgemacht

Tobias Stahl  —  

Nicht die Belegschaft und auch nicht die EU-Vorgaben sind Schuld an der Misere der europäischen Autoindustrie, meint T&E-Chef Bock – sondern die Chefetagen.

Schaeffler kappt E-Auto-Ziele nach US-Förderstopp

Schaeffler kappt E-Auto-Ziele nach US-Förderstopp

Sebastian Henßler  —  

Schaeffler senkt seine Umsatzziele bis 2028 deutlich, weil der Wegfall der E-Auto-Förderung in den USA das Geschäft rund um Vitesco stärker bremst als erwartet.

Batterieabhängigkeit kostet Europa bis 150 Milliarden Euro

Batterieabhängigkeit kostet Europa bis 150 Milliarden Euro

Sebastian Henßler  —  

Eine neue Deloitte-Studie zeigt, dass Europas Automobilindustrie bis 2030 bis zu 150 Milliarden Euro an Wertschöpfung verlieren könnte.